CVE-2017-0222
Microsoft Internet Explorer Remote Code Execution Vulnerability
Beschreibung
CVE-2017-0222 ist eine schwerwiegende Out-of-bounds Write-Schwachstelle in Microsoft Internet Explorer mit einem CVSS-3.1-Score von 8.8. Die Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, über das Netzwerk ohne vorherige Authentifizierung unter Mitwirkung des Benutzers beliebigen Code auszuführen oder das System zu kompromittieren. Betroffene Produkte umfassen Microsoft Internet Explorer (9; 11). Diese CVE ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet mit einer Behebungsfrist bis zum 2022-08-25. Der EPSS-Score von 0.61982 (98,32. Perzentile) belegt eine hohe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit und erfordert eine priorisierte Behebung.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| microsoft | internet explorer | 9; 11 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H
Referenzen
- http://www.securityfocus.com/bid/98127(Broken Link, Third Party Advisory, VDB Entry)
- http://www.securitytracker.com/id/1038423(Broken Link, Third Party Advisory, VDB Entry)
- https://portal.msrc.microsoft.com/en-US/security-guidance/advisory/CVE-2017-0222(Patch, Vendor Advisory)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2017-0222(US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-787: Out-of-bounds Write
CVE-2017-0222 wird unter CWE-787 klassifiziert — Out-of-bounds Write. Out-of-bounds Write ist eine Schwachstelle, die auftritt, wenn Software Daten an einen Speicherort außerhalb der beabsichtigten Grenzen eines Puffers schreibt. Dies kann durch Buffer Overflows, inkorrekte Array-Indizierung, Zeigerarithmetik-Fehler oder Integer Overflows auftreten, die Größenberechnungen beeinflussen. Out-of-bounds Writes sind extrem gefährlich, da sie angrenzende Daten korrumpieren, Kontrollflussinformationen (Rücksprungadressen, Funktionszeiger) überschreiben, Sicherheitsflags ändern oder Heap-Metadaten korrumpieren können. Diese Schwachstelle rangiert konsistent als eine der gefährlichsten Software-Schwächen aufgrund ihres direkten Pfads zu beliebiger Code-Ausführung.
Im Kontext von Microsoft Internet Explorer ist diese Schwachstellenklasse besonders besorgniserregend, da Out-of-bounds Writes gehören zu den ausnutzbarsten und gefährlichsten Schwachstellenklassen. Sie ermöglichen direkte Speicherkorruption, die Angreifer für Code-Ausführung durch Rücksprungadressen-Überschreibung, vtable-Korruption oder Heap-Exploitation-Techniken nutzen. Die Schwachstelle betrifft kritische Software einschließlich Betriebssysteme, Browser, Netzwerkdienste und eingebettete Systeme. Organisationen, die betroffene Versionen einsetzen, sollten verstehen, dass diese Schwachstellenklasse historisch schwere Kompromittierungen in Unternehmensumgebungen ermöglicht hat.
Auswirkungsanalyse
Vertraulichkeit (HIGH): Erfolgreiche Ausnutzung gewährt dem Angreifer umfassenden Zugriff auf sensible Daten, die von Microsoft Internet Explorer verarbeitet werden, einschließlich Konfigurationsdateien, Zugangsdaten und potenziell Daten verbundener Systeme.
Integrität (HIGH): Angreifer können kritische Systemdateien modifizieren, Backdoors installieren, Konfigurationen ändern oder Malware auf betroffenen Systemen mit Microsoft Internet Explorer einschleusen.
Verfügbarkeit (HIGH): Eine vollständige Unterbrechung des betroffenen Dienstes oder Systems ist möglich, einschließlich Denial-of-Service, Systemabstürze oder das Unbrauchbarmachen des Produkts.
Scope: Der Scope ist Unchanged (U), was bedeutet, dass die Auswirkungen auf die verwundbare Komponente selbst beschränkt sind. Der Einfluss ist zwar signifikant, bleibt aber auf die Microsoft Internet Explorer-Umgebung begrenzt.
Mit einem EPSS-Score von 0.61982 (98,32. Perzentile) gehört diese Schwachstelle zu den am häufigsten in der Praxis ausgenutzten und erfordert dringende Maßnahmen.
Exploit-Reifegrad
Exploit-Status: CVE-2017-0222 wird aktiv in der Praxis ausgenutzt und ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet. Der EPSS-Score von 0.61982 (98,32. Perzentile) bestätigt eine extrem hohe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit.
Ransomware-Bezug: Nach aktuellem KEV-Stand wurde kein direkter Ransomware-Zusammenhang für CVE-2017-0222 bestätigt. Die bestätigte Ausnutzung in der Praxis bedeutet jedoch, dass Bedrohungsakteure diese Schwachstelle aktiv in Angriffen einsetzen.
Angriffsfläche: Auch wenn spezifischer öffentlicher Exploit-Code möglicherweise nicht frei verfügbar ist, bestätigen der hohe EPSS-Score und die KEV-Listung, dass Bedrohungsakteure funktionierende Exploits entwickelt und eingesetzt haben. Organisationen sollten davon ausgehen, dass Exploit-Tools in Underground-Märkten und privaten Toolkits existieren.
KEV-Frist: Die CISA-Behebungsfrist war der 2022-08-25. Alle Organisationen sollten diese Frist als dringende Empfehlung für ihre eigenen Behebungszeiträume betrachten.
Behebung
- Hersteller-Patches umgehend anwenden. Wenden Sie Updates gemäß den Anweisungen des Herstellers an. Konsultieren Sie den Herstellerhinweis unter portal.msrc.microsoft.com für spezifische Patch-Informationen.
- Betroffene Produktversionen identifizieren. Erfassen Sie alle Instanzen von Microsoft Internet Explorer in Ihrer Infrastruktur (betroffene Versionen: Microsoft Internet Explorer (9; 11)). Nutzen Sie Asset-Inventarisierung und Schwachstellen-Scanner, um keine Instanz zu übersehen.
- Interim-Maßnahmen bei verzögertem Patching umsetzen. Falls sofortiges Patching nicht möglich ist, implementieren Sie Netzwerkebene-Kontrollen wie Zugangsbeschränkungen zur betroffenen Komponente, erweitertes Logging und Monitoring auf Kompromittierungsindikatoren.
- Auf Anzeichen vorheriger Kompromittierung prüfen. Angesichts der bestätigten aktiven Ausnutzung überprüfen Sie Systemprotokolle und Sicherheits-Monitoring-Daten auf Hinweise einer Kompromittierung. Führen Sie bei verdächtigen Aktivitäten eine gründliche Untersuchung durch.
- Erkennungssignaturen aktualisieren. Stellen Sie sicher, dass IDS/IPS-Systeme, Endpoint-Detection-Tools und SIEM-Regeln aktualisiert sind, um Ausnutzungsversuche gegen CVE-2017-0222 zu erkennen.
- Post-Remediation-Review durchführen. Verifizieren Sie nach dem Patching die Wirksamkeit der Behebung und dokumentieren Sie die durchgeführten Maßnahmen. Bewerten Sie, ob zusätzliche Härtungsmaßnahmen erforderlich sind.
Technische Details
Angriffsvektor: NETWORK
Angriffskomplexität: Niedrig
Erforderliche Rechte: Keine
Benutzerinteraktion: Erforderlich
Technischer Ablauf: Die Schwachstelle in Microsoft Internet Explorer kann über das Netzwerk ohne physischen Zugang ausgenutzt werden. Die Angriffskomplexität ist niedrig — es sind keine spezialisierten Bedingungen über die Angriffsvoraussetzungen hinaus erforderlich. Es sind keine vorherigen Authentifizierungen oder Berechtigungen erforderlich. Eine Benutzerinteraktion ist erforderlich — das Opfer muss eine Aktion wie das Öffnen einer Datei, das Anklicken eines Links oder den Besuch einer Website durchführen.
Schwachstellenmechanismus: Out-of-bounds Write ist eine Schwachstelle, die auftritt, wenn Software Daten an einen Speicherort außerhalb der beabsichtigten Grenzen eines Puffers schreibt. Dies kann durch Buffer Overflows, inkorrekte Array-Indizierung, Zeigerarithmetik-Fehler oder Integer Overflows auftreten, die Größenberechnungen beeinflussen. Out-of-bounds Writes sind extrem gefährlich, da sie angrenzende Daten korrumpieren, Kontrollflussinformationen (Rücksprungadressen, Funktionszeiger) überschreiben, Sicherheitsflags ändern oder Heap-Metadaten korrumpieren können.
Betroffene Produkte: Microsoft Internet Explorer (9; 11)
CVSS-3.1-Bewertung: Der Score von 8.8 (HOCH) reflektiert die Kombination aus netzwerkbasiertem Angriffsvektor, niedriger Komplexität und auf die Komponente begrenztem Scope.
Häufig gestellte Fragen
Wird CVE-2017-0222 aktiv ausgenutzt?
Ja, CVE-2017-0222 wird aktiv ausgenutzt. Die Schwachstelle ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet und weist einen EPSS-Score von 0.61982 (98,32. Perzentile) auf, der eine extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit bestätigt.
Welche Produkte sind von CVE-2017-0222 betroffen?
Von CVE-2017-0222 sind folgende Produkte betroffen: Microsoft Internet Explorer (9; 11). Organisationen sollten ihre Infrastruktur auf diese Versionen prüfen und die Behebung priorisieren. Aktuelle Informationen zu betroffenen Versionen und Patches sind in den offiziellen Herstellerhinweisen verfügbar.
Wie behebe ich CVE-2017-0222?
Wenden Sie Updates gemäß den Anweisungen des Herstellers an. Identifizieren Sie alle betroffenen Instanzen von Microsoft Internet Explorer in Ihrer Umgebung mittels Schwachstellen-Scanning und Asset-Management. Falls sofortiges Patching nicht möglich ist, implementieren Sie Netzwerk-Mitigierungen und erweitertes Monitoring. Prüfen Sie nach dem Patching auf Anzeichen einer vorherigen Kompromittierung.
Wie schwerwiegend ist CVE-2017-0222?
CVE-2017-0222 ist mit einem CVSS-Score von 8.8 als HOCH eingestuft. Der EPSS-Score von 0.61982 (98,32. Perzentile) belegt eine der höchsten realen Ausnutzungswahrscheinlichkeiten. Die CISA-Behebungsfrist war der 2022-08-25.
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