CVE-2013-1331

HIGH(7.8)KEVWahrscheinlich ausgenutzt

Microsoft Office Buffer Overflow Vulnerability

Beschreibung

CVE-2013-1331 ist eine Pufferüberlauf-Schwachstelle in Microsoft Office, die es entfernten Angreifern ermöglicht, über manipulierte PNG-Daten in einem Office-Dokument beliebigen Code auszuführen. Der Fehler tritt auf, wenn die Office-Anwendung ein speziell präpariertes PNG-Bild verarbeitet und dabei einen Pufferüberlauf auslöst, der zur Codeausführung im Kontext des angemeldeten Benutzers genutzt werden kann. Die CISA hat CVE-2013-1331 in ihren Katalog der bekannten ausgenutzten Sicherheitslücken aufgenommen und bestätigt damit die Ausnutzung in freier Wildbahn. Mit einem EPSS-Score von 88,9 % (99. Perzentil) stellt diese Schwachstelle ein kritisches Risiko für Organisationen dar, die ungepatchte Versionen von Microsoft Office einsetzen.

KEV-Informationen

Hersteller
Microsoft
Produkt
Office
Hinzugefügt am
8. Juni 2022
Fälligkeitsdatum
22. Juni 2022
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
LOCAL
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
REQUIRED
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
1.8
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
microsoftoffice2003; 2011

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
7.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
7.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-120: Pufferüberlauf durch fehlende Größenprüfung der Eingabe ('Classic Buffer Overflow')

CVE-2013-1331 nutzt einen klassischen Pufferüberlauf in den PNG-Bildverarbeitungsroutinen von Microsoft Office aus, bei dem die Anwendung Bilddaten in einen Puffer fester Größe kopiert, ohne ordnungsgemäß zu prüfen, ob die Eingabedaten in den zugewiesenen Speicherbereich passen. Dies ermöglicht es speziell präparierten PNG-Daten, angrenzenden Speicher zu überschreiben und die Programmausführung umzuleiten.

Mehr erfahren: CWE-120 — Pufferüberlauf durch fehlende Größenprüfung

Auswirkungsanalyse

CVE-2013-1331 ist über ein manipuliertes Office-Dokument aus der Ferne ausnutzbar — ein Angreifer muss lediglich das Opfer dazu bringen, ein bösartiges Dokument mit einem speziell präparierten PNG-Bild zu öffnen. Eine Authentifizierung ist nicht erforderlich, wobei eine Benutzerinteraktion zum Öffnen des Dokuments notwendig ist. Eine erfolgreiche Ausnutzung führt zur Ausführung beliebigen Codes mit den Rechten des aktuellen Benutzers, was bei Administratorrechten zur vollständigen Systemkompromittierung führen kann. Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit sind gleichermaßen gefährdet, da ein Angreifer sensible Daten stehlen, Schadsoftware installieren oder den Systembetrieb stören kann. Der EPSS-Score von 88,9 % ordnet diese Schwachstelle im 99. Perzentil ein, was auf nahezu sichere Ausnutzungsaktivität hindeutet.

Exploit-Reifegrad

Die CISA hat die aktive Ausnutzung von CVE-2013-1331 bestätigt, indem sie die Schwachstelle am 8. Juni 2022 in den Katalog der bekannten ausgenutzten Sicherheitslücken aufgenommen hat. Der EPSS-Score von 88,9 % ordnet diese Schwachstelle im 99. Perzentil ein und weist auf eine sehr hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit hin. Der dokumentenbasierte Angriffsvektor macht diese Schwachstelle besonders attraktiv für Spear-Phishing-Kampagnen, bei denen sorgfältig präparierte Office-Dokumente mit bösartigen PNG-Nutzlasten per E-Mail zugestellt werden. Obwohl keine spezifischen Ransomware-Kampagnen öffentlich mit CVE-2013-1331 in Verbindung gebracht wurden, eignet sich die Remote-Code-Execution-Fähigkeit für jedes Post-Exploitation-Szenario.

Behebung

  1. Microsoft-Sicherheitsupdates sofort einspielen: Installieren Sie die relevanten Sicherheitspatches von Microsoft, die den PNG-Verarbeitungs-Pufferüberlauf in betroffenen Office-Versionen beheben, wie von der CISA KEV-Maßnahme gefordert.
  2. Legacy-Office-Installationen aktualisieren: Wenn Office 2003, 2007 oder 2010 im Einsatz ist, stellen Sie sicher, dass die neuesten kumulativen Sicherheitsupdates installiert sind, oder führen Sie ein Upgrade auf eine aktuell unterstützte Office-Version mit modernen Exploit-Schutzmaßnahmen durch.
  3. Office-Dateivalidierung und geschützte Ansicht implementieren: Stellen Sie sicher, dass die geschützte Ansicht in Microsoft Office für alle Dokumente aktiviert ist, die aus dem Internet oder als E-Mail-Anhänge empfangen werden — dies öffnet Dokumente in einer eingeschränkten Sandbox und blockiert die Ausnutzung.
  4. E-Mail-Anhangfilterung einrichten: Konfigurieren Sie E-Mail-Gateways zum Scannen und Isolieren von Office-Dokumenten mit verdächtigen eingebetteten Inhalten, insbesondere Dokumenten mit ungewöhnlichen PNG-Strukturen.
  5. Auf Kompromittierungsindikatoren überwachen: Prüfen Sie Endpoint-Detection-Logs auf ungewöhnliches Office-Prozessverhalten wie unerwartete Child-Process-Erstellung, Netzwerkverbindungen von Office-Anwendungen oder Speicherzugriffsverletzungen.

Technische Details

CVE-2013-1331 ist eine Pufferüberlauf-Schwachstelle in der Verarbeitung von PNG-Bilddaten durch Microsoft Office innerhalb von Office-Dokumenten. Wenn Office ein Dokument mit einem manipulierten PNG-Bild parst, kopiert die Anwendung die Bilddaten in einen Stack- oder Heap-Puffer, ohne zu überprüfen, dass die Datenlänge die Pufferkapazität nicht überschreitet. Diese klassische Pufferüberlauf-Bedingung (CWE-120) ermöglicht es einem Angreifer, angrenzenden Speicher einschließlich Rücksprungadressen oder Funktionszeiger zu überschreiben und die Ausführung auf angreiferkontrollierten Shellcode umzuleiten. Die Schwachstelle wird während des Dokument-Rendering-Prozesses ausgelöst, sodass die Ausnutzung erfolgt, sobald das Opfer das bösartige Dokument öffnet. Da Office-Dokumente ein gängiges Geschäftskommunikationsformat sind, ist die Social-Engineering-Hürde niedrig.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2013-1331 aktiv ausgenutzt?

Ja. Die CISA hat die aktive Ausnutzung von CVE-2013-1331 bestätigt, indem sie die Schwachstelle in den Katalog der bekannten ausgenutzten Sicherheitslücken aufgenommen hat. Der EPSS-Score von 88,9 % im 99. Perzentil weist auf eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit fortlaufender Ausnutzung hin, insbesondere durch Spear-Phishing-Kampagnen mit manipulierten Office-Dokumenten.

Welche Produkte sind von CVE-2013-1331 betroffen?

CVE-2013-1331 betrifft Microsoft Office, insbesondere die PNG-Bildverarbeitungskomponente. Mehrere Office-Versionen einschließlich Office 2003, 2007 und 2010 sind bekanntermaßen anfällig. Organisationen sollten ihre spezifische Office-Version anhand des Microsoft-Sicherheitshinweises überprüfen.

Wie behebe ich CVE-2013-1331?

Spielen Sie die relevanten Microsoft-Sicherheitsupdates ein, die den Pufferüberlauf in der PNG-Verarbeitung von Office beheben. Aktivieren Sie die geschützte Ansicht für alle extern empfangenen Dokumente und stellen Sie sicher, dass E-Mail-Anhänge gescannt werden.

Wie schwerwiegend ist CVE-2013-1331?

CVE-2013-1331 ist eine schwerwiegende Schwachstelle mit einem EPSS-Score im 99. Perzentil, was auf nahezu sichere Ausnutzung hindeutet. Eine erfolgreiche Ausnutzung ermöglicht die Ausführung beliebigen Codes mit den Rechten des aktuellen Benutzers, was zu vollständiger Systemkompromittierung, Datendiebstahl und Malware-Installation führen kann.

CVSS-Score

7.8
HIGH(7.8)

EPSS-Score

EPSS-Score81.88%
EPSS-Perzentil99.6%

Daten

Veröffentlicht12. Juni 2013
Zuletzt geändert16. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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