CVE-2017-6884
Zyxel EMG2926 Routers Command Injection Vulnerability
Beschreibung
CVE-2017-6884 ist eine Command-Injection-Schwachstelle im Zyxel EMG2926 Heimrouter mit Firmware V1.00(AAQT.4)b8. Die Schwachstelle befindet sich in den Diagnose-Tools des Routers, konkret in der nslookup-Funktion, und ermöglicht authentifizierten Angreifern die Ausführung beliebiger Befehle über den Parameter ping_ip. Mit einem CVSS-Score von 8.8 (Hoch) stellt CVE-2017-6884 ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Die CISA hat diese Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen und bestätigt die aktive Ausnutzung – zudem ist ein Zusammenhang mit Ransomware-Angriffen bekannt. Der EPSS-Score von 91,5 % (99,7. Perzentil) unterstreicht die extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| zyxel | emg2926 firmware | v1.00\(aaqt.4\)b8 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
Referenzen
- https://www.exploit-db.com/exploits/41782/(Exploit, Third Party Advisory, VDB Entry)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2017-6884(US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-78: Improper Neutralization of Special Elements used in an OS Command (OS Command Injection)
Bei CWE-78 handelt es sich um eine Schwachstelle, bei der eine Anwendung Benutzereingaben unzureichend bereinigt, bevor sie in Betriebssystembefehle eingebettet werden. Im Fall des Zyxel EMG2926 wird der Parameter ping_ip in der nslookup-Diagnosefunktion nicht ausreichend validiert, sodass ein Angreifer eigene Betriebssystembefehle einschleusen und auf dem Router ausführen kann.
Mehr erfahren: CWE-78 — OS Command Injection
Auswirkungsanalyse
CVE-2017-6884 hat mit einem CVSS-Score von 8.8 (Hoch, CVSS v3.1) eine hohe Gefährdungsstufe. Angriffsvektor (Netzwerk): Die Schwachstelle ist aus der Ferne über das Netzwerk ausnutzbar, ohne dass physischer Zugang zum Gerät erforderlich ist. Angriffskomplexität (Niedrig): Die Ausnutzung erfordert keine besonderen Bedingungen und ist mit öffentlich verfügbaren Exploits trivial durchführbar. Authentifizierung erforderlich (Niedrig): Ein Angreifer benötigt zwar eine Authentifizierung am Router, jedoch reichen Standard-Zugangsdaten oder niedrig privilegierte Konten aus. Keine Benutzerinteraktion erforderlich: Es ist keine zusätzliche Aktion eines Benutzers notwendig. Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit (jeweils Hoch): Bei erfolgreicher Ausnutzung erhält der Angreifer vollständige Kontrolle über den Router und kann Netzwerkverkehr abfangen, Konfigurationen manipulieren und den Router als Ausgangspunkt für weitere Angriffe nutzen. Ransomware-Risiko: Die CISA bestätigt einen bekannten Zusammenhang mit Ransomware-Kampagnen, was das Bedrohungspotenzial zusätzlich erhöht.
Exploit-Reifegrad
Öffentlicher Exploit-Code ist verfügbar für CVE-2017-6884 über Exploit-DB. Die CISA hat diese Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen und damit die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn bestätigt. Besonders besorgniserregend ist, dass CVE-2017-6884 nachweislich in Ransomware-Kampagnen eingesetzt wird. Der EPSS-Score von 91,5 % (99,7. Perzentil) bestätigt eine nahezu sichere Ausnutzungsaktivität und zeigt, dass diese Schwachstelle zu den am häufigsten ausgenutzten Command-Injection-Schwachstellen gehört.
Behebung
- Herstellerempfehlungen umsetzen oder Gerät außer Betrieb nehmen: Gemäß CISA-KEV-Katalog sollten Maßnahmen gemäß Zyxel-Anweisungen angewendet oder der EMG2926-Router außer Betrieb genommen werden, falls keine Patches verfügbar sind. Prüfen, ob Zyxel ein Firmware-Update für den EMG2926 bereitgestellt hat.
- Firmware aktualisieren: Falls ein Update über Firmware V1.00(AAQT.4)b8 hinaus verfügbar ist, dieses umgehend installieren. Bei End-of-Life-Geräten den Router durch ein aktuelles Modell ersetzen, das weiterhin Sicherheitsupdates erhält.
- Zugang zur Verwaltungsoberfläche einschränken: Standardpasswörter sofort ändern und den Zugriff auf die Web-Verwaltungsoberfläche auf vertrauenswürdige IP-Adressen beschränken. Den Remote-Verwaltungszugriff deaktivieren, falls nicht zwingend erforderlich.
- Diagnose-Tools deaktivieren oder absichern: Die Diagnose-Funktionen (nslookup, Ping) in der Router-Oberfläche deaktivieren, sofern nicht benötigt. Netzwerkverkehr auf ungewöhnliche Anfragen an die URI /expert/maintenance/diagnostic/nslookup überwachen.
- Netzwerksegmentierung und Monitoring: Den Router in ein segmentiertes Netzwerk einbinden und Netzwerk-Logs auf Anzeichen einer Kompromittierung prüfen. IoC-Datenbanken zu bekannten Ransomware-Kampagnen konsultieren, die CVE-2017-6884 ausnutzen.
Technische Details
CVE-2017-6884 betrifft eine OS-Command-Injection-Schwachstelle (CWE-78) in den Diagnose-Tools des Zyxel EMG2926 Heimrouters mit Firmware V1.00(AAQT.4)b8. Schwachstellenmechanismus: Die nslookup-Funktion unter der URI /expert/maintenance/diagnostic/nslookup übernimmt den Parameter ping_ip ohne ausreichende Eingabevalidierung direkt in einen Systembefehls-Aufruf. Ein authentifizierter Angreifer kann durch das Einschleusen von Shell-Metazeichen (wie Semikolon, Pipe oder Backticks) beliebige Betriebssystembefehle im Kontext des Router-Betriebssystems ausführen. Angriffsvektor: Gemäß dem CVSS-Vektor (CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H) erfolgt der Angriff über das Netzwerk mit niedriger Komplexität, erfordert jedoch eine Authentifizierung mit geringen Privilegien. Da viele Heimrouter mit Standard-Zugangsdaten betrieben werden, stellt diese Anforderung in der Praxis keine wesentliche Hürde dar. Ausnutzbare Vektoren: Neben dem ping_ip-Parameter können auch weitere Parameter der Diagnosefunktionen als Injection-Vektoren dienen, was die Angriffsfläche zusätzlich vergrößert.
Häufig gestellte Fragen
Wird CVE-2017-6884 aktiv ausgenutzt?
Ja, CVE-2017-6884 wird nachweislich aktiv ausgenutzt. Die CISA hat diese Command-Injection-Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen und die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn bestätigt. Besonders besorgniserregend ist der bestätigte Einsatz in Ransomware-Kampagnen. Der EPSS-Score von 91,5 % (99,7. Perzentil) bestätigt eine extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit.
Welche Produkte sind von CVE-2017-6884 betroffen?
Betroffen ist der Zyxel EMG2926 Heimrouter mit Firmware-Version V1.00(AAQT.4)b8. Es ist möglich, dass auch andere Firmware-Versionen des EMG2926 oder verwandte Zyxel-Router-Modelle mit ähnlichen Diagnose-Tools betroffen sind. Nutzer sollten die Herstellerhinweise von Zyxel für eine vollständige Liste betroffener Versionen prüfen.
Wie behebe ich CVE-2017-6884?
Die wichtigste Maßnahme ist die Installation eines Firmware-Updates von Zyxel, sofern verfügbar. Falls kein Update bereitsteht, sollte der Router durch ein aktuelles Modell ersetzt werden. Als sofortige Gegenmaßnahmen sollten Standardpasswörter geändert, der Remote-Verwaltungszugriff deaktiviert und die Diagnose-Tools abgeschaltet werden. Weitere Details finden Sie im Abschnitt Behebung.
Wie schwerwiegend ist CVE-2017-6884?
CVE-2017-6884 ist mit einem CVSS-Score von 8.8 als hoch eingestuft (CVSS v3.1). Die Schwachstelle ermöglicht die Ausführung beliebiger Befehle auf dem Router durch authentifizierte Angreifer. Da Standardpasswörter weit verbreitet sind und die Schwachstelle nachweislich in Ransomware-Kampagnen eingesetzt wird, ist das tatsächliche Risiko als sehr hoch einzuschätzen.
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