CVE-2014-1761

HIGH(7.8)KEVWahrscheinlich ausgenutzt

Microsoft Word Memory Corruption Vulnerability

Beschreibung

CVE-2014-1761 ist eine schwerwiegende Out-of-bounds Write-Schwachstelle in Microsoft Word mit einem CVSS-3.1-Score von 7.8. Die Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, lokal ohne vorherige Authentifizierung unter Mitwirkung des Benutzers beliebigen Code auszuführen oder das System zu kompromittieren. Betroffene Produkte umfassen Microsoft Office (2011), Microsoft Office Compatibility Pack, Microsoft Office Web Apps (2010), Microsoft Office Web Apps Server (2013), Microsoft Sharepoint Server (2010; 2013), Microsoft Word (2003; 2007; 2010; 2013), Microsoft Word Viewer. Diese CVE ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet mit einer Behebungsfrist bis zum 2022-08-15. Der EPSS-Score von 0.93131 (99,79. Perzentile) belegt eine hohe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit und erfordert eine priorisierte Behebung.

KEV-Informationen

Hersteller
Microsoft
Produkt
Word
Hinzugefügt am
15. Februar 2022
Fälligkeitsdatum
15. August 2022
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
LOCAL
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
REQUIRED
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
1.8
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
microsoftoffice2011
microsoftoffice compatibility pack-
microsoftoffice web apps2010
microsoftoffice web apps server2013
microsoftsharepoint server2010; 2013
microsoftword2003; 2007; 2010; 2013
microsoftword viewer-

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-787: Out-of-bounds Write

CVE-2014-1761 wird unter CWE-787 klassifiziert — Out-of-bounds Write. Out-of-bounds Write ist eine Schwachstelle, die auftritt, wenn Software Daten an einen Speicherort außerhalb der beabsichtigten Grenzen eines Puffers schreibt. Dies kann durch Buffer Overflows, inkorrekte Array-Indizierung, Zeigerarithmetik-Fehler oder Integer Overflows auftreten, die Größenberechnungen beeinflussen. Out-of-bounds Writes sind extrem gefährlich, da sie angrenzende Daten korrumpieren, Kontrollflussinformationen (Rücksprungadressen, Funktionszeiger) überschreiben, Sicherheitsflags ändern oder Heap-Metadaten korrumpieren können. Diese Schwachstelle rangiert konsistent als eine der gefährlichsten Software-Schwächen aufgrund ihres direkten Pfads zu beliebiger Code-Ausführung.

Im Kontext von Microsoft Word ist diese Schwachstellenklasse besonders besorgniserregend, da Out-of-bounds Writes gehören zu den ausnutzbarsten und gefährlichsten Schwachstellenklassen. Sie ermöglichen direkte Speicherkorruption, die Angreifer für Code-Ausführung durch Rücksprungadressen-Überschreibung, vtable-Korruption oder Heap-Exploitation-Techniken nutzen. Die Schwachstelle betrifft kritische Software einschließlich Betriebssysteme, Browser, Netzwerkdienste und eingebettete Systeme. Organisationen, die betroffene Versionen einsetzen, sollten verstehen, dass diese Schwachstellenklasse historisch schwere Kompromittierungen in Unternehmensumgebungen ermöglicht hat.

Auswirkungsanalyse

Vertraulichkeit (HIGH): Erfolgreiche Ausnutzung gewährt dem Angreifer umfassenden Zugriff auf sensible Daten, die von Microsoft Word verarbeitet werden, einschließlich Konfigurationsdateien, Zugangsdaten und potenziell Daten verbundener Systeme.

Integrität (HIGH): Angreifer können kritische Systemdateien modifizieren, Backdoors installieren, Konfigurationen ändern oder Malware auf betroffenen Systemen mit Microsoft Word einschleusen.

Verfügbarkeit (HIGH): Eine vollständige Unterbrechung des betroffenen Dienstes oder Systems ist möglich, einschließlich Denial-of-Service, Systemabstürze oder das Unbrauchbarmachen des Produkts.

Scope: Der Scope ist Unchanged (U), was bedeutet, dass die Auswirkungen auf die verwundbare Komponente selbst beschränkt sind. Der Einfluss ist zwar signifikant, bleibt aber auf die Microsoft Word-Umgebung begrenzt.

Mit einem EPSS-Score von 0.93131 (99,79. Perzentile) gehört diese Schwachstelle zu den am häufigsten in der Praxis ausgenutzten und erfordert dringende Maßnahmen.

Exploit-Reifegrad

Exploit-Status: CVE-2014-1761 wird aktiv in der Praxis ausgenutzt und ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet. Der EPSS-Score von 0.93131 (99,79. Perzentile) bestätigt eine extrem hohe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit.

Ransomware-Bezug: Nach aktuellem KEV-Stand wurde kein direkter Ransomware-Zusammenhang für CVE-2014-1761 bestätigt. Die bestätigte Ausnutzung in der Praxis bedeutet jedoch, dass Bedrohungsakteure diese Schwachstelle aktiv in Angriffen einsetzen.

Angriffsfläche: Auch wenn spezifischer öffentlicher Exploit-Code möglicherweise nicht frei verfügbar ist, bestätigen der hohe EPSS-Score und die KEV-Listung, dass Bedrohungsakteure funktionierende Exploits entwickelt und eingesetzt haben. Organisationen sollten davon ausgehen, dass Exploit-Tools in Underground-Märkten und privaten Toolkits existieren.

KEV-Frist: Die CISA-Behebungsfrist war der 2022-08-15. Alle Organisationen sollten diese Frist als dringende Empfehlung für ihre eigenen Behebungszeiträume betrachten.

Behebung

  1. Hersteller-Patches umgehend anwenden. Wenden Sie Updates gemäß den Anweisungen des Herstellers an. Konsultieren Sie den Herstellerhinweis unter technet.microsoft.com für spezifische Patch-Informationen.
  2. Betroffene Produktversionen identifizieren. Erfassen Sie alle Instanzen von Microsoft Word in Ihrer Infrastruktur (betroffene Versionen: Microsoft Office (2011), Microsoft Office Compatibility Pack, Microsoft Office Web Apps (2010), Microsoft Office Web Apps Server (2013), Microsoft Sharepoint Server (2010; 2013), Microsoft Word (2003; 2007; 2010; 2013), Microsoft Word Viewer). Nutzen Sie Asset-Inventarisierung und Schwachstellen-Scanner, um keine Instanz zu übersehen.
  3. Interim-Maßnahmen bei verzögertem Patching umsetzen. Falls sofortiges Patching nicht möglich ist, implementieren Sie Netzwerkebene-Kontrollen wie Zugangsbeschränkungen zur betroffenen Komponente, erweitertes Logging und Monitoring auf Kompromittierungsindikatoren.
  4. Auf Anzeichen vorheriger Kompromittierung prüfen. Angesichts der bestätigten aktiven Ausnutzung überprüfen Sie Systemprotokolle und Sicherheits-Monitoring-Daten auf Hinweise einer Kompromittierung. Führen Sie bei verdächtigen Aktivitäten eine gründliche Untersuchung durch.
  5. Erkennungssignaturen aktualisieren. Stellen Sie sicher, dass IDS/IPS-Systeme, Endpoint-Detection-Tools und SIEM-Regeln aktualisiert sind, um Ausnutzungsversuche gegen CVE-2014-1761 zu erkennen.
  6. Post-Remediation-Review durchführen. Verifizieren Sie nach dem Patching die Wirksamkeit der Behebung und dokumentieren Sie die durchgeführten Maßnahmen. Bewerten Sie, ob zusätzliche Härtungsmaßnahmen erforderlich sind.

Technische Details

Angriffsvektor: LOCAL
Angriffskomplexität: Niedrig
Erforderliche Rechte: Keine
Benutzerinteraktion: Erforderlich

Technischer Ablauf: Die Schwachstelle in Microsoft Word kann lokal, typischerweise durch das Öffnen einer bösartigen Datei oder die Ausführung einer schädlichen Anwendung ausgenutzt werden. Die Angriffskomplexität ist niedrig — es sind keine spezialisierten Bedingungen über die Angriffsvoraussetzungen hinaus erforderlich. Es sind keine vorherigen Authentifizierungen oder Berechtigungen erforderlich. Eine Benutzerinteraktion ist erforderlich — das Opfer muss eine Aktion wie das Öffnen einer Datei, das Anklicken eines Links oder den Besuch einer Website durchführen.

Schwachstellenmechanismus: Out-of-bounds Write ist eine Schwachstelle, die auftritt, wenn Software Daten an einen Speicherort außerhalb der beabsichtigten Grenzen eines Puffers schreibt. Dies kann durch Buffer Overflows, inkorrekte Array-Indizierung, Zeigerarithmetik-Fehler oder Integer Overflows auftreten, die Größenberechnungen beeinflussen. Out-of-bounds Writes sind extrem gefährlich, da sie angrenzende Daten korrumpieren, Kontrollflussinformationen (Rücksprungadressen, Funktionszeiger) überschreiben, Sicherheitsflags ändern oder Heap-Metadaten korrumpieren können.

Betroffene Produkte: Microsoft Office (2011), Microsoft Office Compatibility Pack, Microsoft Office Web Apps (2010), Microsoft Office Web Apps Server (2013), Microsoft Sharepoint Server (2010; 2013), Microsoft Word (2003; 2007; 2010; 2013), Microsoft Word Viewer

CVSS-3.1-Bewertung: Der Score von 7.8 (HOCH) reflektiert die Kombination aus lokalem Angriffsvektor, niedriger Komplexität und auf die Komponente begrenztem Scope.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2014-1761 aktiv ausgenutzt?

Ja, CVE-2014-1761 wird aktiv ausgenutzt. Die Schwachstelle ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet und weist einen EPSS-Score von 0.93131 (99,79. Perzentile) auf, der eine extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit bestätigt.

Welche Produkte sind von CVE-2014-1761 betroffen?

Von CVE-2014-1761 sind folgende Produkte betroffen: Microsoft Office (2011), Microsoft Office Compatibility Pack, Microsoft Office Web Apps (2010), Microsoft Office Web Apps Server (2013), Microsoft Sharepoint Server (2010; 2013), Microsoft Word (2003; 2007; 2010; 2013), Microsoft Word Viewer. Organisationen sollten ihre Infrastruktur auf diese Versionen prüfen und die Behebung priorisieren. Aktuelle Informationen zu betroffenen Versionen und Patches sind in den offiziellen Herstellerhinweisen verfügbar.

Wie behebe ich CVE-2014-1761?

Wenden Sie Updates gemäß den Anweisungen des Herstellers an. Identifizieren Sie alle betroffenen Instanzen von Microsoft Word in Ihrer Umgebung mittels Schwachstellen-Scanning und Asset-Management. Falls sofortiges Patching nicht möglich ist, implementieren Sie Netzwerk-Mitigierungen und erweitertes Monitoring. Prüfen Sie nach dem Patching auf Anzeichen einer vorherigen Kompromittierung.

Wie schwerwiegend ist CVE-2014-1761?

CVE-2014-1761 ist mit einem CVSS-Score von 7.8 als HOCH eingestuft. Der EPSS-Score von 0.93131 (99,79. Perzentile) belegt eine der höchsten realen Ausnutzungswahrscheinlichkeiten. Die CISA-Behebungsfrist war der 2022-08-15.

CVSS-Score

7.8
HIGH(7.8)

EPSS-Score

EPSS-Score77.46%
EPSS-Perzentil99.5%

Daten

Veröffentlicht25. März 2014
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

Hilfe beim Schwachstellenmanagement?

Unsere Sicherheitsexperten helfen Ihnen bei der Priorisierung und Behebung von Schwachstellen.