CVE-2010-0232

HIGH(7.8)KEVErhöhtes Risiko

Microsoft Windows Kernel Exception Handler Vulnerability

Beschreibung

CVE-2010-0232 ist eine schwerwiegende Schwachstelle in Microsoft Windows mit einem CVSS-3.1-Score von 7.8. Die Schwachstelle erlaubt lokalen Angreifern eine Rechteausweitung auf dem betroffenen System. Die Ausnutzung erfolgt typischerweise durch einen lokalen Angreifer oder Malware, die diese Kernel-Schwachstelle nutzt, um von Benutzer- auf SYSTEM-Berechtigungen zu eskalieren und so die vollständige Kontrolle über den kompromittierten Host zu erlangen. Diese Schwachstelle ist im CISA KEV-Katalog (Known Exploited Vulnerabilities) gelistet mit einer Behebungsfrist bis zum 2022-03-24. Der EPSS-Score von 0,72621 (98,75. Perzentile) belegt eine erhebliche reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit.

KEV-Informationen

Hersteller
Microsoft
Produkt
Windows
Hinzugefügt am
3. März 2022
Fälligkeitsdatum
24. März 2022
Erforderliche Maßnahme
Apply updates per vendor instructions.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
LOCAL
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
LOW
Benutzerinteraktion
NONE
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
1.8
Auswirkungsscore
5.9

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
microsoftwindows 2000-
microsoftwindows 7-
microsoftwindows xp-

Mehrere CVSS-Bewertungen

Quelle: [email protected](Primary)
7.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Quelle: 134c704f-9b21-4f2e-91b3-4a467353bcc0(Secondary)
7.8
HIGH

CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H

Referenzen

Schwachstellentyp

Schwachstellenklassifizierung

Zum Zeitpunkt der Analyse wurde CVE-2010-0232 keine spezifische CWE-Klassifizierung zugewiesen. Die Schwachstelle in Microsoft Windows betrifft eine Sicherheitslücke, die Angreifern die Kompromittierung betroffener Systeme ermöglicht. Die Schwachstelle befindet sich in der Handhabung des virtuellen 8086-Modus (VM86) und des Virtual-DOS-Machine-(VDM)-Subsystems durch den Windows-Kernel. Ein Fehler bei der Validierung und Verarbeitung von #GP-(General Protection)-Trap-Handlern ermöglicht es einem lokalen Angreifer, beliebigen Code mit SYSTEM-Berechtigungen auszuführen. Die Exploit-Technik beinhaltet die Manipulation des Prozessorzustands während Moduswechseln zwischen 16-Bit-virtuellem Modus und geschütztem Modus — eine komplexe, aber gut dokumentierte Angriffsfläche in der Windows-Kernel-Architektur. Trotz fehlender CWE-Zuordnung bestätigt die Aufnahme in den CISA KEV-Katalog sowie der CVSS-Score von 7.8, dass es sich um eine ernst zu nehmende, aktiv ausgenutzte Bedrohung handelt.

Die Einstufung als HOCH unterstreicht die potenziell gravierenden Auswirkungen einer erfolgreichen Ausnutzung. Angesichts der weiten Verbreitung von Microsoft Windows stellt diese Schwachstelle eine bedeutende Angriffsfläche dar, die unabhängig von der formalen Schwachstellenklassifizierung sofortige Aufmerksamkeit erfordert.

Auswirkungsanalyse

CVE-2010-0232 trägt einen CVSS-3.1-Score von 7.8 (HOCH) mit folgenden Auswirkungsmerkmalen.

Vertraulichkeit (HIGH): Ein Angreifer, der diese Schwachstelle erfolgreich ausnutzt, erhält Zugriff auf sämtliche Daten, die der betroffenen Komponente zugänglich sind. Im Kontext von Microsoft Windows umfasst dies potenziell sensible Konfigurationsdaten, Benutzeranmeldeinformationen, vertrauliche Geschäftsinformationen und alle von der Anwendung verarbeiteten Daten.

Integrität (HIGH): Eine erfolgreiche Ausnutzung ermöglicht dem Angreifer das Ändern, Beschädigen oder Zerstören von Daten im betroffenen System. Dies schließt die Manipulation von Systemdateien, die Installation von Backdoors oder persistenter Malware, die Änderung kritischer Konfigurationen und die Manipulation der Anwendungslogik ein.

Verfügbarkeit (HIGH): Die Schwachstelle kann ausgenutzt werden, um einen vollständigen Denial-of-Service herbeizuführen und das betroffene System für legitime Benutzer unzugänglich zu machen. Systemabstürze oder Ressourcenerschöpfung können bis zur manuellen administrativen Intervention andauern.

Scope (Unchanged): Die Auswirkungen der Ausnutzung bleiben auf den Sicherheitsbereich der verwundbaren Komponente selbst beschränkt. Obwohl der Schaden innerhalb dieses Bereichs bis zur vollständigen Kompromittierung der betroffenen Anwendung reichen kann, erfordert eine laterale Ausbreitung zusätzliche Angriffsschritte.

Mit einem EPSS-Score von 0,72621 (98,75. Perzentile) gehört diese Schwachstelle zu den am häufigsten in der Praxis ausgenutzten und übertrifft die große Mehrheit aller katalogisierten Schwachstellen hinsichtlich realer Exploit-Aktivität deutlich.

Exploit-Reifegrad

CVE-2010-0232 weist eine fortgeschrittene Exploit-Reife mit bestätigter aktiver Ausnutzung in der Praxis auf.

Aktive Ausnutzung: Diese Schwachstelle ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet, was bestätigt, dass sie von Bedrohungsakteuren aktiv ausgenutzt wird. Die KEV-Aufnahme verpflichtet US-Bundesbehörden zur Behebung innerhalb der festgelegten Frist und dient als starkes Signal für reale Risiken.

Ransomware-Bezug: Nach aktuellem Stand des KEV-Katalogs wurde kein direkter Ransomware-Zusammenhang für CVE-2010-0232 bestätigt. Die Schwachstelle bleibt jedoch aufgrund ihrer Eigenschaften und der bestätigten Ausnutzung ein potenzieller Angriffsvektor für verschiedene Bedrohungsakteure einschließlich Cyberkrimineller und APT-Gruppen.

Öffentliche Exploits: Öffentlicher Exploit-Code ist verfügbar, was die Hürde für eine Ausnutzung erheblich senkt. Bekannte Exploit-Referenzen umfassen Einträge auf Exploit-DB und weiteren Schwachstellendatenbanken. Die Verfügbarkeit von funktionsfähigem Exploit-Code bedeutet, dass sowohl erfahrene Bedrohungsakteure als auch weniger versierte Angreifer diese Schwachstelle mit minimalem Aufwand gezielt ausnutzen können.

KEV-Behebungsfrist: CISA setzte eine Behebungsfrist zum 2022-03-24 für Bundesbehörden, was die Dringlichkeit der Patch-Anwendung unterstreicht. Organisationen außerhalb des öffentlichen Sektors sollten diese Frist als starken Risikoindikator betrachten und die Behebung entsprechend priorisieren.

Behebung

  1. Sicherheitsupdates des Herstellers umgehend einspielen. Apply updates per vendor instructions. Konsultieren Sie den offiziellen Sicherheitshinweis für spezifische Patch-Versionen und Bereitstellungsanleitungen.

  2. Betroffene Produktversionen in der eigenen Umgebung identifizieren. Zu den betroffenen Produkten gehören: Windows 2000, Windows 7, Windows Xp. Führen Sie eine Bestandsaufnahme aller Instanzen in Ihrer Organisation durch, um eine vollständige Patch-Abdeckung sicherzustellen und zu verhindern, dass ungepatchte Systeme exponiert bleiben.

  3. Zwischenmaßnahmen implementieren, falls sofortiges Patchen nicht möglich ist. Wenden Sie das Prinzip der minimalen Rechtevergabe an, um die potenziellen Auswirkungen zu reduzieren. Beschränken Sie den lokalen Zugriff auf Systeme mit betroffener Software, implementieren Sie Anwendungskontrollmaßnahmen und erwägen Sie Netzwerksegmentierung zur Begrenzung lateraler Bewegungsmöglichkeiten.

  4. Erweiterte Überwachung und Erkennung aktivieren. Konfigurieren Sie Intrusion-Detection-Systeme und Endpoint-Detection-and-Response-(EDR)-Lösungen zur Erkennung von Ausnutzungsversuchen gegen CVE-2010-0232. Überprüfen Sie Sicherheitsprotokolle auf Kompromittierungsindikatoren und richten Sie Alarme für anomales Verhalten auf Systemen mit betroffener Software ein.

  5. Schwachstellenbewertung nach dem Patchen durchführen. Überprüfen Sie nach dem Einspielen der Patches deren Wirksamkeit durch Schwachstellen-Scans auf allen zuvor betroffenen Systemen. Bestätigen Sie, dass die Schwachstelle nicht mehr vorhanden ist, und stellen Sie sicher, dass keine Instanzen bei der Bereitstellung übersehen wurden.

  6. Incident-Response-Verfahren überprüfen und aktualisieren. Stellen Sie sicher, dass Ihr Incident-Response-Plan die potenzielle Ausnutzung von CVE-2010-0232 berücksichtigt. Dokumentieren Sie den Patch-Status und bewahren Sie Nachweise der Behebung für Compliance- und Audit-Zwecke auf.

Technische Details

CVE-2010-0232 ist eine schwerwiegende Schwachstelle in Microsoft Windows. Die Schwachstelle erlaubt eine lokale Rechteausweitung, durch die ein Angreifer erhöhte Berechtigungen erlangen kann.

Angriffsvektor: Lokal — die Ausnutzung erfordert lokalen Zugang oder das Öffnen einer manipulierten Datei. Trotz dieser Einschränkung bleibt die Schwachstelle durch Social Engineering und Phishing-Kampagnen hochgradig ausnutzbar.

Angriffskomplexität: Niedrig — die Ausnutzung erfordert keine speziellen Bedingungen, Race Conditions oder umfangreiche Vorbereitung und ist für ein breites Spektrum von Angreifern einschließlich solcher mit begrenzten technischen Fähigkeiten zugänglich.

Voraussetzungen: Der Angreifer benötigt niedrige Berechtigungen auf dem Zielsystem. Keine Benutzerinteraktion ist für die Ausnutzung erforderlich.

Zugrunde liegender Mechanismus: Die Schwachstelle befindet sich in der Handhabung des virtuellen 8086-Modus (VM86) und des Virtual-DOS-Machine-(VDM)-Subsystems durch den Windows-Kernel. Ein Fehler bei der Validierung und Verarbeitung von #GP-(General Protection)-Trap-Handlern ermöglicht es einem lokalen Angreifer, beliebigen Code mit SYSTEM-Berechtigungen auszuführen. Die Exploit-Technik beinhaltet die Manipulation des Prozessorzustands während Moduswechseln zwischen 16-Bit-virtuellem Modus und geschütztem Modus — eine komplexe, aber gut dokumentierte Angriffsfläche in der Windows-Kernel-Architektur.

Betroffene Produkte: Windows 2000, Windows 7, Windows Xp. Organisationen sollten ihre eingesetzten Versionen mit dieser Liste abgleichen, um die eigene Exposition gegenüber dieser Schwachstelle zu bewerten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist CVE-2010-0232?

CVE-2010-0232 ist eine schwerwiegende Schwachstelle (CVSS 7.8) in Microsoft Windows. Sie ermöglicht Angreifern eine Rechteausweitung auf betroffenen Systemen. Die Schwachstelle ist im CISA KEV-Katalog gelistet und wird aktiv in der Praxis ausgenutzt.

Welche Produkte sind von CVE-2010-0232 betroffen?

Von der Schwachstelle betroffen sind Microsoft-Produkte einschließlich Windows 2000, Windows 7, Windows Xp. Organisationen sollten den Sicherheitshinweis des Herstellers für die vollständige Liste betroffener Versionen und verfügbarer Patches konsultieren.

Wie behebe ich CVE-2010-0232?

Apply updates per vendor instructions. Konsultieren Sie den offiziellen Sicherheitshinweis des Herstellers für spezifische Patch-Downloads und Bereitstellungsanweisungen. Falls sofortiges Patchen nicht möglich ist, implementieren Sie Zwischenmaßnahmen wie die Einschränkung des Zugriffs auf die verwundbare Komponente, die Aktivierung erweiterter Überwachung und die Sensibilisierung der Benutzer für potenzielle Angriffsvektoren. Überprüfen Sie die Behebung durch Schwachstellen-Scans nach dem Patchen.

Wie schwerwiegend ist CVE-2010-0232?

CVE-2010-0232 wird mit einem CVSS-3.1-Score von 7.8 als HOCH eingestuft. Der EPSS-Score von 0,72621 entspricht der 98,75. Perzentile der Ausnutzungswahrscheinlichkeit, was bedeutet, dass diese Schwachstelle wahrscheinlicher ausgenutzt wird als 98,8% aller bekannten Schwachstellen. Die KEV-Behebungsfrist war der 2022-03-24, und die bestätigte aktive Ausnutzung macht diese Schwachstelle zu einem vorrangigen Behebungsziel. Organisationen sollten das Patchen als dringend betrachten, unabhängig davon, ob sie sich derzeit als Ziel sehen.

CVSS-Score

7.8
HIGH(7.8)

EPSS-Score

EPSS-Score29.25%
EPSS-Perzentil98.0%

Daten

Veröffentlicht21. Januar 2010
Zuletzt geändert16. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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