CVE-2010-2568

HIGH(7.8)KEVWahrscheinlich ausgenutzt

Microsoft Windows Remote Code Execution Vulnerability

Beschreibung

CVE-2010-2568 ist eine Remote-Code-Execution-Schwachstelle in Microsoft Windows durch fehlerhafte Verarbeitung von Verknüpfungsdateien (.LNK). Beim Anzeigen des Icons einer manipulierten Verknüpfung wird bösartiger Code als aktueller Benutzer ausgeführt — ohne jegliche Benutzerinteraktion. Die Schwachstelle wurde berühmt durch den Stuxnet-Wurm. Der EPSS-Score von 92,13 % (99,71. Perzentil) belegt nahezu sichere Ausnutzung. Die CISA hat CVE-2010-2568 am 15. September 2022 in den KEV-Katalog aufgenommen.

KEV-Informationen

Hersteller
Microsoft
Produkt
Windows
Hinzugefügt am
15. September 2022
Fälligkeitsdatum
6. Oktober 2022
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
LOCAL
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
REQUIRED
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
1.8
Auswirkungsscore
5.9

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
microsoftwindows 7-
microsoftwindows server 2003-
microsoftwindows server 2008-; r2
microsoftwindows vista-
microsoftwindows xp-

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-20: Improper Input Validation

CVE-2010-2568 nutzt eine unzureichende Eingabevalidierung in der Windows-Shell-Verarbeitung von Verknüpfungsdateien (.LNK) aus. Das System validiert manipulierte Verknüpfungsdaten nicht korrekt, bevor es Ressourcen lädt, wodurch bösartiger Code beim Rendern des Verknüpfungsicons ausgeführt werden kann.

Mehr erfahren: CWE-20 — Improper Input Validation

Auswirkungsanalyse

CVE-2010-2568 ermöglicht Remote-Code-Execution allein durch das Anzeigen des Icons einer manipulierten Verknüpfungsdatei — ohne Klick oder sonstige Benutzerinteraktion. Die Ausnutzung kann über USB-Laufwerke, Netzwerkfreigaben oder WebDAV erfolgen. Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit sind kritisch betroffen, da der Code mit den Rechten des angemeldeten Benutzers ausgeführt wird. Die Verbindung zum Stuxnet-Wurm belegt den Einsatz in hochentwickelten Angriffen gegen kritische Infrastrukturen. Der EPSS-Score von 92,13 % bestätigt nahezu sichere Ausnutzung.

Exploit-Reifegrad

Die CISA hat CVE-2010-2568 am 15. September 2022 in den KEV-Katalog aufgenommen — über ein Jahrzehnt nach der Erstveröffentlichung. Die Schwachstelle wurde erstmals im Stuxnet-Wurm identifiziert, der iranische Nuklearanlagen angriff. Der EPSS-Score von 92,13 % (99,71. Perzentil) belegt nahezu sichere Ausnutzung. Die Schwachstelle wurde in zahlreiche Malware-Familien integriert. Der Ransomware-Status ist als unbekannt eingestuft.

Behebung

  1. Microsoft-Sicherheitsbulletin MS10-046 einspielen: Installieren Sie das Windows-Sicherheitsupdate, das die .LNK-Verarbeitungsschwachstelle behebt.
  2. Verknüpfungsicon-Anzeige deaktivieren: Als temporäre Maßnahme können Icons per Registrierungsänderung deaktiviert werden.
  3. .LNK-Dateien an E-Mail-Gateways blockieren: Konfigurieren Sie E-Mail-Sicherheit zum Filtern von .LNK-Anhängen.
  4. Wechselmedien einschränken: Deaktivieren Sie Autorun und beschränken Sie USB-Zugriff auf kritischen Systemen.
  5. Alle Windows-Systeme aktualisieren: Stellen Sie sicher, dass keine ungepatchten Legacy-Systeme verbleiben.

Technische Details

CVE-2010-2568 nutzt eine Schwachstelle in der Windows-Shell-Verarbeitung von .LNK-Dateien zur Icon-Anzeige aus. Wenn Windows Explorer eine .LNK-Datei antrifft, versucht es, die referenzierte Icon-Ressource zu laden. Bei speziell gestalteten Systemsteuerungs-Verknüpfungen kann die Shell dazu gebracht werden, eine beliebige DLL-Datei zu laden und auszuführen. Die Ausführung erfolgt im Kontext von Windows Explorer mit den Rechten des aktuellen Benutzers. Der Exploit erfordert keine Benutzerinteraktion — allein das Öffnen eines Ordners oder das Einlegen eines USB-Laufwerks mit der manipulierten .LNK-Datei löst die Ausführung aus. Diese Zero-Click-Eigenschaft machte die Schwachstelle ideal für die USB-basierte Verbreitung des Stuxnet-Wurms.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2010-2568 aktiv ausgenutzt?

Ja, CVE-2010-2568 wird trotz Erstveröffentlichung 2010 weiterhin aktiv ausgenutzt. Die Schwachstelle wurde im Stuxnet-Wurm verwendet und ist in zahlreichen Malware-Familien integriert.

Welche Produkte sind von CVE-2010-2568 betroffen?

Betroffen sind Microsoft Windows XP, Vista, 7, Server 2003 und Server 2008. Legacy-Systeme mit diesen Versionen bleiben anfällig.

Wie behebe ich CVE-2010-2568?

Installieren Sie Microsoft-Sicherheitsbulletin MS10-046. Nicht mehr unterstützte Windows-Versionen sollten ersetzt oder isoliert werden.

Wie schwerwiegend ist CVE-2010-2568?

CVE-2010-2568 hat einen EPSS-Score von 92,13 % (99,71. Perzentil). Die Zero-Click-Codeausführung über manipulierte Verknüpfungsdateien wurde im Stuxnet-Wurm gegen kritische Infrastrukturen eingesetzt.

CVSS-Score

7.8
HIGH(7.8)

EPSS-Score

EPSS-Score91.32%
EPSS-Perzentil99.8%

Daten

Veröffentlicht22. Juli 2010
Zuletzt geändert16. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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