CVE-2015-2051

HIGH(8.8)KEVWahrscheinlich ausgenutzt

D-Link DIR-645 Router Remote Code Execution Vulnerability

Beschreibung

CVE-2015-2051 ist eine kritische Command-Injection-Schwachstelle im D-Link DIR-645 Router mit einem CVSS-3.1-Score von 9.8 (CRITICAL). Unter CWE-77 klassifiziert, ermöglicht sie nicht authentifizierten Angreifern die Ausführung beliebiger Befehle über eine manipulierte GetDeviceSettings-Aktion an das HNAP-Interface. Das Gerät hat den End-of-Life-Status erreicht — D-Link empfiehlt die Abschaltung. Betroffen sind Firmware-Versionen vor 1.05b01. Aufnahme in den CISA-KEV-Katalog am 10. Februar 2022 mit der ausdrücklichen Anforderung, das Gerät vom Netz zu trennen. EPSS-Score: 93,18 % (99,80. Perzentile), was auf massive Ausnutzung durch IoT-Botnets hindeutet.

KEV-Informationen

Hersteller
D-Link
Produkt
DIR-645 Router
Hinzugefügt am
10. Februar 2022
Fälligkeitsdatum
10. August 2022
Erforderliche Maßnahme
The impacted product is end-of-life and should be disconnected if still in use.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:A/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
ADJACENT_NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
2.8
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
dlinkdir-645 firmware< 1.05b01

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
8.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:A/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
8.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:A/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-77: Improper Neutralization of Special Elements used in a Command

CVE-2015-2051 wird unter CWE-77 — Unzureichende Neutralisierung spezieller Elemente in einem Befehl — klassifiziert. Diese Schwäche tritt auf, wenn benutzergesteuerte Eingaben ohne ordnungsgemäße Bereinigung in Systembefehle eingebunden werden.

Im D-Link DIR-645 Router verarbeitet das HNAP-Interface (Home Network Administration Protocol) eingehende SOAP-Anfragen zur Geräteverwaltung. Der GetDeviceSettings-Action-Handler bereinigt Eingabeparameter nicht ausreichend, bevor sie an Befehlsausführungsfunktionen auf Systemebene übergeben werden. Ein Angreifer kann Shell-Befehle über HNAP-Request-Header einschleusen, die der Router mit Root-Privilegien ausführt. Dies ist bei Consumer-Netzwerkgeräten besonders gefährlich, da die Web-Verwaltungsschnittstelle häufig als Root läuft.

Auswirkungsanalyse

CVE-2015-2051 erreicht einen CVSS-3.1-Score von 9.8 (CRITICAL) mit vollständigen Auswirkungen auf den kompromittierten Router.

Vertraulichkeit (High): Befehlsausführung mit Root-Privilegien auf dem Router gewährt Zugriff auf alle Konfigurationsdaten — WLAN-Passwörter, VPN-Credentials, DNS-Einstellungen, verbundene Gerätelisten und potenziell den durchfließenden Netzwerkverkehr.

Integrität (High): Root-Level-Zugriff ermöglicht die Änderung von DNS-Einstellungen (Umleitung auf bösartige Server), Firewall-Regeln, WLAN-Credentials, persistente Firmware-Modifikationen und Einbindung in Botnet-Infrastrukturen.

Verfügbarkeit (High): Der Angreifer kann Netzwerkdienste deaktivieren, das Gerät durch Firmware-Korruption unbrauchbar machen oder Bandbreite für DDoS-Angriffe und Kryptomining verbrauchen.

Keine Authentifizierung erforderlich: Weder Privilegien (PR:N) noch Benutzerinteraktion (UI:N) sind nötig, was vollautomatisierte Angriffe ermöglicht.

IoT-Botnet-Kontext: Consumer-Router wie der DIR-645 sind primäre Ziele für IoT-Botnets. Kompromittierte Geräte werden für DDoS-Angriffe, Credential-Stuffing-Proxies und als Einstiegspunkte in Heim- und Firmennetzwerke missbraucht.

Der EPSS-Score von 93,18 % (99,80. Perzentile) bestätigt die massive automatisierte Ausnutzung.

Exploit-Reifegrad

Exploit-Status: CVE-2015-2051 weist eine hohe Exploit-Reife auf mit öffentlichen Exploits und weit verbreiteter automatisierter Ausnutzung durch IoT-Botnets.

Öffentliche Exploits: Exploit-Code auf Exploit-DB (37171) verfügbar.

IoT-Botnet-Ausnutzung: Die Schwachstelle wurde in mehrere IoT-Botnet-Frameworks integriert, die automatisiert das Internet nach verwundbaren D-Link-Routern scannen.

KEV-Eintrag: Aufnahme in den CISA-KEV-Katalog am 10. Februar 2022. Die erforderliche Maßnahme besagt ausdrücklich, dass das Produkt End-of-Life ist und abgeschaltet werden soll.

Ransomware-Bezug: Kein direkter Ransomware-Bezug laut CISA-KEV, aber kompromittierte Router können als Netzwerk-Einstiegspunkte für Angriffe auf interne Systeme dienen.

End-of-Life-Status: Der D-Link DIR-645 erhält keine weiteren Sicherheitspatches. Dieser permanente Verwundbarkeitsstatus macht alle verbleibenden Geräte zu dauerhaften Zielen.

EPSS-Kontext: 93,18 % (99,80. Perzentile) bestätigt extensive automatisierte Ausnutzung.

Behebung

  1. D-Link DIR-645 Router abschalten und ersetzen. Das Gerät ist End-of-Life. CISAs Anforderung ist die Trennung vom Netzwerk. Ersetzen Sie es durch ein aktuell unterstütztes Router-Modell.

  2. Firmware auf 1.05b01 aktualisieren. Falls der Router vorübergehend in Betrieb bleiben muss, aktualisieren Sie auf die neueste Firmware von D-Link Support.

  3. Remote-Management und HNAP-Interface deaktivieren. Deaktivieren Sie alle von der WAN-Seite erreichbaren Verwaltungsfunktionen und das HNAP-Interface.

  4. Administratorzugang auf LAN beschränken. Stellen Sie sicher, dass die Verwaltungsschnittstelle nur aus dem lokalen Netzwerk erreichbar ist.

  5. Auf Kompromittierungsindikatoren prüfen. Überprüfen Sie DNS-Einstellungen, Firewall-Regeln, Bandbreitennutzung und Verbindungen zu bekannten Botnet-C2-Servern.

  6. Lifecycle-Management für Netzwerkgeräte planen. Implementieren Sie eine Richtlinie zum Austausch von Netzwerkgeräten vor Erreichen des End-of-Life-Status.

Technische Details

CVE-2015-2051 ist eine Command-Injection-Schwachstelle im HNAP-Interface des D-Link DIR-645 Routers.

Angriffsvektor: Netzwerk (AV:N), niedrige Komplexität (AC:L), keine Authentifizierung (PR:N), keine Benutzerinteraktion (UI:N). HTTP-Zugriff auf das HNAP-Interface, typischerweise Port 80.

Technischer Ablauf: Das HNAP-Interface verarbeitet SOAP-Anfragen zur Geräteverwaltung. Die Schwachstelle liegt in der Verarbeitung der GetDeviceSettings-Aktion. Der SOAPAction-Header wird nicht ordnungsgemäß bereinigt, bevor er in Systembefehlen verwendet wird. Ein Angreifer kann Shell-Befehle durch Befehlstrenner (Backticks, Semikolons, Pipe-Zeichen) im SOAPAction-Header-Wert einschleusen.

Root-Level-Ausführung: Der Webserver auf dem DIR-645 läuft mit Root-Privilegien, wodurch eingeschleuste Befehle als Root ausgeführt werden — vollständige Kontrolle über Firmware, Netzwerkkonfiguration und Datenverkehr.

Betroffene Firmware: D-Link DIR-645 Firmware-Versionen vor 1.05b01. Das Gerät hat End-of-Life-Status erreicht.

Angriffsfläche: Das HNAP-Interface ist häufig sowohl vom LAN als auch vom WAN erreichbar, besonders bei aktiviertem Remote-Management oder UPnP-Exposition.

Häufig gestellte Fragen

Was ist CVE-2015-2051?

CVE-2015-2051 ist eine kritische Command-Injection-Schwachstelle im HNAP-Interface des D-Link DIR-645 Routers. Sie ermöglicht nicht authentifizierten Angreifern die Ausführung beliebiger Befehle mit Root-Privilegien über manipulierte GetDeviceSettings-Anfragen. CVSS-Score: 9.8.

Wird der D-Link DIR-645 noch unterstützt?

Nein. Der D-Link DIR-645 hat den End-of-Life-Status erreicht und erhält keine Sicherheitspatches mehr. CISAs Anforderung ist die Abschaltung des Geräts. Benutzer sollten es durch ein aktuell unterstütztes Router-Modell ersetzen.

Wie behebe ich CVE-2015-2051?

Die empfohlene Maßnahme ist der Austausch des DIR-645. Falls sofortiger Austausch nicht möglich, aktualisieren Sie auf Firmware 1.05b01, deaktivieren Sie Remote-Management und HNAP-WAN-Zugriff und planen Sie den baldigen Geräteaustausch.

Wie schwerwiegend ist CVE-2015-2051?

Mit CVSS 9.8 als CRITICAL eingestuft. Der EPSS-Score von 93,18 % (99,80. Perzentile) bestätigt massive Ausnutzung durch IoT-Botnets. Der End-of-Life-Status bedeutet permanente Verwundbarkeit. Jeder mit dem Internet verbundene DIR-645 sollte als kompromittiert betrachtet werden.

CVSS-Score

8.8
HIGH(8.8)

EPSS-Score

EPSS-Score96.86%
EPSS-Perzentil99.9%

Daten

Veröffentlicht23. Februar 2015
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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