CVE-2013-3906
Microsoft Graphics Component Memory Corruption Vulnerability
Beschreibung
CVE-2013-3906 ist eine schwerwiegende Unsachgemäße Kontrolle der Code-Generierung ('Code Injection')-Schwachstelle in Microsoft Graphics Component mit einem CVSS-3.1-Score von 7.8. Die Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, lokal ohne vorherige Authentifizierung unter Mitwirkung des Benutzers beliebigen Code auszuführen oder das System zu kompromittieren. Betroffene Produkte umfassen Microsoft Excel Viewer, Microsoft Lync (2010; 2013), Microsoft Office (2003; 2007; 2010), Microsoft Office Compatibility Pack, Microsoft Powerpoint Viewer (2010), Microsoft Word Viewer, Microsoft Windows Server 2008, Microsoft Windows Vista. Diese CVE ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet mit einer Behebungsfrist bis zum 2022-08-15. Der EPSS-Score von 0.92502 (99,74. Perzentile) belegt eine hohe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit und erfordert eine priorisierte Behebung.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| microsoft | excel viewer | - |
| microsoft | lync | 2010; 2013 |
| microsoft | office | 2003; 2007; 2010 |
| microsoft | office compatibility pack | - |
| microsoft | powerpoint viewer | 2010 |
| microsoft | word viewer | - |
| microsoft | windows server 2008 | - |
| microsoft | windows vista | - |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H
Referenzen
- http://blogs.mcafee.com/mcafee-labs/mcafee-labs-detects-zero-day-exploit-targeting-microsoft-office-2(Broken Link, Exploit)
- http://blogs.technet.com/b/srd/archive/2013/11/05/cve-2013-3906-a-graphics-vulnerability-exploited-through-word-documents.aspx(Broken Link, Exploit)
- http://technet.microsoft.com/security/advisory/2896666(Patch, Vendor Advisory)
- http://www.exploit-db.com/exploits/30011(Exploit, Third Party Advisory, VDB Entry)
- https://docs.microsoft.com/en-us/security-updates/securitybulletins/2013/ms13-096(Patch, Vendor Advisory)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2013-3906(US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-94: Unsachgemäße Kontrolle der Code-Generierung ('Code Injection')
CVE-2013-3906 wird unter CWE-94 klassifiziert — Unsachgemäße Kontrolle der Code-Generierung ('Code Injection'). Code Injection ist eine Schwachstelle, die auftritt, wenn Software ein Codesegment ganz oder teilweise unter Verwendung von extern beeinflussten Eingaben einer vorgelagerten Komponente konstruiert, aber Spezialelemente, die die Syntax oder das Verhalten des beabsichtigten Codesegments modifizieren könnten, nicht oder nicht korrekt neutralisiert. Anders als Command Injection, die auf Betriebssystem-Shells abzielt, zielt Code Injection auf den Interpreter der Programmiersprache selbst (z.B. Pythons eval(), PHPs eval(), JavaScripts eval() oder kompilierte Code-Generierung). Erfolgreiche Ausnutzung ermöglicht Angreifern die Ausführung beliebigen Codes im Kontext der Anwendung, was potenziell zu vollständiger Systemkompromittierung mit den vollen Privilegien des Anwendungsprozesses führt.
Im Kontext von Microsoft Graphics Component ist diese Schwachstellenklasse besonders besorgniserregend, da Code Injection stellt eine der schwerwiegendsten Schwachstellenklassen dar und ermöglicht Angreifern die Ausführung beliebigen Codes mit Anwendungsprivilegien. Moderne Webanwendungen, die serverseitige Skriptsprachen verwenden, sind besonders anfällig, wenn sie dynamisch Code aus Benutzereingaben generieren oder interpretieren. Angreifer können sensible Daten stehlen, Anwendungsverhalten modifizieren, persistente Backdoors etablieren, zu internen Systemen pivotieren oder die kompromittierte Anwendung für weitere Angriffe nutzen. Organisationen, die betroffene Versionen einsetzen, sollten verstehen, dass diese Schwachstellenklasse historisch schwere Kompromittierungen in Unternehmensumgebungen ermöglicht hat.
Auswirkungsanalyse
Vertraulichkeit (HIGH): Erfolgreiche Ausnutzung gewährt dem Angreifer umfassenden Zugriff auf sensible Daten, die von Microsoft Graphics Component verarbeitet werden, einschließlich Konfigurationsdateien, Zugangsdaten und potenziell Daten verbundener Systeme.
Integrität (HIGH): Angreifer können kritische Systemdateien modifizieren, Backdoors installieren, Konfigurationen ändern oder Malware auf betroffenen Systemen mit Microsoft Graphics Component einschleusen.
Verfügbarkeit (HIGH): Eine vollständige Unterbrechung des betroffenen Dienstes oder Systems ist möglich, einschließlich Denial-of-Service, Systemabstürze oder das Unbrauchbarmachen des Produkts.
Scope: Der Scope ist Unchanged (U), was bedeutet, dass die Auswirkungen auf die verwundbare Komponente selbst beschränkt sind. Der Einfluss ist zwar signifikant, bleibt aber auf die Microsoft Graphics Component-Umgebung begrenzt.
Mit einem EPSS-Score von 0.92502 (99,74. Perzentile) gehört diese Schwachstelle zu den am häufigsten in der Praxis ausgenutzten und erfordert dringende Maßnahmen.
Exploit-Reifegrad
Exploit-Status: CVE-2013-3906 wird aktiv in der Praxis ausgenutzt und ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet. Der EPSS-Score von 0.92502 (99,74. Perzentile) bestätigt eine extrem hohe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit.
Ransomware-Bezug: Nach aktuellem KEV-Stand wurde kein direkter Ransomware-Zusammenhang für CVE-2013-3906 bestätigt. Die bestätigte Ausnutzung in der Praxis bedeutet jedoch, dass Bedrohungsakteure diese Schwachstelle aktiv in Angriffen einsetzen.
Öffentliche Exploits: Exploit-Code ist öffentlich verfügbar, unter anderem bei www.exploit-db.com. Die Verfügbarkeit von öffentlichem Exploit-Code senkt die Hürde für die Ausnutzung erheblich.
KEV-Frist: Die CISA-Behebungsfrist war der 2022-08-15. Alle Organisationen sollten diese Frist als dringende Empfehlung für ihre eigenen Behebungszeiträume betrachten.
Behebung
- Hersteller-Patches umgehend anwenden. Wenden Sie Updates gemäß den Anweisungen des Herstellers an. Konsultieren Sie den Herstellerhinweis unter technet.microsoft.com für spezifische Patch-Informationen.
- Betroffene Produktversionen identifizieren. Erfassen Sie alle Instanzen von Microsoft Graphics Component in Ihrer Infrastruktur (betroffene Versionen: Microsoft Excel Viewer, Microsoft Lync (2010; 2013), Microsoft Office (2003; 2007; 2010), Microsoft Office Compatibility Pack, Microsoft Powerpoint Viewer (2010), Microsoft Word Viewer, Microsoft Windows Server 2008, Microsoft Windows Vista). Nutzen Sie Asset-Inventarisierung und Schwachstellen-Scanner, um keine Instanz zu übersehen.
- Interim-Maßnahmen bei verzögertem Patching umsetzen. Falls sofortiges Patching nicht möglich ist, implementieren Sie Netzwerkebene-Kontrollen wie Zugangsbeschränkungen zur betroffenen Komponente, erweitertes Logging und Monitoring auf Kompromittierungsindikatoren.
- Auf Anzeichen vorheriger Kompromittierung prüfen. Angesichts der bestätigten aktiven Ausnutzung überprüfen Sie Systemprotokolle und Sicherheits-Monitoring-Daten auf Hinweise einer Kompromittierung. Führen Sie bei verdächtigen Aktivitäten eine gründliche Untersuchung durch.
- Erkennungssignaturen aktualisieren. Stellen Sie sicher, dass IDS/IPS-Systeme, Endpoint-Detection-Tools und SIEM-Regeln aktualisiert sind, um Ausnutzungsversuche gegen CVE-2013-3906 zu erkennen.
- Post-Remediation-Review durchführen. Verifizieren Sie nach dem Patching die Wirksamkeit der Behebung und dokumentieren Sie die durchgeführten Maßnahmen. Bewerten Sie, ob zusätzliche Härtungsmaßnahmen erforderlich sind.
Technische Details
Angriffsvektor: LOCAL
Angriffskomplexität: Niedrig
Erforderliche Rechte: Keine
Benutzerinteraktion: Erforderlich
Technischer Ablauf: Die Schwachstelle in Microsoft Graphics Component kann lokal, typischerweise durch das Öffnen einer bösartigen Datei oder die Ausführung einer schädlichen Anwendung ausgenutzt werden. Die Angriffskomplexität ist niedrig — es sind keine spezialisierten Bedingungen über die Angriffsvoraussetzungen hinaus erforderlich. Es sind keine vorherigen Authentifizierungen oder Berechtigungen erforderlich. Eine Benutzerinteraktion ist erforderlich — das Opfer muss eine Aktion wie das Öffnen einer Datei, das Anklicken eines Links oder den Besuch einer Website durchführen.
Schwachstellenmechanismus: Code Injection ist eine Schwachstelle, die auftritt, wenn Software ein Codesegment ganz oder teilweise unter Verwendung von extern beeinflussten Eingaben einer vorgelagerten Komponente konstruiert, aber Spezialelemente, die die Syntax oder das Verhalten des beabsichtigten Codesegments modifizieren könnten, nicht oder nicht korrekt neutralisiert. Anders als Command Injection, die auf Betriebssystem-Shells abzielt, zielt Code Injection auf den Interpreter der Programmiersprache selbst (z.B. Pythons eval(), PHPs eval(), JavaScripts eval() oder kompilierte Code-Generierung).
Betroffene Produkte: Microsoft Excel Viewer, Microsoft Lync (2010; 2013), Microsoft Office (2003; 2007; 2010), Microsoft Office Compatibility Pack, Microsoft Powerpoint Viewer (2010), Microsoft Word Viewer, Microsoft Windows Server 2008, Microsoft Windows Vista
CVSS-3.1-Bewertung: Der Score von 7.8 (HOCH) reflektiert die Kombination aus lokalem Angriffsvektor, niedriger Komplexität und auf die Komponente begrenztem Scope.
Häufig gestellte Fragen
Wird CVE-2013-3906 aktiv ausgenutzt?
Ja, CVE-2013-3906 wird aktiv ausgenutzt. Die Schwachstelle ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet und weist einen EPSS-Score von 0.92502 (99,74. Perzentile) auf, der eine extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit bestätigt.
Welche Produkte sind von CVE-2013-3906 betroffen?
Von CVE-2013-3906 sind folgende Produkte betroffen: Microsoft Excel Viewer, Microsoft Lync (2010; 2013), Microsoft Office (2003; 2007; 2010), Microsoft Office Compatibility Pack, Microsoft Powerpoint Viewer (2010), Microsoft Word Viewer, Microsoft Windows Server 2008, Microsoft Windows Vista. Organisationen sollten ihre Infrastruktur auf diese Versionen prüfen und die Behebung priorisieren. Aktuelle Informationen zu betroffenen Versionen und Patches sind in den offiziellen Herstellerhinweisen verfügbar.
Wie behebe ich CVE-2013-3906?
Wenden Sie Updates gemäß den Anweisungen des Herstellers an. Identifizieren Sie alle betroffenen Instanzen von Microsoft Graphics Component in Ihrer Umgebung mittels Schwachstellen-Scanning und Asset-Management. Falls sofortiges Patching nicht möglich ist, implementieren Sie Netzwerk-Mitigierungen und erweitertes Monitoring. Prüfen Sie nach dem Patching auf Anzeichen einer vorherigen Kompromittierung.
Wie schwerwiegend ist CVE-2013-3906?
CVE-2013-3906 ist mit einem CVSS-Score von 7.8 als HOCH eingestuft. Der EPSS-Score von 0.92502 (99,74. Perzentile) belegt eine der höchsten realen Ausnutzungswahrscheinlichkeiten. Die CISA-Behebungsfrist war der 2022-08-15.
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