CVE-2014-4113

HIGH(7.8)KEVWahrscheinlich ausgenutzt

Microsoft Win32k Privilege Escalation Vulnerability

Beschreibung

CVE-2014-4113 ist eine Privilegieneskalations-Schwachstelle in Microsoft Win32k, einem zentralen Windows-Kernelmodustreiber, der für die Verarbeitung grafischer Benutzeroberflächenelemente zuständig ist. Diese unspezifizierte Schwachstelle ermöglicht es einem lokalen Angreifer, seine Berechtigungen auf SYSTEM-Ebene zu erhöhen und damit vollständige Kontrolle über das betroffene Windows-System zu erlangen. Die Win32k-Schwachstelle wurde in gezielten Angriffen aktiv ausgenutzt, weshalb die CISA CVE-2014-4113 in den KEV-Katalog mit einer Behebungsfrist bis zum 25. Mai 2022 aufgenommen hat. Mit einem EPSS-Perzentil von etwa 99 % gehört diese Schwachstelle zu den am häufigsten ausgenutzten und spiegelt die breite Verfügbarkeit von Exploit-Code und die kritische Natur der Privilegieneskalation auf Kernel-Ebene wider.

KEV-Informationen

Hersteller
Microsoft
Produkt
Win32k
Hinzugefügt am
4. Mai 2022
Fälligkeitsdatum
25. Mai 2022
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
LOCAL
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
REQUIRED
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
1.8
Auswirkungsscore
5.9

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
microsoftwindows 7-
microsoftwindows 8-
microsoftwindows 8.1-
microsoftwindows rt-
microsoftwindows rt 8.1-
microsoftwindows server 2003-
microsoftwindows server 2008-; r2
microsoftwindows server 2012-; r2
microsoftwindows vista-

Referenzen

Schwachstellentyp

Privilegieneskalation in Win32k

Die Schwachstelle in Microsoft Win32k betrifft einen unspezifizierten Fehler im Kernelmodustreiber, der es einem lokalen Angreifer ermöglicht, seine Berechtigungen zu eskalieren. Win32k verarbeitet Benutzermodus-Anfragen für grafische Operationen, und Fehler in der Eingabevalidierung oder Objektbehandlung können missbraucht werden, um beliebigen Code im Kernelmodus auszuführen und dem Angreifer SYSTEM-Zugriff zu gewähren.

Mehr erfahren: CWE-269 — Improper Privilege Management

Auswirkungsanalyse

CVE-2014-4113 stellt eine kritische Privilegieneskalations-Schwachstelle im Microsoft Win32k-Kernelmodustreiber dar. Die Schwachstelle erfordert lokalen Zugriff auf das System, was bedeutet, dass ein Angreifer zunächst einen Zugang zum Zielrechner erlangen muss, jedoch werden keine besonderen Berechtigungen über ein Standardbenutzerkonto hinaus benötigt. Nach erfolgreicher Ausnutzung erhält der Angreifer SYSTEM-Berechtigungen, die höchste Berechtigungsstufe auf Windows-Systemen, was vollständige Kontrolle über das Betriebssystem ermöglicht, einschließlich der Installation von Programmen, der Modifikation oder Löschung beliebiger Daten und der Erstellung neuer Konten mit vollen Administratorrechten. Das EPSS-Perzentil von etwa 99 % weist auf nahezu sichere Ausnutzungsaktivität hin, und diese Schwachstelle wird häufig mit Remote-Code-Execution-Schwachstellen verkettet, um eine vollständige Systemkompromittierung von einem entfernten Angriffsvektor aus zu erreichen.

Exploit-Reifegrad

Die CISA hat die aktive Ausnutzung von CVE-2014-4113 bestätigt, indem sie die Schwachstelle in den KEV-Katalog mit einer Behebungsfrist bis zum 25. Mai 2022 aufgenommen hat. Das EPSS-Perzentil von etwa 99 % deutet auf nahezu sichere Ausnutzungsaktivität hin und platziert diese Schwachstelle an der absoluten Spitze der aktiv ausgenutzten Sicherheitslücken. Diese Win32k-Privilegieneskalation wird in gezielten Angriffen weitverbreitet eingesetzt und häufig mit Remote-Code-Execution-Schwachstellen kombiniert, um von einem initialen Zugangsvektor aus eine vollständige Systemkompromittierung zu erreichen. Die Reife der verfügbaren Exploits und die lange Zeit seit der Veröffentlichung machen dies zu einer gut verstandenen und zuverlässig ausnutzbaren Schwachstelle.

Behebung

  1. Microsoft-Sicherheitsupdates sofort anwenden, wie von der CISA gefordert: „Apply updates per vendor instructions.“ Installieren Sie die relevanten Windows-Sicherheitspatches, die die Win32k-Privilegieneskalations-Schwachstelle auf allen betroffenen Windows-Versionen adressieren.

  2. Alle Windows-Systeme in Ihrer Umgebung auditieren und aktualisieren, um Maschinen zu identifizieren, die noch ohne den CVE-2014-4113-Patch betrieben werden. Angesichts des Alters dieser Schwachstelle (2014) sollten Legacy-Systeme im Fokus stehen, die in früheren Patch-Zyklen übersehen wurden oder aus ungepatchten Images neu aufgesetzt wurden.

  3. Prinzip der minimalen Berechtigung implementieren, um die Auswirkungen lokaler Privilegieneskalationsangriffe zu minimieren. Beschränken Sie Standardbenutzerberechtigungen, nutzen Sie Gruppenrichtlinien zur Einschränkung des Zugriffs auf sensible Systemressourcen und setzen Sie Anwendungs-Whitelisting ein, um die Ausführung nicht autorisierter Programme zu verhindern.

  4. Privilegieneskalationsindikatoren überwachen, indem erweiterte Audit-Protokollierung für Prozesserstellungsereignisse aktiviert wird, unerwartete SYSTEM-Prozesse überwacht werden, die von Standardbenutzersitzungen gestartet werden, und EDR-Lösungen eingesetzt werden, die Win32k-Ausnutzungsmuster erkennen können.

  5. Kritische Systeme segmentieren und isolieren, um laterale Bewegungsmöglichkeiten für Angreifer einzuschränken, die eine Privilegieneskalation erreicht haben. Implementieren Sie Netzwerk-Mikrosegmentierung, beschränken Sie administrativen Zugriff auf dedizierte Admin-Workstations und erzwingen Sie Multi-Faktor-Authentifizierung für alle administrativen Aktionen.

Technische Details

CVE-2014-4113 ist eine Privilegieneskalations-Schwachstelle in Microsofts Win32k-Kernelmodustreiber, der für Fensterverwaltung, Bildschirmausgabe, Eingabeverarbeitung und Grafikoperationen im Windows-Betriebssystem zuständig ist. Die Schwachstelle betrifft einen unspezifizierten Fehler in der Art und Weise, wie Win32k bestimmte Anfragen verarbeitet, der es einem lokal authentifizierten Angreifer ermöglicht, beliebigen Code im Kernelmodus auszuführen, indem spezifische Win32k-Systemaufrufe oder Objektoperationen manipuliert werden. Da Win32k auf der Kernel-Berechtigungsebene operiert, gewährt eine erfolgreiche Ausnutzung dem Angreifer SYSTEM-Berechtigungen und umgeht alle Benutzermodus-Sicherheitskontrollen. Der lokale Angriffsvektor bedeutet, dass ein Angreifer diese Schwachstelle zwar nicht allein aus der Ferne ausnutzen kann, sie jedoch häufig als Zweitstufenexploit nach Erlangung eines initialen Zugangs über eine Remote-Code-Execution-Schwachstelle verwendet wird.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2014-4113 aktiv ausgenutzt?

Ja, CVE-2014-4113 wird aktiv ausgenutzt. Die CISA hat diese Schwachstelle in den KEV-Katalog mit einer Behebungsfrist bis zum 25. Mai 2022 aufgenommen. Das EPSS-Perzentil von etwa 99 % bestätigt, dass dies eine der am häufigsten ausgenutzten Privilegieneskalations-Schwachstellen ist.

Welche Produkte sind von CVE-2014-4113 betroffen?

CVE-2014-4113 betrifft Microsoft-Windows-Systeme, die den Win32k-Kernelmodustreiber verwenden. Dies umfasst mehrere Windows-Versionen, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung 2014 unterstützt wurden. Alle Windows-Installationen, auf die das entsprechende Sicherheitsupdate nicht angewendet wurde, bleiben verwundbar.

Wie behebe ich CVE-2014-4113?

Wenden Sie das Microsoft-Sicherheitsupdate an, das die Win32k-Schwachstelle auf allen betroffenen Windows-Systemen adressiert. Auditieren Sie Ihre Umgebung auf Legacy-Systeme, die diesen Patch möglicherweise verpasst haben. Implementieren Sie das Prinzip der minimalen Berechtigung und Endpunkterkennung, um die Auswirkungen von Privilegieneskalationsangriffen zu reduzieren.

Wie schwerwiegend ist CVE-2014-4113?

CVE-2014-4113 ist eine kritische Privilegieneskalations-Schwachstelle mit einem EPSS-Perzentil von etwa 99 %, was auf nahezu sichere Ausnutzung hinweist. Obwohl lokaler Zugriff erforderlich ist, gewährt sie SYSTEM-Berechtigungen und wird häufig mit Remote-Code-Execution-Schwachstellen verkettet, um eine vollständige Systemkompromittierung zu erreichen.

CVSS-Score

7.8
HIGH(7.8)

EPSS-Score

EPSS-Score87.04%
EPSS-Perzentil99.7%

Daten

Veröffentlicht15. Oktober 2014
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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