CVE-2016-1019

CRITICAL(9.8)KEVRansomwareErhöhtes Risiko

Adobe Flash Player Arbitrary Code Execution Vulnerability

Beschreibung

CVE-2016-1019 ist eine Schwachstelle mit dem Schweregrad KRITISCH in Adobe Flash Player mit einem CVSS-3.1-Basiswert von 9.8. Die Schwachstelle ermöglicht es einem Angreifer, beliebigen Code auf dem betroffenen System auszuführen, indem Schwächen in der Verarbeitungslogik der Software ausgenutzt werden. Diese CVE wurde am 2022-03-03 in den CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog aufgenommen, was eine aktive Ausnutzung in der Praxis bestätigt. Die Behebungsfrist wurde auf den 2022-03-24 festgelegt. Mit einem EPSS-Score von 71.4% (98.71. Perzentile) liegt die Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung deutlich über dem Durchschnitt im Vergleich zu anderen bekannten Schwachstellen. Diese Schwachstelle wurde nachweislich in Ransomware-Kampagnen eingesetzt, was ihre Attraktivität für finanziell motivierte Bedrohungsakteure unterstreicht.

KEV-Informationen

Hersteller
Adobe
Produkt
Flash Player
Hinzugefügt am
3. März 2022
Fälligkeitsdatum
24. März 2022
Erforderliche Maßnahme
The impacted product is end-of-life and should be disconnected if still in use.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
3.9
Auswirkungsscore
5.9

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
adobeflash player desktop runtime<= 21.0.0.197
adobeflash player<= 18.0.0.333; <= 21.0.0.197; <= 11.2.202.577
adobeair desktop runtime<= 21.0.0.176
adobeair sdk<= 21.0.0.176
adobeair sdk \& compiler<= 21.0.0.176

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
9.8
CRITICAL

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
7.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-noinfo: Nicht spezifiziert

Die als CVE-2016-1019 identifizierte Schwachstelle betrifft Adobe Flash Player, wobei die Software bestimmte Operationen nicht ordnungsgemäß verarbeitet, was zu einer ausnutzbaren Sicherheitslücke führt. Obwohl für die spezifische CWE-Klassifikation möglicherweise kein detaillierter Kontext verfügbar ist, deutet die Art der Schwachstelle — die beliebige Codeausführung ermöglicht — auf einen grundlegenden Fehler in der Verarbeitung oder Validierung bestimmter Eingaben oder Operationen hin. Diese Art von Schwachstelle tritt häufig in komplexen Softwareprodukten auf, bei denen die Interaktion zwischen Komponenten Möglichkeiten zur Ausnutzung schafft.

Im Kontext von Adobe Flash Player ist diese Schwachstelle besonders besorgniserregend, da sie über das Netzwerk aus der Ferne ausgenutzt werden kann, ohne physischen Zugang zum Zielsystem zu benötigen. Die Einstufung mit dem Schweregrad KRITISCH und die Aufnahme in den CISA KEV-Katalog verdeutlichen die reale Gefahr, die von dieser Schwachstelle ausgeht. Organisationen sollten diese Schwachstelle mit hoher Dringlichkeit behandeln, vom Hersteller bereitgestellte Patches anwenden und Defense-in-Depth-Maßnahmen implementieren, um das Ausnutzungsrisiko zu minimieren.

Mehr erfahren: CWE-noinfo

Auswirkungsanalyse

CVE-2016-1019 weist einen CVSS-3.1-Basiswert von 9.8 (KRITISCH) auf, was das erhebliche Schadenspotenzial über mehrere Auswirkungsdimensionen hinweg widerspiegelt.

Vertraulichkeit (HIGH): Ein Angreifer, der diese Schwachstelle erfolgreich ausnutzt, erhält die Möglichkeit, auf sensible Daten zuzugreifen, die auf dem betroffenen System gespeichert oder verarbeitet werden. Dies umfasst Konfigurationsdateien, Anmeldedaten, kryptografische Schlüssel und potenziell geschützte oder regulierte Daten. In Umgebungen, in denen das kompromittierte System personenbezogene Daten oder Finanzdaten verarbeitet, könnte der Vertraulichkeitsbruch Verstöße gegen regulatorische Compliance-Anforderungen und erhebliche Reputationsschäden nach sich ziehen.

Integrität (HIGH): Eine erfolgreiche Ausnutzung ermöglicht es dem Angreifer, Daten zu modifizieren, Hintertüren zu installieren, Systemkonfigurationen zu ändern oder bösartigen Code einzuschleusen. Dieses Maß an Integritätskompromittierung bedeutet, dass der Angreifer das System für seine Zwecke manipulieren kann, sei es für den Einsatz von Ransomware, die Einrichtung persistenter Zugänge oder das Pivoting zu anderen Systemen innerhalb des Netzwerks. Die Vertrauenswürdigkeit des betroffenen Systems ist vollständig untergraben, sobald die Integrität auf diesem Niveau kompromittiert ist.

Verfügbarkeit (HIGH): Die Schwachstelle kann genutzt werden, um die Verfügbarkeit des betroffenen Dienstes oder Gerätes vollständig zu unterbrechen. Ein Angreifer kann einen Systemabsturz erzwingen, einen Neustart auslösen oder das Gerät funktionsunfähig machen, was zu erheblichen Betriebsstörungen führt. Bei kritischen Infrastrukturkomponenten wie Netzwerkgeräten oder Sicherheits-Appliances können selbst kurze Verfügbarkeitsausfälle kaskadierende Auswirkungen in der gesamten Organisation haben.

Scope (Unchanged): Der Scope ist Unchanged, was bedeutet, dass die Auswirkungen der Schwachstelle auf die betroffene Komponente selbst beschränkt sind. Obwohl die Konsequenzen innerhalb dieser Komponente schwerwiegend sein können, erstreckt sich die Ausnutzung nicht direkt auf andere Systeme oder Sicherheitsdomänen.

Der EPSS-Score von 71.4% (98.71. Perzentile) platziert diese Schwachstelle deutlich über dem Durchschnitt hinsichtlich der Ausnutzungswahrscheinlichkeit und zeigt ein erhebliches Interesse realer Bedrohungsakteure.

Exploit-Reifegrad

CVE-2016-1019 weist eine bestätigte aktive Ausnutzung in der Praxis auf, wie die Aufnahme in den CISA Known Exploited Vulnerabilities Katalog belegt.

Aktive Ausnutzung: Diese Schwachstelle wurde am 2022-03-03 in den CISA KEV-Katalog aufgenommen, was bestätigt, dass Bedrohungsakteure sie in realen Angriffen gegen Organisationen aktiv ausgenutzt haben. Die KEV-Listung stellt einen hochkonfidenten Indikator für Ausnutzung dar, da CISA Nachweise aktiver Ausnutzung verlangt, bevor eine Schwachstelle in diesen Katalog aufgenommen werden kann. Bundesbehörden waren verpflichtet, diese Schwachstelle bis zum Stichtag 2022-03-24 zu beheben.

Ransomware-Bezug: Der CISA KEV-Katalog bestätigt, dass diese Schwachstelle in Ransomware-Kampagnen eingesetzt wurde. Ransomware-Operatoren zielen häufig auf bekannte ausgenutzte Schwachstellen als Teil ihrer Erstzugangssstrategie ab, wodurch diese CVE ein hochpriorisiertes Behebungsziel für Organisationen darstellt, die ihre Ransomware-Exposition reduzieren möchten. Die Verbindung mit Ransomware deutet darauf hin, dass ausgereiftes Exploit-Tooling verfügbar ist und von Bedrohungsakteuren unterschiedlicher Sophistikationsstufen genutzt wird.

Öffentliche Exploits: Obwohl spezifischer öffentlicher Exploit-Code möglicherweise nicht in Standarddatenbanken weit verbreitet katalogisiert ist, bestätigt die KEV-Listung, dass eine Ausnutzung in der Praxis stattfindet. Bedrohungsakteure verwenden möglicherweise privat entwickelte Exploit-Tools oder nutzen die Schwachstelle über kommerzielle Exploit-Frameworks.

EPSS-Score: Der EPSS-Score von 71.4% (98.71. Perzentile) deutet auf eine hohe Wahrscheinlichkeit fortgesetzter Ausnutzung hin und spiegelt erhebliches Angreiferinteresse sowie verfügbares Tooling wider.

KEV-Behebungsfrist: 2022-03-24. Bundesbehörden unter BOD 22-01 waren verpflichtet, bis zu diesem Datum zu beheben, und alle Organisationen werden dringend ermutigt, diesen Stichtag als Maßstab für ihre eigenen Patch-Management-Zeitpläne zu verwenden.

Behebung

  1. Betroffenes Produkt außer Betrieb nehmen. Die primäre Abhilfemaßnahme laut CISA KEV-Katalog lautet: "The impacted product is end-of-life and should be disconnected if still in use." Da das betroffene Produkt das Ende seiner Lebensdauer (End-of-Life) erreicht hat, werden vom Hersteller keine weiteren Sicherheitspatches bereitgestellt. Der fortgesetzte Einsatz dieser Software setzt die Organisation ungepatchten Schwachstellen ohne Aussicht auf Herstellerbehebung aus.
  2. Betroffene Software durch eine unterstützte Alternative ersetzen. Identifizieren Sie ein aktuell gepflegtes Produkt mit gleichwertiger Funktionalität und migrieren Sie alle abhängigen Arbeitsabläufe. Stellen Sie sicher, dass das Ersatzprodukt mit den neuesten Sicherheitspatches des Herstellers aktuell gehalten wird.
  3. Falls eine sofortige Entfernung nicht möglich ist, betroffenes System isolieren. Platzieren Sie das betroffene System in einem Netzwerksegment mit strengen Zugriffskontrollen und beschränken Sie sowohl eingehenden als auch ausgehenden Netzwerkverkehr auf essentielle Kommunikation. Dies reduziert die Angriffsfläche während der Migrationsplanung.
  4. Kompensierende Sicherheitskontrollen um das betroffene System implementieren. Setzen Sie netzwerkbasierte Intrusion-Detection- und Prevention-Systeme (IDS/IPS) ein, um den Verkehr zum und vom betroffenen System zu überwachen. Wenden Sie Web Application Firewalls oder protokollspezifische Filter an, um Ausnutzungsversuche zu erkennen und zu blockieren.
  5. Auf Indikatoren einer Kompromittierung (IOCs) überwachen. Überprüfen Sie Sicherheitsprotokolle auf Hinweise auf Ausnutzungsversuche oder erfolgreiche Kompromittierungen. Richten Sie Alarme für anomales Verhalten ein, das vom betroffenen System ausgeht oder darauf abzielt.
  6. Risikobewertung zur Priorisierung des Migrationszeitplans durchführen. Dokumentieren Sie das Geschäftsrisiko des fortgesetzten Einsatzes des End-of-Life-Produkts, einschließlich regulatorischer und Compliance-Implikationen. Nutzen Sie diese Bewertung, um den Übergang zu einer unterstützten Plattform zu begründen und zu beschleunigen.

Technische Details

CVE-2016-1019 ist eine Schwachstelle mit dem Schweregrad KRITISCH in Adobe Flash Player, die die Ausführung beliebigen Codes ermöglicht durch Ausnutzung von einer Schwachstelle in der Software-Verarbeitungslogik. Die Schwachstelle liegt in der Art und Weise, wie Adobe Flash Player bestimmte netzwerkseitige Operationen verarbeitet, wobei unzureichende Validierung oder fehlerhafte Verarbeitung von eingehenden Anfragen oder Daten es einem Angreifer ermöglicht, die verwundbare Bedingung auszulösen.

Der Angriffsvektor ist Netzwerk (AV:N), was bedeutet, dass die Ausnutzung über das Netzwerk ohne physischen Zugang möglich ist. Die Angriffskomplexität ist niedrig (AC:L), was darauf hinweist, dass eine zuverlässige Ausnutzung keine spezialisierten Bedingungen oder Vorbereitungen über den Zugang zum Angriffsvektor hinaus erfordert. Die Schwachstelle erfordert keine besonderen Privilegien (PR:N) und keine Benutzerinteraktion (UI:N).

Der Scope ist Unchanged (S:U), was darauf hinweist, dass die Auswirkungen auf den eigenen Sicherheitsbereich der verwundbaren Komponente beschränkt sind. Die kombinierten Auswirkungsbewertungen von HIGH/HIGH/HIGH für Vertraulichkeit/Integrität/Verfügbarkeit spiegeln die Schwere dieser Sicherheitslücke wider. Die technische Grundursache liegt in einer fehlerhaften Verarbeitung innerhalb der betroffenen Komponente, die zu einem Zustand führt, den Bedrohungsakteure zuverlässig auslösen können. Betroffene Produkte umfassen: adobe flash player desktop runtime (Versionen: <= 21.0.0.197); adobe flash player (Versionen: <= 18.0.0.333; <= 21.0.0.197; <= 11.2.202.577); adobe air desktop runtime (Versionen: <= 21.0.0.176); adobe air sdk (Versionen: <= 21.0.0.176).

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2016-1019 aktiv ausgenutzt?

Ja, CVE-2016-1019 wird nachweislich aktiv in der Praxis ausgenutzt. Die Schwachstelle wurde am 2022-03-03 in den CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog aufgenommen, was einen Nachweis aktiver Ausnutzung erfordert, bevor eine Schwachstelle gelistet werden kann. Darüber hinaus hat CISA einen Zusammenhang zwischen dieser Schwachstelle und Ransomware-Kampagnen bestätigt, was darauf hinweist, dass Bedrohungsakteure sie im Rahmen finanziell motivierter Angriffe einsetzen. Der EPSS-Score von 71.4% (98.71. Perzentile) unterstreicht die hohe Wahrscheinlichkeit fortlaufender Ausnutzungsaktivität. Organisationen sollten dies als dringendes Sicherheitsproblem behandeln, das sofortige Aufmerksamkeit erfordert.

Welche Produkte sind von CVE-2016-1019 betroffen?

CVE-2016-1019 betrifft Adobe Flash Player. Im Einzelnen wurden folgende Produktversionen als verwundbar identifiziert: adobe flash player desktop runtime (Versionen: <= 21.0.0.197); adobe flash player (Versionen: <= 18.0.0.333; <= 21.0.0.197; <= 11.2.202.577); adobe air desktop runtime (Versionen: <= 21.0.0.176); adobe air sdk (Versionen: <= 21.0.0.176); adobe air sdk & compiler (Versionen: <= 21.0.0.176). Organisationen sollten eine gründliche Inventarisierung ihrer Umgebungen durchführen, um alle Installationen der betroffenen Software zu identifizieren. Sowohl Produktionssysteme als auch Entwicklungs- oder Staging-Umgebungen sollten in diese Bewertung einbezogen werden, da jede ungepatchte Instanz einen potenziellen Einstiegspunkt für Angreifer darstellt.

Wie behebe ich CVE-2016-1019?

Da das betroffene Produkt das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat, besteht die primäre Abhilfe darin, die Nutzung der Software einzustellen und zu einer unterstützten Alternative zu migrieren. Vom Hersteller werden keine weiteren Sicherheitspatches bereitgestellt. Bis zur vollständigen Migration sollten betroffene Systeme vom Netzwerk isoliert, strenge Zugriffskontrollen implementiert und auf Anzeichen einer Ausnutzung überwacht werden. Überprüfen Sie nach der Behebung, ob der Patch erfolgreich angewendet wurde, und prüfen Sie Systemprotokolle auf Indikatoren einer früheren Kompromittierung, da ungepatchte Systeme möglicherweise bereits vor der Behebung angegriffen wurden.

Wie schwerwiegend ist CVE-2016-1019?

CVE-2016-1019 ist mit dem Schweregrad KRITISCH und einem CVSS-3.1-Basiswert von 9.8 eingestuft. Die Schwachstelle kann über das Netzwerk aus der Ferne ausgenutzt werden, weist eine niedrige Angriffskomplexität auf und erfordert keine Benutzerinteraktion. Die Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit sind alle als Hoch eingestuft, was bedeutet, dass eine erfolgreiche Ausnutzung zur vollständigen Systemkompromittierung führen kann. Die Aufnahme in den CISA KEV-Katalog mit einer Behebungsfrist bis zum 2022-03-24 bestätigt den realen Schweregrad. Die bestätigte Verbindung mit Ransomware-Kampagnen verleiht den Behebungsbemühungen zusätzliche Dringlichkeit. Der EPSS-Score von 71.4% platziert die Schwachstelle in der 98.71. Perzentile hinsichtlich der Ausnutzungswahrscheinlichkeit.

CVSS-Score

9.8
CRITICAL(9.8)

EPSS-Score

EPSS-Score22.49%
EPSS-Perzentil97.5%

Daten

Veröffentlicht7. April 2016
Zuletzt geändert14. August 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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