CVE-2014-4123

HIGH(8.8)KEVErhöhtes Risiko

Microsoft Internet Explorer Privilege Escalation Vulnerability

Beschreibung

CVE-2014-4123 ist eine Rechteeskalations-Schwachstelle im Microsoft Internet Explorer, die es entfernten Angreifern ermöglicht, über eine speziell präparierte Webseite erhöhte Berechtigungen zu erlangen. Beim Besuch einer manipulierten Seite kann ein Angreifer Code mit höheren Privilegien ausführen, als die Browser-Sandbox normalerweise erlaubt, und potenziell die Kontrolle über das betroffene System übernehmen. CISA hat CVE-2014-4123 in den Known Exploited Vulnerabilities Katalog aufgenommen, was eine aktive Ausnutzung in der Praxis bestätigt. Mit einem EPSS-Perzentil von 97,9 % stellt diese Schwachstelle ein hochwahrscheinliches Angriffsziel dar.

KEV-Informationen

Hersteller
Microsoft
Produkt
Internet Explorer
Hinzugefügt am
25. Mai 2022
Fälligkeitsdatum
15. Juni 2022
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
REQUIRED
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
2.8
Auswirkungsscore
5.9

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
microsoftinternet explorer7; 8; 9; 10; 11

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
8.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
8.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

Da CVE-2014-4123 keinem spezifischen CWE zugeordnet wurde, bleibt der zugrunde liegende Schwachstellentyp unspezifiziert. Die Schwachstelle betrifft einen Rechteeskalationsmechanismus im Internet Explorer, der es Angreifern ermöglicht, über manipulierte Webinhalte aus dem Sicherheitskontext des Browsers auszubrechen. Diese Schwachstellenklasse beruht typischerweise auf unzureichender Validierung von Sicherheitsgrenzen oder mangelnder Privilegientrennung innerhalb der Browser-Engine.

Auswirkungsanalyse

CVE-2014-4123 ermöglicht eine netzwerkbasierte Ausnutzung ohne Authentifizierung des Angreifers, erfordert jedoch eine Benutzerinteraktion, da das Opfer eine präparierte Webseite besuchen muss. Nach erfolgreicher Ausnutzung erlangt ein Angreifer erhöhte Berechtigungen auf dem Zielsystem, was zu unbefugtem Zugriff auf sensible Daten, der Installation von Schadsoftware und einer dauerhaften Kompromittierung des betroffenen Rechners führen kann. Durch die Rechteeskalation kann der Angreifer die Internet-Explorer-Sandbox verlassen und Aktionen mit den Berechtigungen des angemeldeten Benutzers ausführen — auf Systemen mit administrativen Benutzerrechten potenziell mit vollem Systemzugriff. Das EPSS-Perzentil von 97,9 % zeigt, dass diese Schwachstelle zu den am häufigsten ausgenutzten im gesamten NVD-Bestand gehört.

Exploit-Reifegrad

CISA hat die aktive Ausnutzung von CVE-2014-4123 bestätigt und die Schwachstelle in den Known Exploited Vulnerabilities Katalog mit einer Behebungsfrist bis zum 15. Juni 2022 aufgenommen. Das EPSS-Perzentil von 97,9 % bedeutet, dass diese Schwachstelle zu den obersten 3 % aller CVEs in Bezug auf die Ausnutzungswahrscheinlichkeit gehört. Angesichts der historisch weiten Verbreitung von Internet Explorer in Unternehmensumgebungen und der Drive-by-Natur webbasierter Rechteeskalations-Exploits wurde diese Schwachstelle während ihrer aktiven Ausnutzungsphase breit angegriffen.

Behebung

  1. Installieren Sie alle verfügbaren Sicherheitsupdates von Microsoft für den Internet Explorer gemäß den Herstelleranweisungen. CISAs vorgeschriebene Maßnahme lautet: Updates gemäß Herstelleranweisungen anwenden.
  2. Migrieren Sie vollständig vom Internet Explorer weg, da Microsoft den Support für den Browser offiziell eingestellt hat. Wechseln Sie zu einem modernen, unterstützten Browser wie Microsoft Edge, Google Chrome oder Mozilla Firefox.
  3. Falls der Internet Explorer vorübergehend weiter genutzt werden muss, beschränken Sie das Browsing auf vertrauenswürdige interne Seiten und blockieren Sie den Zugriff auf unbekannte oder nicht vertrauenswürdige Webinhalte über Proxy- oder Firewall-Regeln.
  4. Implementieren Sie Schutzmaßnahmen auf Netzwerkebene wie Web-Content-Filterung und Intrusion-Detection-Systeme, um Exploit-Versuche gegen Internet-Explorer-Schwachstellen zu erkennen und zu blockieren.
  5. Überprüfen Sie die Endpoint-Sicherheitskonfigurationen und stellen Sie sicher, dass Benutzer nicht mit administrativen Rechten arbeiten, um die Auswirkungen von Rechteeskalations-Exploits im Browser zu begrenzen.

Technische Details

CVE-2014-4123 nutzt eine nicht näher spezifizierte Schwachstelle im Microsoft Internet Explorer aus, die es einem entfernten Angreifer ermöglicht, über eine manipulierte Webseite erhöhte Berechtigungen zu erlangen. Der Angriffsvektor ist netzwerkbasiert und erfordert, dass das Opfer eine bösartige oder kompromittierte Webseite aufruft. Die Schwachstelle liegt in der Art, wie Internet Explorer bestimmte Objekte oder Elemente beim Seitenrendering verarbeitet, wodurch der Angreifer den internen Zustand des Browsers manipulieren und die Sicherheitsgrenzen umgehen kann, die Webinhalte innerhalb eines Sandbox-Kontexts halten sollen. Eine erfolgreiche Ausnutzung führt zur Codeausführung mit erhöhten Privilegien jenseits der normalen Browser-Sandbox und gibt dem Angreifer die Möglichkeit, Aktionen auf der Berechtigungsebene des aktuellen Benutzers durchzuführen. Da kein spezifisches CWE zugewiesen wurde, bleibt der genaue technische Mechanismus teilweise unklar, wobei das Rechteeskalationsmuster mit Speicherkorruptions- oder Type-Confusion-Schwachstellen konsistent ist, die in Legacy-Versionen des Internet Explorers häufig vorkommen.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2014-4123 aktiv ausgenutzt?

Ja, CISA hat die aktive Ausnutzung von CVE-2014-4123 bestätigt und die Schwachstelle in den Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog aufgenommen. Das EPSS-Perzentil von 97,9 % weist zusätzlich auf eine sehr hohe Ausnutzungsaktivität hin. Organisationen, die noch betroffene Versionen des Internet Explorers einsetzen, sollten dies als dringende Priorität behandeln.

Welche Produkte sind von CVE-2014-4123 betroffen?

CVE-2014-4123 betrifft den Microsoft Internet Explorer. Obwohl genaue Versionsbereiche in den verfügbaren Daten nicht detailliert angegeben sind, wurde die Schwachstelle in Microsoft-Sicherheitsupdates aus dem Jahr 2014 behoben. Alle damals aktuellen Versionen des Internet Explorers sollten als potenziell betroffen betrachtet werden.

Wie behebe ich CVE-2014-4123?

Die empfohlene Behebung besteht in der Installation aller verfügbaren Microsoft-Sicherheitsupdates für den Internet Explorer. Wichtiger noch: Organisationen sollten vollständig vom Internet Explorer migrieren, da dieser das End-of-Life erreicht hat. Der Umstieg auf einen modernen Browser beseitigt diese und viele weitere ungepatchte Schwachstellen.

Wie schwerwiegend ist CVE-2014-4123?

CVE-2014-4123 ist eine Rechteeskalations-Schwachstelle mit einem EPSS-Perzentil von 97,9 %, was sie unter die am wahrscheinlichsten ausgenutzten CVEs einreiht. Die Aufnahme in den CISA KEV-Katalog bestätigt die reale Ausnutzung. Die Schwachstelle erlaubt es Angreifern, über eine manipulierte Webseite erhöhte Berechtigungen zu erlangen, was eine erhebliche Bedrohung für jede Umgebung darstellt, die noch Internet Explorer einsetzt.

CVSS-Score

8.8
HIGH(8.8)

EPSS-Score

EPSS-Score47.26%
EPSS-Perzentil98.7%

Daten

Veröffentlicht15. Oktober 2014
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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