CVE-2010-0188
Adobe Reader and Acrobat Arbitrary Code Execution Vulnerability
Beschreibung
CVE-2010-0188 ist eine schwerwiegende Schwachstelle in Adobe Reader and Acrobat mit einem CVSS-3.1-Score von 7.8. Ein Angreifer kann durch Ausnutzung dieser Schwachstelle beliebigen Code auf dem betroffenen System ausführen. Die Ausnutzung erfolgt typischerweise, wenn ein Benutzer ein manipuliertes PDF-Dokument öffnet, das per E-Mail, Web-Download oder Filesharing-Plattform zugestellt wurde und die Schwachstelle im Dokument-Parsing-Engine auslöst. Diese Schwachstelle ist im CISA KEV-Katalog (Known Exploited Vulnerabilities) gelistet mit einer Behebungsfrist bis zum 2022-03-24. CISA hat einen bestätigten Zusammenhang mit Ransomware-Kampagnen dokumentiert. Der EPSS-Score von 0,93389 (99,81. Perzentile) belegt eine erhebliche reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| adobe | acrobat | >= 8.0, < 8.2.1; >= 9.0, < 9.3.1 |
| adobe | acrobat reader | >= 8.0, < 8.2.1; >= 9.0, < 9.3.1 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
Referenzen
- http://lists.opensuse.org/opensuse-security-announce/2010-03/msg00004.html(Mailing List, Third Party Advisory)
- http://secunia.com/advisories/38639(Broken Link, Vendor Advisory)
- http://secunia.com/advisories/38915(Broken Link)
- http://securitytracker.com/id?1023601(Broken Link, Third Party Advisory, VDB Entry)
- http://www.adobe.com/support/security/bulletins/apsb10-07.html(Broken Link, Vendor Advisory)
- http://www.redhat.com/support/errata/RHSA-2010-0114.html(Broken Link, Vendor Advisory)
- http://www.securityfocus.com/bid/38195(Broken Link, Third Party Advisory, VDB Entry)
- http://www.vupen.com/english/advisories/2010/0399(Broken Link, Vendor Advisory)
- https://exchange.xforce.ibmcloud.com/vulnerabilities/56297(Third Party Advisory, VDB Entry)
- https://oval.cisecurity.org/repository/search/definition/oval%3Aorg.mitre.oval%3Adef%3A8697(Broken Link)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2010-0188(US Government Resource)
Schwachstellentyp
Schwachstellenklassifizierung
Zum Zeitpunkt der Analyse wurde CVE-2010-0188 keine spezifische CWE-Klassifizierung zugewiesen. Die Schwachstelle in Adobe Reader and Acrobat betrifft eine Sicherheitslücke, die Angreifern die Kompromittierung betroffener Systeme ermöglicht. Die Schwachstelle existiert in der PDF-Dokumentverarbeitungs-Engine von Adobe Reader und Acrobat. Ein speziell präpariertes TIFF-Bild, das in ein PDF-Dokument eingebettet ist, löst beim Parsen eine Speicherkorruption aus. Die Korruption ermöglicht einem Angreifer die Kontrolle über den Programmausführungsfluss und die Ausführung beliebigen Codes im Kontext des Benutzers, der die Anwendung ausführt. Diese Schwachstelle wurde aktiv in der Praxis über bösartige PDF-Dokumente ausgenutzt, die über E-Mail-Kampagnen und kompromittierte Webseiten verbreitet wurden. Trotz fehlender CWE-Zuordnung bestätigt die Aufnahme in den CISA KEV-Katalog sowie der CVSS-Score von 7.8, dass es sich um eine ernst zu nehmende, aktiv ausgenutzte Bedrohung handelt.
Die Einstufung als HOCH unterstreicht die potenziell gravierenden Auswirkungen einer erfolgreichen Ausnutzung. Angesichts der weiten Verbreitung von Adobe Reader and Acrobat stellt diese Schwachstelle eine bedeutende Angriffsfläche dar, die unabhängig von der formalen Schwachstellenklassifizierung sofortige Aufmerksamkeit erfordert.
Auswirkungsanalyse
CVE-2010-0188 trägt einen CVSS-3.1-Score von 7.8 (HOCH) mit folgenden Auswirkungsmerkmalen.
Vertraulichkeit (HIGH): Ein Angreifer, der diese Schwachstelle erfolgreich ausnutzt, erhält Zugriff auf sämtliche Daten, die der betroffenen Komponente zugänglich sind. Im Kontext von Adobe Reader and Acrobat umfasst dies potenziell sensible Konfigurationsdaten, Benutzeranmeldeinformationen, vertrauliche Geschäftsinformationen und alle von der Anwendung verarbeiteten Daten.
Integrität (HIGH): Eine erfolgreiche Ausnutzung ermöglicht dem Angreifer das Ändern, Beschädigen oder Zerstören von Daten im betroffenen System. Dies schließt die Manipulation von Systemdateien, die Installation von Backdoors oder persistenter Malware, die Änderung kritischer Konfigurationen und die Manipulation der Anwendungslogik ein.
Verfügbarkeit (HIGH): Die Schwachstelle kann ausgenutzt werden, um einen vollständigen Denial-of-Service herbeizuführen und das betroffene System für legitime Benutzer unzugänglich zu machen. Systemabstürze oder Ressourcenerschöpfung können bis zur manuellen administrativen Intervention andauern.
Scope (Unchanged): Die Auswirkungen der Ausnutzung bleiben auf den Sicherheitsbereich der verwundbaren Komponente selbst beschränkt. Obwohl der Schaden innerhalb dieses Bereichs bis zur vollständigen Kompromittierung der betroffenen Anwendung reichen kann, erfordert eine laterale Ausbreitung zusätzliche Angriffsschritte.
Mit einem EPSS-Score von 0,93389 (99,81. Perzentile) gehört diese Schwachstelle zu den am häufigsten in der Praxis ausgenutzten und übertrifft die große Mehrheit aller katalogisierten Schwachstellen hinsichtlich realer Exploit-Aktivität deutlich.
Exploit-Reifegrad
CVE-2010-0188 weist eine fortgeschrittene Exploit-Reife mit bestätigter aktiver Ausnutzung in der Praxis auf.
Aktive Ausnutzung: Diese Schwachstelle ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet, was bestätigt, dass sie von Bedrohungsakteuren aktiv ausgenutzt wird. Die KEV-Aufnahme verpflichtet US-Bundesbehörden zur Behebung innerhalb der festgelegten Frist und dient als starkes Signal für reale Risiken.
Ransomware-Bezug: Der CISA-KEV-Katalog bestätigt einen bekannten Zusammenhang zwischen CVE-2010-0188 und Ransomware-Kampagnen. Ransomware-Betreiber haben Exploits für diese Schwachstelle in ihre Angriffsketten integriert und nutzen sie für den initialen Zugang oder die Rechteausweitung zur Bereitstellung von Ransomware-Payloads in Unternehmensumgebungen.
Exploit-Verfügbarkeit: In den NVD-Daten wurden keine spezifischen öffentlichen Exploit-Code-Referenzen identifiziert. Die Aufnahme in den KEV-Katalog bestätigt jedoch die reale Ausnutzung. Threat-Intelligence-Quellen und Untergrundforen können Exploit-Werkzeuge bereitstellen, die nicht in öffentlichen Datenbanken erfasst sind.
KEV-Behebungsfrist: CISA setzte eine Behebungsfrist zum 2022-03-24 für Bundesbehörden, was die Dringlichkeit der Patch-Anwendung unterstreicht. Organisationen außerhalb des öffentlichen Sektors sollten diese Frist als starken Risikoindikator betrachten und die Behebung entsprechend priorisieren.
Behebung
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Sicherheitsupdates des Herstellers umgehend einspielen. Apply updates per vendor instructions. Konsultieren Sie den offiziellen Sicherheitshinweis für spezifische Patch-Versionen und Bereitstellungsanleitungen.
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Betroffene Produktversionen in der eigenen Umgebung identifizieren. Zu den betroffenen Produkten gehören: Acrobat (>= 8.0, < 8.2.1; >= 9.0, < 9.3.1), Acrobat Reader (>= 8.0, < 8.2.1; >= 9.0, < 9.3.1). Führen Sie eine Bestandsaufnahme aller Instanzen in Ihrer Organisation durch, um eine vollständige Patch-Abdeckung sicherzustellen und zu verhindern, dass ungepatchte Systeme exponiert bleiben.
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Zwischenmaßnahmen implementieren, falls sofortiges Patchen nicht möglich ist. Wenden Sie das Prinzip der minimalen Rechtevergabe an, um die potenziellen Auswirkungen zu reduzieren. Beschränken Sie den lokalen Zugriff auf Systeme mit betroffener Software, implementieren Sie Anwendungskontrollmaßnahmen und erwägen Sie Netzwerksegmentierung zur Begrenzung lateraler Bewegungsmöglichkeiten.
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Erweiterte Überwachung und Erkennung aktivieren. Konfigurieren Sie Intrusion-Detection-Systeme und Endpoint-Detection-and-Response-(EDR)-Lösungen zur Erkennung von Ausnutzungsversuchen gegen CVE-2010-0188. Überprüfen Sie Sicherheitsprotokolle auf Kompromittierungsindikatoren und richten Sie Alarme für anomales Verhalten auf Systemen mit betroffener Software ein.
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Schwachstellenbewertung nach dem Patchen durchführen. Überprüfen Sie nach dem Einspielen der Patches deren Wirksamkeit durch Schwachstellen-Scans auf allen zuvor betroffenen Systemen. Bestätigen Sie, dass die Schwachstelle nicht mehr vorhanden ist, und stellen Sie sicher, dass keine Instanzen bei der Bereitstellung übersehen wurden.
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Auf Anzeichen einer vorherigen Kompromittierung prüfen. Angesichts des bestätigten Ransomware-Zusammenhangs sollten Sie untersuchen, ob diese Schwachstelle bereits in Ihrer Umgebung ausgenutzt wurde. Prüfen Sie auf ungewöhnliche Prozessaktivitäten, unbefugte Dateiänderungen, anomale Netzwerkverkehrsmuster und unerwartete laterale Bewegungen zwischen Systemen.
Technische Details
CVE-2010-0188 ist eine schwerwiegende Schwachstelle in Adobe Reader and Acrobat. Die Schwachstelle kann zur Kompromittierung des betroffenen Systems ausgenutzt werden.
Angriffsvektor: Lokal — die Ausnutzung erfordert lokalen Zugang oder das Öffnen einer manipulierten Datei. Trotz dieser Einschränkung bleibt die Schwachstelle durch Social Engineering und Phishing-Kampagnen hochgradig ausnutzbar.
Angriffskomplexität: Niedrig — die Ausnutzung erfordert keine speziellen Bedingungen, Race Conditions oder umfangreiche Vorbereitung und ist für ein breites Spektrum von Angreifern einschließlich solcher mit begrenzten technischen Fähigkeiten zugänglich.
Voraussetzungen: Der Angreifer benötigt niedrige Berechtigungen auf dem Zielsystem. Keine Benutzerinteraktion ist für die Ausnutzung erforderlich.
Zugrunde liegender Mechanismus: Die Schwachstelle existiert in der PDF-Dokumentverarbeitungs-Engine von Adobe Reader und Acrobat. Ein speziell präpariertes TIFF-Bild, das in ein PDF-Dokument eingebettet ist, löst beim Parsen eine Speicherkorruption aus. Die Korruption ermöglicht einem Angreifer die Kontrolle über den Programmausführungsfluss und die Ausführung beliebigen Codes im Kontext des Benutzers, der die Anwendung ausführt. Diese Schwachstelle wurde aktiv in der Praxis über bösartige PDF-Dokumente ausgenutzt, die über E-Mail-Kampagnen und kompromittierte Webseiten verbreitet wurden.
Betroffene Produkte: Acrobat (>= 8.0, < 8.2.1; >= 9.0, < 9.3.1), Acrobat Reader (>= 8.0, < 8.2.1; >= 9.0, < 9.3.1). Organisationen sollten ihre eingesetzten Versionen mit dieser Liste abgleichen, um die eigene Exposition gegenüber dieser Schwachstelle zu bewerten.
Häufig gestellte Fragen
Was ist CVE-2010-0188?
CVE-2010-0188 ist eine schwerwiegende Schwachstelle (CVSS 7.8) in Adobe Reader and Acrobat. Sie ermöglicht Angreifern die Ausführung beliebigen Codes auf betroffenen Systemen. Die Schwachstelle ist im CISA KEV-Katalog gelistet und wird aktiv in der Praxis ausgenutzt. Es besteht ein bestätigter Zusammenhang mit Ransomware-Kampagnen.
Welche Produkte sind von CVE-2010-0188 betroffen?
Von der Schwachstelle betroffen sind Adobe-Produkte einschließlich Acrobat, Acrobat Reader. Betroffene Versionen umfassen >= 8.0, < 8.2.1; >= 9.0, < 9.3.1. Organisationen sollten den Sicherheitshinweis des Herstellers für die vollständige Liste betroffener Versionen und verfügbarer Patches konsultieren.
Wie behebe ich CVE-2010-0188?
Apply updates per vendor instructions. Konsultieren Sie den offiziellen Sicherheitshinweis des Herstellers für spezifische Patch-Downloads und Bereitstellungsanweisungen. Falls sofortiges Patchen nicht möglich ist, implementieren Sie Zwischenmaßnahmen wie die Einschränkung des Zugriffs auf die verwundbare Komponente, die Aktivierung erweiterter Überwachung und die Sensibilisierung der Benutzer für potenzielle Angriffsvektoren. Überprüfen Sie die Behebung durch Schwachstellen-Scans nach dem Patchen.
Wie schwerwiegend ist CVE-2010-0188?
CVE-2010-0188 wird mit einem CVSS-3.1-Score von 7.8 als HOCH eingestuft. Der EPSS-Score von 0,93389 entspricht der 99,81. Perzentile der Ausnutzungswahrscheinlichkeit, was bedeutet, dass diese Schwachstelle wahrscheinlicher ausgenutzt wird als 99,8% aller bekannten Schwachstellen. CISA hat einen Ransomware-Zusammenhang bestätigt, und die KEV-Behebungsfrist war der 2022-03-24. Die Kombination aus aktiver Ausnutzung, Ransomware-Bezug und hohem EPSS macht diese Schwachstelle zu einem vorrangigen Behebungsziel für alle betroffenen Organisationen.
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