CVE-2017-0210

HIGH(8.8)KEVErhöhtes Risiko

Microsoft Internet Explorer Privilege Escalation Vulnerability

Beschreibung

CVE-2017-0210 ist eine Schwachstelle zur Rechteausweitung in Microsoft Internet Explorer, die durch eine fehlerhafte Durchsetzung von Cross-Domain-Richtlinien verursacht wird. Die Schwachstelle ermöglicht es einem Angreifer, auf Informationen einer Domain zuzugreifen, während er eine Seite in einer anderen Domain betrachtet, und umgeht damit die Same-Origin-Policy als grundlegenden Sicherheitsmechanismus des Browsers. Durch das Anlocken eines Benutzers auf eine präparierte Website kann ein Angreifer sensible Daten stehlen oder Aktionen im Kontext authentifizierter Sitzungen des Opfers ausführen. CISA hat CVE-2017-0210 in den KEV-Katalog aufgenommen, und das EPSS-Perzentil von 97,1 % weist auf eine sehr hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit hin.

KEV-Informationen

Hersteller
Microsoft
Produkt
Internet Explorer
Hinzugefügt am
24. Mai 2022
Fälligkeitsdatum
14. Juni 2022
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
REQUIRED
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
2.8
Auswirkungsscore
5.9

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
microsoftinternet explorer10; 11

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
8.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
8.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-284: Unsachgemäße Zugriffskontrolle

CWE-284 beschreibt eine Schwachstelle, bei der ein Produkt den Zugriff auf eine Ressource durch nicht autorisierte Akteure nicht oder fehlerhaft einschränkt. Bei CVE-2017-0210 setzt Internet Explorer Cross-Domain-Richtlinien nicht ordnungsgemäß durch, wodurch Skripte von einer Web-Domain auf Inhalte und Daten einer anderen Domain zugreifen können. Dies verletzt die Same-Origin-Policy und ermöglicht den nicht autorisierten domainübergreifenden Informationszugriff.

Weitere Informationen: CWE-284 — Improper Access Control

Auswirkungsanalyse

CVE-2017-0210 ermöglicht den domainübergreifenden Informationsdiebstahl über Internet Explorer durch Ausnutzung eines Fehlers in der Same-Origin-Policy-Durchsetzung. Die Schwachstelle ist über das Netzwerk ausnutzbar, wenn ein Benutzer eine präparierte Webseite besucht, und erfordert Benutzerinteraktion, jedoch keine Authentifizierung seitens des Angreifers. Die primäre Auswirkung betrifft die Vertraulichkeit, da ein Angreifer Daten von anderen Domains lesen kann, bei denen der Benutzer aktuell authentifiziert ist, einschließlich Session-Tokens, persönlicher Informationen und Formulardaten. Dies kann zu einer Integritätsauswirkung eskaliert werden, wenn der Angreifer die gestohlenen Sitzungsinformationen nutzt, um Aktionen im Namen des Opfers auszuführen. Das EPSS-Perzentil von 97,1 % spiegelt eine sehr hohe Ausnutzungsaktivität wider. CISA hat die aktive Ausnutzung bestätigt und CVE-2017-0210 in den KEV-Katalog aufgenommen.

Exploit-Reifegrad

CISA hat die aktive Ausnutzung von CVE-2017-0210 bestätigt und die Schwachstelle mit einer Behebungsfrist bis zum 14. Juni 2022 in den KEV-Katalog aufgenommen. Das EPSS-Perzentil von 97,1 % deutet auf eine sehr hohe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit hin. Cross-Domain-Policy-Bypass-Schwachstellen in Internet Explorer sind für Angreifer besonders wertvoll, da sie den geräuschlosen Diebstahl von Anmeldedaten und Session-Tokens aus authentifizierten Webanwendungen ermöglichen. Solche Schwachstellen werden sowohl in gezielten Angriffen als auch in breiteren Exploit-Kit-Kampagnen eingesetzt, um Authentifizierungsdaten von Opfern zu extrahieren.

Behebung

  1. Wenden Sie die Microsoft-Sicherheitsupdates gemäß den Herstelleranweisungen an. Dies ist die erforderliche Behebungsmaßnahme gemäß dem CISA-KEV-Katalogeintrag für CVE-2017-0210.
  2. Migrieren Sie von Internet Explorer zu einem modernen Browser wie Microsoft Edge, Google Chrome oder Mozilla Firefox, da Internet Explorer das End-of-Life erreicht hat und keine Sicherheitsupdates mehr erhält.
  3. Falls Internet Explorer vorübergehend weiter verwendet werden muss, beschränken Sie ihn über Gruppenrichtlinien und Internet-Explorer-Sicherheitszonen auf vertrauenswürdige interne Websites.
  4. Implementieren Sie Content-Security-Policy-Header (CSP) auf Webanwendungen als zusätzliche Defense-in-Depth-Maßnahme gegen domainübergreifenden Datendiebstahl.
  5. Überwachen Sie Authentifizierungsprotokolle auf verdächtige Aktivitäten, die auf Session-Hijacking hindeuten könnten, insbesondere bei Benutzern, die noch Internet Explorer verwenden.

Technische Details

CVE-2017-0210 nutzt einen Fehler in der Durchsetzung der Same-Origin-Policy durch Internet Explorer aus, dem Browser-Sicherheitsmechanismus, der verhindert, dass Skripte eines Ursprungs auf Daten eines anderen Ursprungs zugreifen. Die Schwachstelle fällt unter CWE-284 (Unsachgemäße Zugriffskontrolle), wobei der Browser die Domain-Kontextvalidierung bei bestimmten domainübergreifenden Operationen fehlerhaft durchführt. Wenn ein Opfer eine präparierte Seite besucht, können vom Angreifer kontrollierte Skripte die Cross-Domain-Grenze umgehen und auf Inhalte anderer Domains zugreifen, bei denen der Benutzer aktive Sitzungen hat. Der Angriffsvektor ist netzwerkbasiert und erfordert den Besuch einer bösartigen Seite durch das Opfer, wobei die Angriffskomplexität gering ist. Diese Rechteausweitung findet im Browser-Kontext statt, nicht auf Betriebssystemebene, aber die Auswirkung ist schwerwiegend, da sie den Diebstahl authentifizierter Sitzungsdaten über alle angemeldeten Domains ermöglicht.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2017-0210 aktiv ausgenutzt?

Ja, CVE-2017-0210 wurde aktiv ausgenutzt. CISA hat die aktive Ausnutzung bestätigt und die Schwachstelle in den KEV-Katalog aufgenommen. Das EPSS-Perzentil von 97,1 % belegt eine sehr hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit, angetrieben durch den Wert von Cross-Domain-Policy-Bypass-Schwachstellen für Session-Diebstahl und Credential-Harvesting.

Welche Produkte sind von CVE-2017-0210 betroffen?

CVE-2017-0210 betrifft Microsoft Internet Explorer. Mehrere Versionen von Internet Explorer auf verschiedenen Windows-Plattformen sind betroffen. Internet Explorer hat das End-of-Life erreicht und sollte durch einen modernen Browser ersetzt werden.

Wie behebe ich CVE-2017-0210?

Wenden Sie das Microsoft-Sicherheitsupdate für CVE-2017-0210 an und migrieren Sie von Internet Explorer zu einem modernen Browser. Falls eine vorübergehende Nutzung erforderlich ist, beschränken Sie Internet Explorer über Gruppenrichtlinien auf vertrauenswürdige Websites. Details finden Sie im Abschnitt Behebung.

Wie schwerwiegend ist CVE-2017-0210?

CVE-2017-0210 ist eine Schwachstelle zur Rechteausweitung, die die Same-Origin-Policy des Browsers umgeht und domainübergreifenden Datendiebstahl ermöglicht. Das EPSS-Perzentil von 97,1 % deutet auf eine sehr hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit hin. Obwohl Benutzerinteraktion erforderlich ist, macht die Möglichkeit des Diebstahls authentifizierter Sitzungsdaten von anderen Domains diese Schwachstelle zu einer erheblichen Bedrohung.

CVSS-Score

8.8
HIGH(8.8)

EPSS-Score

EPSS-Score19.52%
EPSS-Perzentil97.2%

Daten

Veröffentlicht12. April 2017
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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