CVE-2017-18362

CRITICAL(9.8)KEVRansomwareWahrscheinlich ausgenutzt

Kaseya VSA SQL Injection Vulnerability

Beschreibung

CVE-2017-18362 ist eine kritische Schwachstelle in der ConnectWise ManagedITSync-Integration für Kaseya VSA (Virtual System/Server Administrator), die es nicht authentifizierten entfernten Angreifern ermöglicht, beliebige Befehle mit vollem direktem Zugriff auf die Kaseya-VSA-Datenbank auszuführen. Die Schwachstelle resultiert aus unzureichender Eingabevalidierung im Integrationsmodul und ermöglicht SQL-Injection-Angriffe ohne jegliche Authentifizierung. CISA hat CVE-2017-18362 mit bestätigter Ransomware-Verbindung in den KEV-Katalog aufgenommen, und das EPSS-Perzentil von 99,1 % weist auf eine nahezu sichere aktive Ausnutzung hin.

KEV-Informationen

Hersteller
Kaseya
Produkt
Virtual System/Server Administrator (VSA)
Hinzugefügt am
24. Mai 2022
Fälligkeitsdatum
14. Juni 2022
Erforderliche Maßnahme
The impacted product is end-of-life and should be disconnected if still in use.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
3.9
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
connectwisemanageditsync<= 2017

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
9.8
CRITICAL

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
9.8
CRITICAL

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-89: Unsachgemäße Neutralisierung spezieller Elemente in SQL-Befehlen (SQL-Injection)

CWE-89 beschreibt eine Schwachstelle, bei der ein Produkt SQL-Anweisungen aus externen Eingaben konstruiert, ohne spezielle Elemente ordnungsgemäß zu neutralisieren. Bei CVE-2017-18362 versäumt es die ConnectWise ManagedITSync-Integration für Kaseya VSA, benutzerseitige Eingaben zu bereinigen, wodurch nicht authentifizierte Angreifer SQL-Befehle injizieren und vollen Zugriff auf die zugrundeliegende Kaseya-VSA-Datenbank erlangen können.

Weitere Informationen: CWE-89 — Improper Neutralization of Special Elements used in an SQL Command ('SQL Injection')

Auswirkungsanalyse

CVE-2017-18362 ermöglicht nicht authentifizierten Fernzugriff auf die Kaseya-VSA-Datenbank über die ConnectWise ManagedITSync-Integration. Die Auswirkung ist katastrophal für Managed Service Provider (MSPs), die diese Kombination nutzen, da Kaseya VSA eine Remote-Monitoring- und Management-Plattform (RMM) ist, die potenziell Tausende von Client-Endpunkten steuert. Voller Datenbankzugriff ermöglicht es Angreifern, Anmeldedaten zu stehlen, Agent-Konfigurationen zu ändern, bösartige Payloads auf alle verwalteten Endpunkte zu verteilen und sensible Kundendaten zu exfiltrieren. Das EPSS-Perzentil von 99,1 % belegt eine nahezu sichere Ausnutzungsaktivität. CISA hat eine Ransomware-Verbindung mit dieser Schwachstelle bestätigt, was ihre Verwendung in Kampagnen hervorhebt, bei denen Angreifer MSP-Tools nutzten, um Ransomware gleichzeitig über gesamte Kundenstämme zu verteilen.

Exploit-Reifegrad

CISA hat die aktive Ausnutzung von CVE-2017-18362 bestätigt und die Schwachstelle mit bestätigter Ransomware-Verbindung und einer Behebungsfrist bis zum 14. Juni 2022 in den KEV-Katalog aufgenommen. Das EPSS-Perzentil von 99,1 % deutet auf eine nahezu sichere Ausnutzungswahrscheinlichkeit hin. Das betroffene Produkt, ConnectWise ManagedITSync für Kaseya VSA, hat das End-of-Life erreicht, was bedeutet, dass keine weiteren Patches veröffentlicht werden. Diese Schwachstelle wurde in realen Ransomware-Kampagnen gegen Managed Service Provider ausgenutzt, bei denen Angreifer den Datenbankzugriff nutzten, um Ransomware auf alle über die kompromittierte Kaseya-VSA-Instanz verwalteten Endpunkte zu verteilen.

Behebung

  1. Trennen Sie die ConnectWise ManagedITSync-Integration für Kaseya VSA sofort, da der CISA-KEV-Katalog angibt, dass das betroffene Produkt das End-of-Life erreicht hat und bei weiterer Nutzung getrennt werden sollte.
  2. Prüfen Sie die Kaseya-VSA-Datenbank auf Anzeichen unbefugten Zugriffs, einschließlich unerwarteter Datenbankabfragen, geänderter Agent-Konfigurationen oder neu erstellter administrativer Konten.
  3. Überprüfen Sie alle verwalteten Endpunkte auf Kompromittierungsindikatoren, insbesondere Anzeichen für Ransomware-Verteilung oder nicht autorisierte Softwareinstallation, die über die kompromittierte VSA-Instanz verteilt worden sein könnte.
  4. Ersetzen Sie die End-of-Life-ManagedITSync-Integration durch eine unterstützte Integrationslösung, die regelmäßige Sicherheitsupdates und ordnungsgemäße Eingabevalidierung erhält.
  5. Implementieren Sie Netzwerkzugriffskontrollen um die Kaseya-VSA-Infrastruktur und beschränken Sie den Datenbankzugriff auf autorisierte Verwaltungsschnittstellen. Überwachen Sie alle Datenbankverbindungen auf anomale Aktivitäten.

Technische Details

CVE-2017-18362 zielt auf das ConnectWise ManagedITSync-Integrationsmodul für Kaseya VSA ab. Die Integration stellt einen Endpunkt bereit, der externe Eingaben ohne ordnungsgemäße Bereinigung akzeptiert, klassifiziert unter CWE-89 (SQL-Injection). Ein nicht authentifizierter entfernter Angreifer kann speziell präparierte Anfragen an diesen Endpunkt senden und SQL-Befehle injizieren, die direkt gegen die Kaseya-VSA-Datenbank ausgeführt werden. Da keine Authentifizierung erforderlich ist und die injizierten Befehle mit den vollen Privilegien des Datenbankdienstes ausgeführt werden, erlangt der Angreifer uneingeschränkten Lese- und Schreibzugriff auf alle in VSA gespeicherten Daten, einschließlich verwalteter Geräteinventare, Anmeldedaten, Agent-Konfigurationen und geplanter Aufgaben. Der End-of-Life-Status des ManagedITSync-Produkts bedeutet, dass diese Schwachstelle nie gepatcht wird, wodurch die vollständige Entfernung die einzig sinnvolle Behebung darstellt.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2017-18362 aktiv ausgenutzt?

Ja, CVE-2017-18362 wurde in Ransomware-Kampagnen gegen Managed Service Provider aktiv ausgenutzt. CISA hat die aktive Ausnutzung bestätigt und die Schwachstelle mit Ransomware-Verbindung in den KEV-Katalog aufgenommen. Das EPSS-Perzentil von 99,1 % belegt eine nahezu sichere Ausnutzungsaktivität.

Welche Produkte sind von CVE-2017-18362 betroffen?

CVE-2017-18362 betrifft die ConnectWise ManagedITSync-Integration für Kaseya VSA (Virtual System/Server Administrator). Dieses Produkt hat das End-of-Life erreicht und erhält keine Sicherheitsupdates mehr. Organisationen, die diese Integration nutzen, sind kritisch gefährdet.

Wie behebe ich CVE-2017-18362?

Das betroffene Produkt hat das End-of-Life erreicht und kann nicht gepatcht werden. CISA empfiehlt die sofortige Trennung der ConnectWise ManagedITSync-Integration. Ersetzen Sie sie durch eine unterstützte Alternative und prüfen Sie alle verwalteten Endpunkte auf Kompromittierungsanzeichen. Details finden Sie im Abschnitt Behebung.

Wie schwerwiegend ist CVE-2017-18362?

CVE-2017-18362 ist eine kritische Schwachstelle mit einem EPSS-Perzentil von 99,1 % und bestätigter Ransomware-Verbindung. Sie ermöglicht nicht authentifizierten vollen Datenbankzugriff auf Kaseya VSA, das potenziell Tausende von Client-Endpunkten verwaltet. Die Kombination aus fehlendem Authentifizierungserfordernis, End-of-Life-Status und Ransomware-Ausnutzung macht dies zu einer der gefährlichsten Schwachstellen für Managed Service Provider.

CVSS-Score

9.8
CRITICAL(9.8)

EPSS-Score

EPSS-Score86.82%
EPSS-Perzentil99.7%

Daten

Veröffentlicht5. Februar 2019
Zuletzt geändert13. August 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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