CVE-2010-2861

CRITICAL(9.8)KEVRansomwareWahrscheinlich ausgenutzt

Adobe ColdFusion Directory Traversal Vulnerability

Beschreibung

CVE-2010-2861 ist eine kritische Path-Traversal-Schwachstelle in Adobe ColdFusion (Versionen <= 9.0.1). Eine Directory-Traversal-Schwachstelle in der Administrator-Konsole von Adobe ColdFusion ermöglicht entfernten Angreifern das Lesen beliebiger Dateien. Diese Schwachstelle wurde mit Ransomware-Kampagnen in Verbindung gebracht, was ihr Risikoprofil erheblich erhöht. CISA hat CVE-2010-2861 in den Known Exploited Vulnerabilities-Katalog aufgenommen und damit die aktive Ausnutzung bestätigt. Mit einem EPSS-Score von 94,28 % (99,9. Perzentile) besteht eine sehr hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit.

KEV-Informationen

Hersteller
Adobe
Produkt
ColdFusion
Hinzugefügt am
25. März 2022
Fälligkeitsdatum
15. April 2022
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
3.9
Auswirkungsscore
5.9

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
adobecoldfusion<= 9.0.1

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
9.8
CRITICAL

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
9.8
CRITICAL

CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-22: Unsachgemäße Beschränkung eines Pfadnamens auf ein eingeschränktes Verzeichnis ('Path Traversal')

Path Traversal (auch bekannt als Directory Traversal) ist eine Schwachstelle, die auftritt, wenn Software externe Eingaben verwendet, um einen Pfadnamen zu konstruieren, der eine Datei oder ein Verzeichnis innerhalb eines eingeschränkten übergeordneten Verzeichnisses identifizieren soll, aber spezielle Elemente wie ".." und "/" nicht ordnungsgemäß neutralisiert, die dazu führen können, dass der Pfadname zu einem Speicherort außerhalb des eingeschränkten Verzeichnisses aufgelöst wird. Angreifer nutzen diese Schwachstelle aus, indem sie Dateipfadreferenzen mit Sequenzen wie "../" manipulieren, um das beabsichtigte Verzeichnis zu verlassen und auf beliebige Dateien im System zuzugreifen. Bei CVE-2010-2861 manifestiert sich diese Schwäche in Adobe ColdFusion: Eine Directory-Traversal-Schwachstelle in der Administrator-Konsole von Adobe ColdFusion ermöglicht entfernten Angreifern das Lesen beliebiger Dateien.

Weitere Informationen: CWE-22 — Unsachgemäße Beschränkung eines Pfadnamens auf ein eingeschränktes Verzeichnis ('Path Traversal')

Auswirkungsanalyse

CVE-2010-2861 stellt eine kritische Bedrohung für Organisationen dar, die Adobe ColdFusion einsetzen, mit einem CVSS-Score von 9.8, der maximale Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit widerspiegelt. Eine erfolgreiche Ausnutzung kann die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit betroffener Systeme vollständig kompromittieren. Angreifer können auf sensible Daten zugreifen, Systemkonfigurationen oder Daten verändern und die Dienstverfügbarkeit stören. Die dokumentierte Verbindung zu Ransomware-Kampagnen macht diese Schwachstelle besonders gefährlich, da Bedrohungsakteure sie aktiv für den initialen Zugang oder zur Rechteeskalation in Ransomware-Operationen nutzen.

Exploit-Reifegrad

CVE-2010-2861 ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities-Katalog gelistet, was die Ausnutzung in realen Angriffen bestätigt. Der EPSS-Score von 94,28 % (99,9. Perzentile) zählt sie zu den am wahrscheinlichsten ausgenutzten Schwachstellen, was eine weit verbreitete und aktive Ausnutzungsaktivität widerspiegelt. Öffentlicher Exploit-Code ist verfügbar, was die Einstiegshürde für Angreifer senkt und die Dringlichkeit der Behebung erhöht. Diese Schwachstelle wurde mit Ransomware-Kampagnen in Verbindung gebracht, was darauf hinweist, dass gut ausgestattete Bedrohungsakteure sie aktiv in ihre Angriffsketten integrieren.

Behebung

  1. Pflichtmaßnahme laut CISA KEV: Wenden Sie umgehend Herstellerpatches an. Aktualisieren Sie Adobe ColdFusion von den betroffenen Versionen (<= 9.0.1) auf die neueste gepatchte Version.
  2. Falls ein sofortiges Patching nicht möglich ist, beschränken Sie den Netzwerkzugriff auf den betroffenen ColdFusion-Dienst mittels Firewall-Regeln, ACLs oder Netzwerksegmentierung, um die Exposition auf vertrauenswürdige Netzwerke zu begrenzen.
  3. Angesichts der Ransomware-Verbindung stellen Sie sicher, dass Endpoint Detection and Response (EDR)-Lösungen auf allen betroffenen Systemen aktiv sind, und überwachen Sie auf Kompromittierungsindikatoren einschließlich ungewöhnlicher Prozessausführung, Dateiverschlüsselungsaktivität und lateraler Bewegung.
  4. Bewerten Sie, ob betroffene Adobe-ColdFusion-Installationen noch vom Hersteller unterstützt werden. End-of-Life-Systeme sollten für die Migration auf unterstützte Alternativen priorisiert werden.
  5. Überprüfen und aktualisieren Sie den Schwachstellenmanagement-Prozess Ihrer Organisation, um sicherzustellen, dass CISA-KEV-Einträge mit einer Behebungsfrist bis zum 15.04.2022 innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens bearbeitet werden.

Technische Details

CVE-2010-2861 ist unter CWE-22 (Unsachgemäße Beschränkung eines Pfadnamens auf ein eingeschränktes Verzeichnis ('Path Traversal')) klassifiziert und betrifft Adobe ColdFusion in den Versionen <= 9.0.1. Eine Directory-Traversal-Schwachstelle in der Administrator-Konsole von Adobe ColdFusion ermöglicht entfernten Angreifern das Lesen beliebiger Dateien. Die Schwachstelle ist über das Netzwerk aus der Ferne ausnutzbar, mit geringer Angriffskomplexität, ohne vorherige Authentifizierung. Der CVSS-3.1-Basiswert von 9.8 (CRITICAL) spiegelt hohe Auswirkungen auf die Vertraulichkeit, hohe Auswirkungen auf die Integrität und hohe Auswirkungen auf die Verfügbarkeit wider.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2010-2861 aktiv ausgenutzt?

Ja. CVE-2010-2861 ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities-Katalog gelistet, was die aktive Ausnutzung in freier Wildbahn bestätigt. Der EPSS-Score von 94,28 % (99,9. Perzentile) weist auf eine sehr hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit hin. Öffentlicher Exploit-Code ist verfügbar, was das Risiko weiter erhöht. Diese Schwachstelle wurde zudem mit Ransomware-Kampagnen in Verbindung gebracht.

Welche Produkte sind von CVE-2010-2861 betroffen?

CVE-2010-2861 betrifft hauptsächlich Adobe ColdFusion. Die betroffenen Versionen umfassen <= 9.0.1. Organisationen sollten prüfen, ob Instanzen der betroffenen Software in ihrer Umgebung betrieben werden.

Wie behebe ich CVE-2010-2861?

Wenden Sie die Herstellerupdates gemäß den Anweisungen an. Aktualisieren Sie konkret von den betroffenen Versionen (<= 9.0.1) auf die neueste gepatchte Version von Adobe. Als Sofortmaßnahme beschränken Sie den Netzwerkzugriff auf den betroffenen Dienst auf vertrauenswürdige Netzwerke.

Wie schwerwiegend ist CVE-2010-2861?

CVE-2010-2861 hat einen CVSS-3.1-Score von 9.8 und ist als CRITICAL eingestuft. Diese kritische Einstufung spiegelt das Potenzial für vollständige Systemkompromittierung wider. Die Verbindung zu Ransomware-Kampagnen erhöht das operative Risiko dieser Schwachstelle zusätzlich.

CVSS-Score

9.8
CRITICAL(9.8)

EPSS-Score

EPSS-Score99.72%
EPSS-Perzentil100.0%

Daten

Veröffentlicht11. August 2010
Zuletzt geändert14. August 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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