CVE-2013-7331

MEDIUM(6.5)KEVWahrscheinlich ausgenutzt

Microsoft Internet Explorer Information Disclosure Vulnerability

Beschreibung

CVE-2013-7331 ist eine Informationsoffenlegungs-Schwachstelle im Microsoft Internet Explorer, die es Angreifern ermöglicht, in den Speicher geladene Ressourcen abzufragen und dadurch installierte Software wie Anti-Malware-Anwendungen zu erkennen. Durch die Ausnutzung dieser Schwachstelle über eine manipulierte Webseite kann ein Angreifer die auf dem System des Opfers installierte Sicherheitssoftware identifizieren, um nachfolgende Angriffe gezielt anzupassen und Exploits auszuwählen, die die erkannten Schutzmaßnahmen umgehen. CISA hat die aktive Ausnutzung bestätigt, indem CVE-2013-7331 in den Known Exploited Vulnerabilities Katalog aufgenommen wurde. Mit einem EPSS-Perzentil von 99,2 % gehört diese Schwachstelle zu den am häufigsten ausgenutzten im gesamten CVE-Bestand.

KEV-Informationen

Hersteller
Microsoft
Produkt
Internet Explorer
Hinzugefügt am
25. Mai 2022
Fälligkeitsdatum
15. Juni 2022
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:L/I:N/A:LIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
LOW
Integritätsauswirkung
NONE
Verfügbarkeitsauswirkung
LOW
Ausnutzbarkeitsscore
3.9
Auswirkungsscore
2.5

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
microsoftinternet explorer6; 7; 8; 9; 10; 11

Referenzen

Schwachstellentyp

Da CVE-2013-7331 keinem spezifischen CWE zugeordnet wurde, bleibt der zugrunde liegende Schwachstellentyp formal unspezifiziert. Die Schwachstelle ermöglicht eine Informationsoffenlegung über einen Seitenkanal, der es Webinhalten erlaubt, die Präsenz lokal installierter Software durch Abfrage von Speicherressourcen zu erkennen. Diese Schwachstellenklasse umfasst unsachgemäße Informationsexposition, bei der der Browser es nicht verhindert, dass Webseiten die Softwareumgebung des Systems untersuchen.

Auswirkungsanalyse

CVE-2013-7331 ist eine Informationsoffenlegungs-Schwachstelle, die zwar nicht direkt zur Codeausführung führt, aber Angreifern kritische Aufklärungsdaten über die Sicherheitskonfiguration eines Zielsystems liefert. Die Schwachstelle ist ferngesteuert über das Netzwerk ausnutzbar und erfordert, dass das Opfer eine manipulierte Webseite besucht. Nach der Ausnutzung kann ein Angreifer erkennen, welche Anti-Malware-Produkte und Sicherheitstools auf dem System des Opfers installiert sind, was ihm ermöglicht, geeignete Umgehungstechniken oder Exploits auszuwählen, die die erkannten Schutzmaßnahmen umgehen. Dies macht CVE-2013-7331 zu einem hochwertigen Enabler für mehrstufige Angriffe, bei denen präzise Aufklärung die Erfolgsrate nachfolgender Ausnutzungsversuche drastisch erhöht. Das EPSS-Perzentil von 99,2 % spiegelt den extremen Nutzen dieser Schwachstelle für Angreifer wider.

Exploit-Reifegrad

CISA hat die aktive Ausnutzung von CVE-2013-7331 bestätigt und die Schwachstelle mit einer Behebungsfrist bis zum 15. Juni 2022 in den Known Exploited Vulnerabilities Katalog aufgenommen. Das EPSS-Perzentil von 99,2 % macht dies zu einer der am aktivsten ausgenutzten CVEs im Bestand und spiegelt die weit verbreitete Verwendung als Aufklärungswerkzeug in realen Angriffsketten wider. Die Fähigkeit, installierte Sicherheitssoftware ferngesteuert zu erkennen, macht diese Schwachstelle besonders wertvoll für Bedrohungsakteure, die gezielte Angriffe durchführen und ihre Payloads an die spezifischen Verteidigungen des jeweiligen Zielsystems anpassen können.

Behebung

  1. Installieren Sie alle verfügbaren Sicherheitsupdates von Microsoft für den Internet Explorer gemäß den Herstelleranweisungen. CISAs vorgeschriebene Maßnahme lautet: Updates gemäß Herstelleranweisungen anwenden.
  2. Migrieren Sie vollständig vom Internet Explorer weg, da Microsoft den Support offiziell eingestellt hat. Wechseln Sie zu einem modernen, unterstützten Browser wie Microsoft Edge, Google Chrome oder Mozilla Firefox.
  3. Setzen Sie Schutzmaßnahmen auf Netzwerkebene wie Web-Content-Filterung und Intrusion-Detection-Systeme ein, um bekannte Exploit-Muster für CVE-2013-7331 zu erkennen und zu blockieren.
  4. Implementieren Sie Browser-Isolationstechnologien, die verhindern, dass Webinhalte auf lokale Systeminformationen zugreifen, und so eine zusätzliche Verteidigungsschicht gegen Informationsoffenlegungsangriffe bieten.
  5. Überwachen Sie Sicherheitsprotokolle auf Indikatoren für Aufklärungsaktivitäten, insbesondere Muster, die auf Software-Fingerprinting-Versuche durch externe Webinhalte hindeuten.

Technische Details

CVE-2013-7331 nutzt eine Schwachstelle im Microsoft Internet Explorer aus, die es Webseiten ermöglicht, die Präsenz von in den Speicher des lokalen Systems geladenen Ressourcen abzufragen. Die Angriffstechnik nutzt die Art, wie der Browser bestimmte Ressourcenanfragen verarbeitet, um festzustellen, ob bestimmte Dateien oder DLLs, die mit Sicherheitsprodukten verknüpft sind, im Speicher vorhanden sind. Durch gezielte Anfragen nach Ressourcen, die bekanntermaßen von bestimmten Anti-Malware-Anwendungen geladen werden, kann ein Angreifer anhand des Antwortverhaltens des Browsers ermitteln, welche Sicherheitsprodukte installiert sind. Diese Informationsoffenlegung erfordert keine besonderen Privilegien und wird allein durch den Besuch einer manipulierten Webseite ausgelöst. Die Schwachstelle stellt einen browserbasierten Seitenkanal dar, der Informationen über die lokale Softwareumgebung an entfernte Webinhalte weitergibt.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2013-7331 aktiv ausgenutzt?

Ja, CISA hat die aktive Ausnutzung von CVE-2013-7331 bestätigt und die Schwachstelle in den Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog aufgenommen. Das EPSS-Perzentil von 99,2 % platziert sie unter die am meisten ausgenutzten CVEs. Sie wird häufig als Aufklärungsschritt eingesetzt, um installierte Sicherheitssoftware zu erkennen, bevor weitere Angriffe gestartet werden.

Welche Produkte sind von CVE-2013-7331 betroffen?

CVE-2013-7331 betrifft den Microsoft Internet Explorer. Obwohl genaue Versionsbereiche nicht detailliert angegeben sind, wurde die Schwachstelle in Microsoft-Sicherheitsupdates aus dem Jahr 2014 behoben. Alle damals aktuellen Versionen des Internet Explorers sollten als potenziell betroffen betrachtet werden.

Wie behebe ich CVE-2013-7331?

Installieren Sie alle verfügbaren Microsoft-Sicherheitsupdates für den Internet Explorer. Noch wichtiger: Migrieren Sie vollständig vom Internet Explorer, da er sein Lebensende erreicht hat. Der Umstieg auf einen modernen Browser beseitigt diese und viele weitere Informationsoffenlegungs-Schwachstellen.

Wie schwerwiegend ist CVE-2013-7331?

Obwohl CVE-2013-7331 eine Informationsoffenlegungs-Schwachstelle und kein direkter Codeausführungsfehler ist, spiegelt das EPSS-Perzentil von 99,2 % den extremen Nutzen in Angriffsketten wider. Die Fähigkeit, installierte Sicherheitssoftware zu erkennen, ermöglicht es Angreifern, nachfolgende Exploits anzupassen, was sie zu einem kritischen Enabler für gezielte Angriffe macht.

CVSS-Score

6.5
MEDIUM(6.5)

EPSS-Score

EPSS-Score58.02%
EPSS-Perzentil99.0%

Daten

Veröffentlicht26. Februar 2014
Zuletzt geändert17. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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