CVE-2018-1000861
Jenkins Stapler Web Framework Deserialization of Untrusted Data Vulnerability
Beschreibung
CVE-2018-1000861 ist eine kritische Deserialisierung nicht vertrauenswürdiger Daten-Schwachstelle in Jenkins Jenkins Stapler Web Framework mit einem CVSS-3.1-Score von 9.8. Die Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, über das Netzwerk ohne vorherige Authentifizierung ohne Benutzerinteraktion beliebigen Code auszuführen oder das System zu kompromittieren. Betroffene Produkte umfassen Jenkins Jenkins (<= 2.138.3; <= 2.153), Redhat Openshift Container Platform (3.11). Diese CVE ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet mit einer Behebungsfrist bis zum 2022-08-10. Der EPSS-Score von 0.94467 (100. Perzentile) belegt eine hohe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit und erfordert eine priorisierte Behebung.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| jenkins | jenkins | <= 2.138.3; <= 2.153 |
| redhat | openshift container platform | 3.11 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
Referenzen
- http://packetstormsecurity.com/files/166778/Jenkins-Remote-Code-Execution.html(Third Party Advisory, VDB Entry)
- http://www.securityfocus.com/bid/106176(Broken Link)
- https://access.redhat.com/errata/RHBA-2019:0024(Third Party Advisory)
- https://jenkins.io/security/advisory/2018-12-05/#SECURITY-595(Vendor Advisory)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2018-1000861(US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-502: Deserialisierung nicht vertrauenswürdiger Daten
CVE-2018-1000861 wird unter CWE-502 klassifiziert — Deserialisierung nicht vertrauenswürdiger Daten. Deserialisierung nicht vertrauenswürdiger Daten tritt auf, wenn eine Anwendung Daten aus einer nicht vertrauenswürdigen Quelle deserialisiert, ohne ausreichend zu überprüfen, dass die resultierenden Daten gültig und sicher sind. Serialisierung konvertiert Objekte in ein Format zur Speicherung oder Übertragung; Deserialisierung rekonstruiert Objekte aus diesem Format. Wenn Angreifer serialisierte Daten kontrollieren, können sie diese manipulieren, um beliebige Objekte zu instanziieren, bösartige Eigenschaftswerte zu setzen oder gefährliche Operationen während des Deserialisierungsprozesses auszulösen. Dies führt häufig zu Remote Code Execution, da viele Programmiersprachen es Objekten erlauben, Code während der Deserialisierung auszuführen.
Im Kontext von Jenkins Jenkins Stapler Web Framework ist diese Schwachstellenklasse besonders besorgniserregend, da Deserialisierungs-Schwachstellen gehören zu den schwerwiegendsten und ermöglichen konsistent Remote Code Execution ohne erforderliche Authentifizierung. Java-, PHP-, Python- (pickle), .NET- und Ruby-Anwendungen sind häufig betroffen. Der Equifax-Breach 2017 nutzte Apache Struts Deserialisierung aus. Organisationen, die betroffene Versionen einsetzen, sollten verstehen, dass diese Schwachstellenklasse historisch schwere Kompromittierungen in Unternehmensumgebungen ermöglicht hat.
Auswirkungsanalyse
Vertraulichkeit (HIGH): Erfolgreiche Ausnutzung gewährt dem Angreifer umfassenden Zugriff auf sensible Daten, die von Jenkins Jenkins Stapler Web Framework verarbeitet werden, einschließlich Konfigurationsdateien, Zugangsdaten und potenziell Daten verbundener Systeme.
Integrität (HIGH): Angreifer können kritische Systemdateien modifizieren, Backdoors installieren, Konfigurationen ändern oder Malware auf betroffenen Systemen mit Jenkins Jenkins Stapler Web Framework einschleusen.
Verfügbarkeit (HIGH): Eine vollständige Unterbrechung des betroffenen Dienstes oder Systems ist möglich, einschließlich Denial-of-Service, Systemabstürze oder das Unbrauchbarmachen des Produkts.
Scope: Der Scope ist Unchanged (U), was bedeutet, dass die Auswirkungen auf die verwundbare Komponente selbst beschränkt sind. Der Einfluss ist zwar signifikant, bleibt aber auf die Jenkins Jenkins Stapler Web Framework-Umgebung begrenzt.
Mit einem EPSS-Score von 0.94467 (100. Perzentile) gehört diese Schwachstelle zu den am häufigsten in der Praxis ausgenutzten und erfordert dringende Maßnahmen.
Exploit-Reifegrad
Exploit-Status: CVE-2018-1000861 wird aktiv in der Praxis ausgenutzt und ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet. Der EPSS-Score von 0.94467 (100. Perzentile) bestätigt eine extrem hohe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit.
Ransomware-Bezug: Nach aktuellem KEV-Stand wurde kein direkter Ransomware-Zusammenhang für CVE-2018-1000861 bestätigt. Die bestätigte Ausnutzung in der Praxis bedeutet jedoch, dass Bedrohungsakteure diese Schwachstelle aktiv in Angriffen einsetzen.
Angriffsfläche: Auch wenn spezifischer öffentlicher Exploit-Code möglicherweise nicht frei verfügbar ist, bestätigen der hohe EPSS-Score und die KEV-Listung, dass Bedrohungsakteure funktionierende Exploits entwickelt und eingesetzt haben. Organisationen sollten davon ausgehen, dass Exploit-Tools in Underground-Märkten und privaten Toolkits existieren.
KEV-Frist: Die CISA-Behebungsfrist war der 2022-08-10. Alle Organisationen sollten diese Frist als dringende Empfehlung für ihre eigenen Behebungszeiträume betrachten.
Behebung
- Hersteller-Patches umgehend anwenden. Wenden Sie Updates gemäß den Anweisungen des Herstellers an. Konsultieren Sie den Herstellerhinweis unter jenkins.io für spezifische Patch-Informationen.
- Betroffene Produktversionen identifizieren. Erfassen Sie alle Instanzen von Jenkins Jenkins Stapler Web Framework in Ihrer Infrastruktur (betroffene Versionen: Jenkins Jenkins (<= 2.138.3; <= 2.153), Redhat Openshift Container Platform (3.11)). Nutzen Sie Asset-Inventarisierung und Schwachstellen-Scanner, um keine Instanz zu übersehen.
- Interim-Maßnahmen bei verzögertem Patching umsetzen. Falls sofortiges Patching nicht möglich ist, implementieren Sie Netzwerkebene-Kontrollen wie Zugangsbeschränkungen zur betroffenen Komponente, erweitertes Logging und Monitoring auf Kompromittierungsindikatoren.
- Auf Anzeichen vorheriger Kompromittierung prüfen. Angesichts der bestätigten aktiven Ausnutzung überprüfen Sie Systemprotokolle und Sicherheits-Monitoring-Daten auf Hinweise einer Kompromittierung. Führen Sie bei verdächtigen Aktivitäten eine gründliche Untersuchung durch.
- Erkennungssignaturen aktualisieren. Stellen Sie sicher, dass IDS/IPS-Systeme, Endpoint-Detection-Tools und SIEM-Regeln aktualisiert sind, um Ausnutzungsversuche gegen CVE-2018-1000861 zu erkennen.
- Post-Remediation-Review durchführen. Verifizieren Sie nach dem Patching die Wirksamkeit der Behebung und dokumentieren Sie die durchgeführten Maßnahmen. Bewerten Sie, ob zusätzliche Härtungsmaßnahmen erforderlich sind.
Technische Details
Angriffsvektor: NETWORK
Angriffskomplexität: Niedrig
Erforderliche Rechte: Keine
Benutzerinteraktion: Keine
Technischer Ablauf: Die Schwachstelle in Jenkins Jenkins Stapler Web Framework kann über das Netzwerk ohne physischen Zugang ausgenutzt werden. Die Angriffskomplexität ist niedrig — es sind keine spezialisierten Bedingungen über die Angriffsvoraussetzungen hinaus erforderlich. Es sind keine vorherigen Authentifizierungen oder Berechtigungen erforderlich. Keine Benutzerinteraktion ist erforderlich, was eine vollautomatische Ausnutzung ermöglicht.
Schwachstellenmechanismus: Deserialisierung nicht vertrauenswürdiger Daten tritt auf, wenn eine Anwendung Daten aus einer nicht vertrauenswürdigen Quelle deserialisiert, ohne ausreichend zu überprüfen, dass die resultierenden Daten gültig und sicher sind. Serialisierung konvertiert Objekte in ein Format zur Speicherung oder Übertragung; Deserialisierung rekonstruiert Objekte aus diesem Format. Wenn Angreifer serialisierte Daten kontrollieren, können sie diese manipulieren, um beliebige Objekte zu instanziieren, bösartige Eigenschaftswerte zu setzen oder gefährliche Operationen während des Deserialisierungsprozesses auszulösen.
Betroffene Produkte: Jenkins Jenkins (<= 2.138.3; <= 2.153), Redhat Openshift Container Platform (3.11)
CVSS-3.1-Bewertung: Der Score von 9.8 (KRITISCH) reflektiert die Kombination aus netzwerkbasiertem Angriffsvektor, niedriger Komplexität und auf die Komponente begrenztem Scope.
Häufig gestellte Fragen
Wird CVE-2018-1000861 aktiv ausgenutzt?
Ja, CVE-2018-1000861 wird aktiv ausgenutzt. Die Schwachstelle ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet und weist einen EPSS-Score von 0.94467 (100. Perzentile) auf, der eine extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit bestätigt.
Welche Produkte sind von CVE-2018-1000861 betroffen?
Von CVE-2018-1000861 sind folgende Produkte betroffen: Jenkins Jenkins (<= 2.138.3; <= 2.153), Redhat Openshift Container Platform (3.11). Organisationen sollten ihre Infrastruktur auf diese Versionen prüfen und die Behebung priorisieren. Aktuelle Informationen zu betroffenen Versionen und Patches sind in den offiziellen Herstellerhinweisen verfügbar.
Wie behebe ich CVE-2018-1000861?
Wenden Sie Updates gemäß den Anweisungen des Herstellers an. Identifizieren Sie alle betroffenen Instanzen von Jenkins Jenkins Stapler Web Framework in Ihrer Umgebung mittels Schwachstellen-Scanning und Asset-Management. Falls sofortiges Patching nicht möglich ist, implementieren Sie Netzwerk-Mitigierungen und erweitertes Monitoring. Prüfen Sie nach dem Patching auf Anzeichen einer vorherigen Kompromittierung.
Wie schwerwiegend ist CVE-2018-1000861?
CVE-2018-1000861 ist mit einem CVSS-Score von 9.8 als KRITISCH eingestuft. Der EPSS-Score von 0.94467 (100. Perzentile) belegt eine der höchsten realen Ausnutzungswahrscheinlichkeiten. Die CISA-Behebungsfrist war der 2022-08-10.
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