CVE-2017-12233
Cisco IOS Software Common Industrial Protocol Request Denial-of-Service Vulnerability
Beschreibung
CVE-2017-12233 ist eine Schwachstelle mit dem Schweregrad HOCH in Cisco IOS software mit einem CVSS-3.1-Basiswert von 7.5. Die Schwachstelle ist klassifiziert unter CWE-20 (Unsachgemäße Eingabevalidierung) und ermöglicht es einem Angreifer, einen Denial-of-Service-Zustand auf dem betroffenen Gerät auszulösen, indem Schwächen in der Verarbeitungslogik der Software ausgenutzt werden. Diese CVE wurde am 2022-03-03 in den CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog aufgenommen, was eine aktive Ausnutzung in der Praxis bestätigt. Die Behebungsfrist wurde auf den 2022-03-24 festgelegt. Mit einem EPSS-Score von 6.5% (91.00. Perzentile) liegt die Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung über dem Durchschnitt im Vergleich zu anderen bekannten Schwachstellen.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:N/I:N/A:HIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| cisco | ios | >= 12.4, <= 15.6 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:N/I:N/A:H
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:N/I:N/A:H
Referenzen
- http://www.securityfocus.com/bid/101038(Broken Link, Third Party Advisory, VDB Entry)
- http://www.securitytracker.com/id/1039459(Broken Link, Third Party Advisory, VDB Entry)
- https://tools.cisco.com/security/center/content/CiscoSecurityAdvisory/cisco-sa-20170927-cip(Vendor Advisory)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2017-12233(US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-20: Improper Input Validation
Unsachgemäße Eingabevalidierung ist eine Software-Schwachstelle, bei der ein Produkt Eingaben oder Daten empfängt, diese aber nicht oder nur unzureichend darauf überprüft, ob sie die erforderlichen Eigenschaften für eine sichere und korrekte Verarbeitung besitzen. Diese Schwachstelle tritt auf, wenn Anwendungen vom Benutzer bereitgestellte Daten akzeptieren, ohne zu überprüfen, ob sie erwarteten Formaten, Längen, Typen oder Wertebereichen entsprechen. Angreifer können diese Schwachstelle ausnutzen, indem sie bösartige, fehlerhafte oder unerwartete Eingaben bereitstellen, um das Programmverhalten zu ändern, unbefugten Zugriff zu erlangen, beliebigen Code auszuführen oder einen Denial-of-Service zu verursachen. Fehler bei der Eingabevalidierung sind die Grundursache vieler kritischer Schwachstellen, darunter SQL-Injection, Cross-Site-Scripting (XSS), Command-Injection, Buffer-Overflows und Path-Traversal-Angriffe. Diese Schwachstellenkategorie ist im Kontext von Cisco IOS software besonders relevant, da die Sicherheitsgrenze zwischen benutzerseitigen Eingaben und systeminterner Verarbeitung sorgfältig gewahrt werden muss, um eine Ausnutzung zu verhindern. Das Verständnis des zugrunde liegenden Schwachstellenmechanismus ist sowohl für die Risikobewertung von CVE-2017-12233 als auch für die Implementierung wirksamer Gegenmaßnahmen unerlässlich.
Im konkreten Fall von CVE-2017-12233 manifestiert sich die Schwachstelle vom Typ Unsachgemäße Eingabevalidierung in den Verarbeitungskomponenten von Cisco IOS software. Anwendungen, die Eingaben nicht ordnungsgemäß validieren, setzen sich einer Vielzahl von Angriffen aus, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit gefährden können. Angreifer können bösartige Eingaben erstellen, um Sicherheitskontrollen zu umgehen, unbefugte Befehle auszuführen, auf sensible Daten zuzugreifen oder Systeme zum Absturz zu bringen. Die Auswirkungen reichen von der Offenlegung von Informationen bis hin zur vollständigen Systemkompromittierung, was häufig zu erheblichen finanziellen Verlusten, behördlichen Strafen und Reputationsschäden führt. Da Fehler bei der Eingabevalidierung zahlreiche andere Schwachstellenklassen ermöglichen, stellen sie eine der grundlegendsten und gefährlichsten Sicherheitsschwächen in der Softwareentwicklung dar. Die Behebungsstrategie für diese Schwachstellenklasse umfasst: Implementieren Sie eine umfassende serverseitige Eingabevalidierung mit einem Allowlist-Ansatz, der akzeptable Eingabeformate, Längen, Typen und Zeichensätze strikt definiert. Verlassen Sie sich niemals ausschließlich auf clientseitige Validierung, d. Organisationen, die Cisco IOS software einsetzen, sollten die Behebung dieser Schwachstelle priorisieren, da die zugehörige Schwachstellenklasse eine gut dokumentierte und häufig angegriffene Angriffsfläche darstellt.
Mehr erfahren: CWE-20 — Improper Input Validation
Auswirkungsanalyse
CVE-2017-12233 weist einen CVSS-3.1-Basiswert von 7.5 (HOCH) auf, was das erhebliche Schadenspotenzial über mehrere Auswirkungsdimensionen hinweg widerspiegelt.
Vertraulichkeit (NONE): Die Schwachstelle hat keine direkte Auswirkung auf die Vertraulichkeit der Daten auf dem betroffenen System. In mehrstufigen Angriffsszenarien kann diese Schwachstelle jedoch mit anderen Exploits kombiniert werden, um letztendlich auf sensible Informationen zuzugreifen.
Integrität (NONE): Es gibt keine direkte Integritätsauswirkung durch diese Schwachstelle. Der Angreifer kann über diesen Exploit-Vektor allein keine Daten oder Systemkonfigurationen modifizieren.
Verfügbarkeit (HIGH): Die Schwachstelle kann genutzt werden, um die Verfügbarkeit des betroffenen Dienstes oder Gerätes vollständig zu unterbrechen. Ein Angreifer kann einen Systemabsturz erzwingen, einen Neustart auslösen oder das Gerät funktionsunfähig machen, was zu erheblichen Betriebsstörungen führt. Bei kritischen Infrastrukturkomponenten wie Netzwerkgeräten oder Sicherheits-Appliances können selbst kurze Verfügbarkeitsausfälle kaskadierende Auswirkungen in der gesamten Organisation haben.
Scope (Unchanged): Der Scope ist Unchanged, was bedeutet, dass die Auswirkungen der Schwachstelle auf die betroffene Komponente selbst beschränkt sind. Obwohl die Konsequenzen innerhalb dieser Komponente schwerwiegend sein können, erstreckt sich die Ausnutzung nicht direkt auf andere Systeme oder Sicherheitsdomänen.
Der EPSS-Score von 6.5% (91.00. Perzentile) zeigt eine messbare Ausnutzungswahrscheinlichkeit. Obwohl nicht im höchsten Bereich, bestätigt die KEV-Listung, dass aktive Ausnutzung beobachtet wurde.
Exploit-Reifegrad
CVE-2017-12233 weist eine bestätigte aktive Ausnutzung in der Praxis auf, wie die Aufnahme in den CISA Known Exploited Vulnerabilities Katalog belegt.
Aktive Ausnutzung: Diese Schwachstelle wurde am 2022-03-03 in den CISA KEV-Katalog aufgenommen, was bestätigt, dass Bedrohungsakteure sie in realen Angriffen gegen Organisationen aktiv ausgenutzt haben. Die KEV-Listung stellt einen hochkonfidenten Indikator für Ausnutzung dar, da CISA Nachweise aktiver Ausnutzung verlangt, bevor eine Schwachstelle in diesen Katalog aufgenommen werden kann. Bundesbehörden waren verpflichtet, diese Schwachstelle bis zum Stichtag 2022-03-24 zu beheben.
Ransomware-Bezug: Laut CISA KEV-Katalog wurde diese Schwachstelle bisher nicht spezifisch mit bekannten Ransomware-Kampagnen in Verbindung gebracht. Die bestätigte aktive Ausnutzung bedeutet jedoch, dass Bedrohungsakteure diese Schwachstelle für andere Ziele nutzen, wie etwa Spionage, Datendiebstahl oder die Einrichtung persistenter Zugänge in Zielnetzwerken.
Öffentliche Exploits: Obwohl spezifischer öffentlicher Exploit-Code möglicherweise nicht in Standarddatenbanken weit verbreitet katalogisiert ist, bestätigt die KEV-Listung, dass eine Ausnutzung in der Praxis stattfindet. Bedrohungsakteure verwenden möglicherweise privat entwickelte Exploit-Tools oder nutzen die Schwachstelle über kommerzielle Exploit-Frameworks.
EPSS-Score: Der EPSS-Score von 6.5% (91.00. Perzentile) spiegelt eine messbare Ausnutzungswahrscheinlichkeit wider. Obwohl nicht im höchsten Bereich, bestätigt die KEV-Listung, dass reale Ausnutzung beobachtet wurde.
KEV-Behebungsfrist: 2022-03-24. Bundesbehörden unter BOD 22-01 waren verpflichtet, bis zu diesem Datum zu beheben, und alle Organisationen werden dringend ermutigt, diesen Stichtag als Maßstab für ihre eigenen Patch-Management-Zeitpläne zu verwenden.
Behebung
- Vom Hersteller bereitgestelltes Sicherheitsupdate umgehend anwenden. Befolgen Sie die Anweisungen im offiziellen Sicherheitshinweis: Herstellerhinweis. Dies ist die im CISA KEV-Katalog spezifizierte primäre Abhilfemaßnahme: "Apply updates per vendor instructions." Stellen Sie sicher, dass alle betroffenen Versionen so schnell wie möglich auf eine gepatchte Version aktualisiert werden.
- Sicherstellen, dass alle betroffenen Produktversionen adressiert werden. Folgende Produkte und Versionen sind als verwundbar bekannt: cisco ios (>= 12.4, <= 15.6). Führen Sie eine Inventarisierung Ihrer Umgebung durch, um alle Instanzen dieser Produkte zu identifizieren und sicherzustellen, dass jede das entsprechende Update erhält.
- Netzwerkzugang zum betroffenen Dienst einschränken. Während Patches bereitgestellt werden, verwenden Sie Firewall-Regeln und Zugriffssteuerungslisten, um die Netzwerkexposition des verwundbaren Dienstes zu begrenzen. Stellen Sie sicher, dass nur autorisierte Hosts und Netzwerke die betroffenen Ports und Protokolle erreichen können.
- Intrusion-Detection-Signaturen für bekannte Ausnutzungsmuster bereitstellen. Aktualisieren Sie IDS/IPS-Regelsätze, um Erkennungen für Ausnutzungsversuche gegen diese Schwachstelle einzuschließen. Überwachen Sie den Netzwerkverkehr auf verdächtige Muster, die mit dem Angriffsvektor übereinstimmen.
- Betroffene Systeme auf Anzeichen früherer Kompromittierung überwachen. Vor oder während des Patchens überprüfen Sie System- und Sicherheitsprotokolle auf Indikatoren einer Ausnutzung. Angesichts der bestätigten KEV-Listung besteht eine realistische Möglichkeit, dass ungepatchte Systeme bereits angegriffen wurden. Führen Sie eine forensische Analyse durch, wenn Anomalien erkannt werden.
- Laufende Patch-Management-Praktiken für dieses Produkt etablieren. Stellen Sie sicher, dass Sicherheitshinweise von Cisco kontinuierlich überwacht werden. Abonnieren Sie die Benachrichtigungskanäle des Herstellers und integrieren Sie Patch-Tests und -Bereitstellung in den Schwachstellenmanagement-Lebenszyklus Ihrer Organisation, um zukünftige Expositionsfenster zu vermeiden.
Technische Details
CVE-2017-12233 ist eine Schwachstelle mit dem Schweregrad HOCH in Cisco IOS software, die einen Denial-of-Service-Zustand verursachen kann durch Ausnutzung von Unsachgemäße Eingabevalidierung. Die Schwachstelle liegt in der Art und Weise, wie Cisco IOS software bestimmte netzwerkseitige Operationen verarbeitet, wobei unzureichende Validierung oder fehlerhafte Verarbeitung von eingehenden Anfragen oder Daten es einem Angreifer ermöglicht, die verwundbare Bedingung auszulösen.
Der Angriffsvektor ist Netzwerk (AV:N), was bedeutet, dass die Ausnutzung über das Netzwerk ohne physischen Zugang möglich ist. Die Angriffskomplexität ist niedrig (AC:L), was darauf hinweist, dass eine zuverlässige Ausnutzung keine spezialisierten Bedingungen oder Vorbereitungen über den Zugang zum Angriffsvektor hinaus erfordert. Die Schwachstelle erfordert keine besonderen Privilegien (PR:N) und keine Benutzerinteraktion (UI:N).
Der Scope ist Unchanged (S:U), was darauf hinweist, dass die Auswirkungen auf den eigenen Sicherheitsbereich der verwundbaren Komponente beschränkt sind. Die kombinierten Auswirkungsbewertungen von NONE/NONE/HIGH für Vertraulichkeit/Integrität/Verfügbarkeit spiegeln die Schwere dieser Sicherheitslücke wider. Die Grundursache — Unsachgemäße Eingabevalidierung — ist eine gut dokumentierte Schwachstellenklasse mit etablierten Ausnutzungstechniken, die diese Schwachstelle zu einem zuverlässigen Ziel für Angreifer macht. Betroffene Produkte umfassen: cisco ios (Versionen: >= 12.4, <= 15.6).
Häufig gestellte Fragen
Wird CVE-2017-12233 aktiv ausgenutzt?
Ja, CVE-2017-12233 wird nachweislich aktiv in der Praxis ausgenutzt. Die Schwachstelle wurde am 2022-03-03 in den CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog aufgenommen, was einen Nachweis aktiver Ausnutzung erfordert, bevor eine Schwachstelle gelistet werden kann. Obwohl zum jetzigen Zeitpunkt keine spezifische Verbindung zu Ransomware-Kampagnen besteht, bedeutet die bestätigte Ausnutzung, dass Bedrohungsakteure sie für verschiedene bösartige Ziele nutzen. Der EPSS-Score von 6.5% (91.00. Perzentile) unterstreicht die hohe Wahrscheinlichkeit fortlaufender Ausnutzungsaktivität. Organisationen sollten dies als dringendes Sicherheitsproblem behandeln, das sofortige Aufmerksamkeit erfordert.
Welche Produkte sind von CVE-2017-12233 betroffen?
CVE-2017-12233 betrifft Cisco IOS software. Im Einzelnen wurden folgende Produktversionen als verwundbar identifiziert: cisco ios (Versionen: >= 12.4, <= 15.6). Organisationen sollten eine gründliche Inventarisierung ihrer Umgebungen durchführen, um alle Installationen der betroffenen Software zu identifizieren. Sowohl Produktionssysteme als auch Entwicklungs- oder Staging-Umgebungen sollten in diese Bewertung einbezogen werden, da jede ungepatchte Instanz einen potenziellen Einstiegspunkt für Angreifer darstellt.
Wie behebe ich CVE-2017-12233?
Wenden Sie das von Cisco bereitgestellte Sicherheitsupdate gemäß dem offiziellen Hinweis an. Der Herstellerhinweis ist verfügbar unter: https://tools.cisco.com/security/center/content/CiscoSecurityAdvisory/cisco-sa-20170927-cip. Stellen Sie sicher, dass alle Instanzen des betroffenen Produkts in Ihrer Umgebung auf eine gepatchte Version aktualisiert werden. Während der Patch-Bereitstellung implementieren Sie kompensierende Kontrollen wie Netzwerkzugangsbeschränkungen und erweiterte Überwachung, um das Ausnutzungsrisiko zu reduzieren. Überprüfen Sie nach der Behebung, ob der Patch erfolgreich angewendet wurde, und prüfen Sie Systemprotokolle auf Indikatoren einer früheren Kompromittierung, da ungepatchte Systeme möglicherweise bereits vor der Behebung angegriffen wurden.
Wie schwerwiegend ist CVE-2017-12233?
CVE-2017-12233 ist mit dem Schweregrad HOCH und einem CVSS-3.1-Basiswert von 7.5 eingestuft. Die Schwachstelle kann über das Netzwerk aus der Ferne ausgenutzt werden, weist eine niedrige Angriffskomplexität auf und erfordert keine Benutzerinteraktion. Die Auswirkungen auf Verfügbarkeit sind besonders signifikant. Die Aufnahme in den CISA KEV-Katalog mit einer Behebungsfrist bis zum 2022-03-24 bestätigt den realen Schweregrad. Der EPSS-Score von 6.5% platziert die Schwachstelle in der 91.00. Perzentile hinsichtlich der Ausnutzungswahrscheinlichkeit.
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