CVE-2010-3333
Microsoft Office Stack-based Buffer Overflow Vulnerability
Beschreibung
CVE-2010-3333 ist eine schwerwiegende Schwachstelle in Microsoft Office mit einem CVSS-3.1-Score von 7.8. Durch Ausnutzung dieser Schwachstelle kann ein Angreifer Remote Code Execution auf dem Zielsystem erzielen. Der Fehler wird als CWE-787 (Out-of-bounds Write) klassifiziert. Ein typisches Angriffsszenario beinhaltet die Verbreitung eines speziell präparierten Office-Dokuments per E-Mail oder Filesharing, wobei die Code-Ausführung beim Öffnen des manipulierten Dokuments durch das Opfer erfolgt. Diese Schwachstelle ist im CISA KEV-Katalog (Known Exploited Vulnerabilities) gelistet mit einer Behebungsfrist bis zum 2022-03-24. Der EPSS-Score von 0,9379 (99,86. Perzentile) belegt eine erhebliche reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| microsoft | office | 2003; 2004; 2007; 2008; 2010; 2011; xp |
| microsoft | open xml file format converter | - |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H
Referenzen
- http://labs.idefense.com/intelligence/vulnerabilities/display.php?id=880(Broken Link)
- http://secunia.com/advisories/38521(Broken Link)
- http://secunia.com/advisories/42144(Broken Link)
- http://securityreason.com/securityalert/8293(Broken Link)
- http://www.securityfocus.com/bid/44652(Broken Link, Third Party Advisory, VDB Entry)
- http://www.securitytracker.com/id?1024705(Broken Link, Third Party Advisory, VDB Entry)
- http://www.us-cert.gov/cas/techalerts/TA10-313A.html(Third Party Advisory, US Government Resource)
- http://www.vupen.com/english/advisories/2010/2923(Broken Link)
- https://docs.microsoft.com/en-us/security-updates/securitybulletins/2010/ms10-087(Patch, Vendor Advisory)
- https://oval.cisecurity.org/repository/search/definition/oval%3Aorg.mitre.oval%3Adef%3A11931(Broken Link)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2010-3333(US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-787: Out-of-bounds Write
CVE-2010-3333 wird unter CWE-787 — Out-of-bounds Write — klassifiziert. Out-of-bounds Write ist eine Schwachstelle, die auftritt, wenn Software Daten an einen Speicherort außerhalb der beabsichtigten Grenzen eines Puffers schreibt. Dies kann durch Buffer Overflows, inkorrekte Array-Indizierung, Zeigerarithmetik-Fehler oder Integer Overflows auftreten, die Größenberechnungen beeinflussen. Out-of-bounds Writes sind extrem gefährlich, da sie angrenzende Daten korrumpieren, Kontrollflussinformationen (Rücksprungadressen, Funktionszeiger) überschreiben, Sicherheitsflags ändern oder Heap-Metadaten korrumpieren können. Diese Schwachstelle rangiert konsistent als eine der gefährlichsten Software-Schwächen aufgrund ihres direkten Pfads zu beliebiger Code-Ausführung.
Im Kontext von Microsoft Office ist diese Schwachstellenklasse besonders kritisch, da das Produkt in zahlreichen Unternehmens- und Endbenutzerumgebungen eingesetzt wird. Out-of-bounds Writes gehören zu den ausnutzbarsten und gefährlichsten Schwachstellenklassen. Sie ermöglichen direkte Speicherkorruption, die Angreifer für Code-Ausführung durch Rücksprungadressen-Überschreibung, vtable-Korruption oder Heap-Exploitation-Techniken nutzen. Die Schwachstelle betrifft kritische Software einschließlich Betriebssysteme, Browser, Netzwerkdienste und eingebettete Systeme. Remote Code Execution durch Out-of-bounds Writes hat große Malware-Kampagnen und APT-Angriffe ermöglicht. Die 2021 CWE Top 25 ordnete Out-of-bounds Write als #1 gefährlichste Software-Schwäche ein. Organisationen, die betroffene Versionen einsetzen, sollten verstehen, dass diese Schwachstellenklasse häufig zuverlässige Angriffspfade bietet, die von Bedrohungsakteuren sowohl in gezielten als auch in opportunistischen Angriffen aktiv ausgenutzt werden.
Auswirkungsanalyse
CVE-2010-3333 trägt einen CVSS-3.1-Score von 7.8 (HOCH) mit folgenden Auswirkungsmerkmalen.
Vertraulichkeit (HIGH): Ein Angreifer, der diese Schwachstelle erfolgreich ausnutzt, erhält Zugriff auf sämtliche Daten, die der betroffenen Komponente zugänglich sind. Im Kontext von Microsoft Office umfasst dies potenziell sensible Konfigurationsdaten, Benutzeranmeldeinformationen, vertrauliche Geschäftsinformationen und alle von der Anwendung verarbeiteten Daten.
Integrität (HIGH): Eine erfolgreiche Ausnutzung ermöglicht dem Angreifer das Ändern, Beschädigen oder Zerstören von Daten im betroffenen System. Dies schließt die Manipulation von Systemdateien, die Installation von Backdoors oder persistenter Malware, die Änderung kritischer Konfigurationen und die Manipulation der Anwendungslogik ein.
Verfügbarkeit (HIGH): Die Schwachstelle kann ausgenutzt werden, um einen vollständigen Denial-of-Service herbeizuführen und das betroffene System für legitime Benutzer unzugänglich zu machen. Systemabstürze oder Ressourcenerschöpfung können bis zur manuellen administrativen Intervention andauern.
Scope (Unchanged): Die Auswirkungen der Ausnutzung bleiben auf den Sicherheitsbereich der verwundbaren Komponente selbst beschränkt. Obwohl der Schaden innerhalb dieses Bereichs bis zur vollständigen Kompromittierung der betroffenen Anwendung reichen kann, erfordert eine laterale Ausbreitung zusätzliche Angriffsschritte.
Mit einem EPSS-Score von 0,9379 (99,86. Perzentile) gehört diese Schwachstelle zu den am häufigsten in der Praxis ausgenutzten und übertrifft die große Mehrheit aller katalogisierten Schwachstellen hinsichtlich realer Exploit-Aktivität deutlich.
Exploit-Reifegrad
CVE-2010-3333 weist eine fortgeschrittene Exploit-Reife mit bestätigter aktiver Ausnutzung in der Praxis auf.
Aktive Ausnutzung: Diese Schwachstelle ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet, was bestätigt, dass sie von Bedrohungsakteuren aktiv ausgenutzt wird. Die KEV-Aufnahme verpflichtet US-Bundesbehörden zur Behebung innerhalb der festgelegten Frist und dient als starkes Signal für reale Risiken.
Ransomware-Bezug: Nach aktuellem Stand des KEV-Katalogs wurde kein direkter Ransomware-Zusammenhang für CVE-2010-3333 bestätigt. Die Schwachstelle bleibt jedoch aufgrund ihrer Eigenschaften und der bestätigten Ausnutzung ein potenzieller Angriffsvektor für verschiedene Bedrohungsakteure einschließlich Cyberkrimineller und APT-Gruppen.
Exploit-Verfügbarkeit: In den NVD-Daten wurden keine spezifischen öffentlichen Exploit-Code-Referenzen identifiziert. Die Aufnahme in den KEV-Katalog bestätigt jedoch die reale Ausnutzung. Threat-Intelligence-Quellen und Untergrundforen können Exploit-Werkzeuge bereitstellen, die nicht in öffentlichen Datenbanken erfasst sind.
KEV-Behebungsfrist: CISA setzte eine Behebungsfrist zum 2022-03-24 für Bundesbehörden, was die Dringlichkeit der Patch-Anwendung unterstreicht. Organisationen außerhalb des öffentlichen Sektors sollten diese Frist als starken Risikoindikator betrachten und die Behebung entsprechend priorisieren.
Behebung
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Sicherheitsupdates des Herstellers umgehend einspielen. Apply updates per vendor instructions. Konsultieren Sie den offiziellen Sicherheitshinweis für spezifische Patch-Versionen und Bereitstellungsanleitungen.
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Betroffene Produktversionen in der eigenen Umgebung identifizieren. Zu den betroffenen Produkten gehören: Office (2003; 2004; 2007; 2008; 2010; 2011; xp), Open Xml File Format Converter. Führen Sie eine Bestandsaufnahme aller Instanzen in Ihrer Organisation durch, um eine vollständige Patch-Abdeckung sicherzustellen und zu verhindern, dass ungepatchte Systeme exponiert bleiben.
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Zwischenmaßnahmen implementieren, falls sofortiges Patchen nicht möglich ist. Sensibilisieren Sie Benutzer für die Risiken beim Öffnen nicht vertrauenswürdiger Dateien oder Dokumente. Implementieren Sie Application Whitelisting und konfigurieren Sie E-Mail-Gateways zum Blockieren oder Quarantänisieren verdächtiger Anhänge. Aktivieren Sie die geschützte Ansicht oder Sandbox-Ausführung in Dokumentenanwendungen, wo verfügbar.
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Erweiterte Überwachung und Erkennung aktivieren. Konfigurieren Sie Intrusion-Detection-Systeme und Endpoint-Detection-and-Response-(EDR)-Lösungen zur Erkennung von Ausnutzungsversuchen gegen CVE-2010-3333. Überprüfen Sie Sicherheitsprotokolle auf Kompromittierungsindikatoren und richten Sie Alarme für anomales Verhalten auf Systemen mit betroffener Software ein.
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Schwachstellenbewertung nach dem Patchen durchführen. Überprüfen Sie nach dem Einspielen der Patches deren Wirksamkeit durch Schwachstellen-Scans auf allen zuvor betroffenen Systemen. Bestätigen Sie, dass die Schwachstelle nicht mehr vorhanden ist, und stellen Sie sicher, dass keine Instanzen bei der Bereitstellung übersehen wurden.
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Incident-Response-Verfahren überprüfen und aktualisieren. Stellen Sie sicher, dass Ihr Incident-Response-Plan die potenzielle Ausnutzung von CVE-2010-3333 berücksichtigt. Dokumentieren Sie den Patch-Status und bewahren Sie Nachweise der Behebung für Compliance- und Audit-Zwecke auf.
Technische Details
CVE-2010-3333 ist eine schwerwiegende Schwachstelle in Microsoft Office. Die Schwachstelle ermöglicht Angreifern die Ausführung beliebigen Codes auf dem betroffenen System.
Angriffsvektor: Lokal — die Ausnutzung erfordert lokalen Zugang oder das Öffnen einer manipulierten Datei. Trotz dieser Einschränkung bleibt die Schwachstelle durch Social Engineering und Phishing-Kampagnen hochgradig ausnutzbar.
Angriffskomplexität: Niedrig — die Ausnutzung erfordert keine speziellen Bedingungen, Race Conditions oder umfangreiche Vorbereitung und ist für ein breites Spektrum von Angreifern einschließlich solcher mit begrenzten technischen Fähigkeiten zugänglich.
Voraussetzungen: Es sind keine vorherigen Berechtigungen erforderlich. Benutzerinteraktion ist erforderlich, typischerweise das Öffnen einer manipulierten Datei, das Anklicken eines bösartigen Links oder der Besuch einer kompromittierten Webseite.
Zugrunde liegender Mechanismus: Die Schwachstelle basiert auf Out-of-bounds Write, wobei out-of-bounds Write ist eine Schwachstelle, die auftritt, wenn Software Daten an einen Speicherort außerhalb der beabsichtigten Grenzen eines Puffers schreibt. Im Kontext von Office manifestiert sich dies bei der Verarbeitung speziell präparierter Eingaben, die den zugrunde liegenden Fehler auslösen und dem Angreifer die Code-Ausführung oder andere schädliche Ergebnisse ermöglichen.
Betroffene Produkte: Office (2003; 2004; 2007; 2008; 2010; 2011; xp), Open Xml File Format Converter. Organisationen sollten ihre eingesetzten Versionen mit dieser Liste abgleichen, um die eigene Exposition gegenüber dieser Schwachstelle zu bewerten.
Häufig gestellte Fragen
Was ist CVE-2010-3333?
CVE-2010-3333 ist eine schwerwiegende Schwachstelle (CVSS 7.8) in Microsoft Office. Sie ermöglicht Angreifern die Ausführung beliebigen Codes auf betroffenen Systemen. Die Schwachstelle ist im CISA KEV-Katalog gelistet und wird aktiv in der Praxis ausgenutzt.
Welche Produkte sind von CVE-2010-3333 betroffen?
Von der Schwachstelle betroffen sind Microsoft-Produkte einschließlich Office, Open Xml File Format Converter. Betroffene Versionen umfassen 2003; 2004; 2007; 2008; 2010; 2011; xp. Organisationen sollten den Sicherheitshinweis des Herstellers für die vollständige Liste betroffener Versionen und verfügbarer Patches konsultieren.
Wie behebe ich CVE-2010-3333?
Apply updates per vendor instructions. Konsultieren Sie den offiziellen Sicherheitshinweis des Herstellers für spezifische Patch-Downloads und Bereitstellungsanweisungen. Falls sofortiges Patchen nicht möglich ist, implementieren Sie Zwischenmaßnahmen wie die Einschränkung des Zugriffs auf die verwundbare Komponente, die Aktivierung erweiterter Überwachung und die Sensibilisierung der Benutzer für potenzielle Angriffsvektoren. Überprüfen Sie die Behebung durch Schwachstellen-Scans nach dem Patchen.
Wie schwerwiegend ist CVE-2010-3333?
CVE-2010-3333 wird mit einem CVSS-3.1-Score von 7.8 als HOCH eingestuft. Der EPSS-Score von 0,9379 entspricht der 99,86. Perzentile der Ausnutzungswahrscheinlichkeit, was bedeutet, dass diese Schwachstelle wahrscheinlicher ausgenutzt wird als 99,9% aller bekannten Schwachstellen. Die KEV-Behebungsfrist war der 2022-03-24, und die bestätigte aktive Ausnutzung macht diese Schwachstelle zu einem vorrangigen Behebungsziel. Organisationen sollten das Patchen als dringend betrachten, unabhängig davon, ob sie sich derzeit als Ziel sehen.
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