CVE-2008-4128

MEDIUM(4.3)KEVErhöhtes Risiko

Cisco IOS Cross-Site Request Forgery Vulnerability

Beschreibung

CVE-2008-4128 umfasst mehrere Cross-Site-Request-Forgery-Schwachstellen (CSRF) in der HTTP-Administrationskomponente von Cisco IOS 12.4 auf dem 871 Integrated Services Router. Indem ein Angreifer einen authentifizierten Administrator dazu bringt, eine bösartige Seite zu besuchen oder einen präparierten Link anzuklicken, kann er den Router zwingen, über die privilegierten URIs /level/15/exec/- und /level/15/exec/-/configure/http beliebige Befehle auszuführen. Die CSRF-Schwachstelle nutzt das Vertrauen aus, das die Web-Oberfläche des Routers dem Browser eines bereits authentifizierten Administrators entgegenbringt — der Angreifer benötigt also keine eigenen Zugangsdaten, sondern nur, dass ein angemeldeter Administrator mit dem bösartigen Inhalt interagiert. CISA hat CVE-2008-4128 in den Katalog der Known Exploited Vulnerabilities (KEV) aufgenommen, wodurch die Ausnutzung dieser Cisco-IOS-Schwachstelle in freier Wildbahn bestätigt ist; zudem existiert öffentlicher Exploit-Code, was das Risiko für ältere Cisco-IOS-Installationen aktuell hält.

KEV-Informationen

Hersteller
Cisco
Produkt
IOS
Hinzugefügt am
13. Juli 2026
Fälligkeitsdatum
16. Juli 2026
Erforderliche Maßnahme
Apply mitigations in accordance with vendor instructions, ensuring compliance with CISA’s BOD 26-04 Prioritizing Security Updates Based on Risk (see URL in Notes) guidance and CISA’s “Forensics Triage Requirements” (see URL in Notes). Follow applicable BOD 26-04 guidance for cloud services or discontinue use of the product if mitigations are unavailable. Stakeholders are responsible for evaluating each asset's internet exposure and ensuring adherence to BOD 26-04 patching guidelines.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:L/I:N/A:NIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
REQUIRED
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
LOW
Integritätsauswirkung
NONE
Verfügbarkeitsauswirkung
NONE
Ausnutzbarkeitsscore
2.8
Auswirkungsscore
1.4

CWEs

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
ciscoios12.4

Referenzen

Schwachstellentyp

CWE-352: Cross-Site Request Forgery (CSRF)

Cross-Site Request Forgery tritt auf, wenn eine Webanwendung nicht ausreichend verifiziert, ob eine Anfrage von einem autorisierten Benutzer stammt oder von einem Angreifer gefälscht wurde. In der HTTP-Administrationsoberfläche von Cisco IOS 12.4 akzeptiert der Router privilegierte Befehlsanfragen an seine /level/15/exec/-URIs ohne ein Anti-Forgery-Token pro Anfrage, sodass der authentifizierte Browser eines Opfer-Administrators dazu gebracht werden kann, vom Angreifer gewählte Befehle abzusetzen.

Mehr erfahren: CWE-352 — Cross-Site Request Forgery (CSRF)

Auswirkungsanalyse

CVE-2008-4128 hat einen CVSS-3.1-Score von 4.3 (Mittel) und ist aus der Ferne über das Netzwerk mit geringer Angriffskomplexität und ohne Authentifizierung des Angreifers ausnutzbar, erfordert aber Benutzerinteraktion — ein authentifizierter Administrator muss dazu verleitet werden, die gefälschte Anfrage auszulösen. Vertraulichkeit (Niedrig): Der Exploit kann privilegierte Informationen offenlegen, etwa die Ausgabe eines „show privilege"-Befehls über die URI /level/15/exec/-; Integrität und Verfügbarkeit sind in den CVSS-Metriken mit „Keine" bewertet, und der Scope bleibt unverändert. Obwohl der einzelne CVSS-Impact moderat ist, ist die praktische Gefahr höher, da die verwundbaren URIs auf IOS-Privilegienebene 15 laufen — eine gefälschte Anfrage wird also mit voller administrativer Autorität auf dem Router ausgeführt. Da Router zentrale Netzwerkinfrastruktur sind, kann ein Angreifer, dem ein CSRF gegen einen Administrator gelingt, das Geräteverhalten verändern; das EPSS-Perzentil von rund 98 % zeigt, dass diese Schwachstelle zu den am ehesten von Ausnutzungsaktivität betroffenen gehört.

Exploit-Reifegrad

Für CVE-2008-4128 ist öffentlicher Exploit-Code über Exploit-DB verfügbar (Exploit 6476 und Exploit 6477), und ein VDB-Eintrag ist bei IBM X-Force katalogisiert. CISA hat CVE-2008-4128 in den Katalog der Known Exploited Vulnerabilities aufgenommen und damit die Ausnutzung von Cisco IOS in freier Wildbahn bestätigt; ein Einsatz durch Ransomware ist nicht bekannt. Der EPSS-Score von rund 23,9 % ordnet die Schwachstelle etwa dem 98. Perzentil zu, was eine hohe relative Wahrscheinlichkeit von Ausnutzungsaktivität bedeutet, und die Aufnahme in Empfehlungen wie das „Improving Router Hygiene"-Advisory unterstreicht, dass ältere Cisco-Router ein aktives Ziel bleiben. Administratoren von IOS-12.4-Geräten sollten dies als dringend behandeln und die HTTP-Management-Oberfläche umgehend deaktivieren oder absichern.

Behebung

  1. Setzen Sie die von CISA geforderte Maßnahme um: Wenden Sie die Mitigationen gemäß den Herstelleranweisungen von Cisco an, beachten Sie die BOD-26-04-Patch-Vorgaben und CISAs „Forensics Triage Requirements" und nehmen Sie das Produkt außer Betrieb, falls keine Mitigationen verfügbar sind — die KEV-Frist ist der 16. Juli 2026.
  2. Deaktivieren Sie den HTTP-Administrationsserver auf Cisco-IOS-12.4-Geräten, wo er nicht benötigt wird (z. B. mit „no ip http server" und „no ip http secure-server"), da die verwundbaren /level/15/exec/-URIs über diese Komponente exponiert werden.
  3. Wo Web-Management erforderlich ist, beschränken Sie es über Access-Control-Lists, sodass nur vertrauenswürdige Management-Hosts die HTTP-Oberfläche erreichen, und erwägen Sie die Migration weg vom obsoleten IOS-12.4-Mainline-Release aus der Cisco-Produktdokumentation.
  4. Mildern Sie die CSRF-Schwäche gemäß CWE-352: Sorgen Sie dafür, dass Administratoren sich nach der Arbeit von der Web-Oberfläche des Routers abmelden, vermeiden Sie das Surfen auf nicht vertrauenswürdigen Seiten in derselben Browsersitzung, die für das Router-Management genutzt wird, und isolieren Sie Management-Verkehr durch Netzwerksegmentierung.
  5. Überwachen Sie Router-Logs und Konfiguration auf unerwartete Befehlsausführung oder Konfigurationsänderungen und prüfen Sie IOS-Befehlshistorie sowie HTTP-Zugriffsprotokolle auf Hinweise auf gefälschte Anfragen der Privilegienebene 15.

Technische Details

Bei der Schwachstelle handelt es sich um mehrere CSRF-Fehler (CWE-352) in der HTTP-Administrationskomponente von Cisco IOS 12.4: Die Web-Oberfläche verifiziert nicht, dass privilegierte Anfragen aus einer legitimen Administratoraktion stammen, und verarbeitet daher jede Anfrage, die mit der authentifizierten Sitzung des Opfers eintrifft. Ein Angreifer präpariert eine Seite oder einen Link, der Anfragen an /level/15/exec/- (z. B. einen „show privilege"-Befehl) oder /level/15/exec/-/configure/http (z. B. einen „alias exec"-Befehl) absetzt; lädt der Browser eines authentifizierten Administrators den bösartigen Inhalt, sendet er die Anfrage automatisch mit den Zugangsdaten des Administrators, sodass der Router den vom Angreifer gewählten Befehl ausführt. Der CVSS-3.1-Vektor (AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:L/I:N/A:N) beschreibt einen über das Netzwerk erreichbaren Angriff mit geringer Komplexität, der keine Angreiferprivilegien, aber Benutzerinteraktion erfordert, mit geringem Vertraulichkeits-Impact und unverändertem Scope. Da die missbrauchten URIs der IOS-Privilegienebene 15 entsprechen, laufen die gefälschten Befehle mit der höchsten administrativen Autorität, obwohl der CSRF selbst die Zugangsdaten des Administrators nicht kompromittiert.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2008-4128 aktiv ausgenutzt?

Ja. CISA hat CVE-2008-4128 in den Katalog der Known Exploited Vulnerabilities aufgenommen und damit die Ausnutzung von Cisco IOS in freier Wildbahn bestätigt; zudem ist öffentlicher Exploit-Code auf Exploit-DB verfügbar. Ein Einsatz durch Ransomware ist nicht bekannt, doch das EPSS-Perzentil von rund 98 % signalisiert eine hohe relative Wahrscheinlichkeit von Ausnutzungsaktivität.

Welche Produkte sind von CVE-2008-4128 betroffen?

Betroffen ist die HTTP-Administrationskomponente von Cisco IOS 12.4, wie sie auf dem Cisco 871 Integrated Services Router beobachtet wurde. Cisco IOS 12.4 Mainline ist inzwischen ein obsoletes Release, sodass betroffene Geräte abgesichert oder von der verwundbaren Software migriert werden sollten.

Wie behebe ich CVE-2008-4128?

Wenden Sie Ciscos Mitigationen gemäß der von CISA geforderten Maßnahme und den BOD-26-04-Vorgaben an und halten Sie die KEV-Frist vom 16. Juli 2026 ein. Der wirksamste Übergangsschritt ist, den HTTP-Administrationsserver zu deaktivieren („no ip http server") oder ihn per Access-Control-Lists so einzuschränken, dass nur vertrauenswürdige Management-Hosts die verwundbare Oberfläche erreichen.

Wie schwerwiegend ist CVE-2008-4128?

CVE-2008-4128 ist mit einem CVSS-3.1-Score von 4.3 als „Mittel" eingestuft, bedingt durch einen geringen Vertraulichkeits-Impact und die erforderliche Benutzerinteraktion des Administrators. Die missbrauchten URIs laufen jedoch auf IOS-Privilegienebene 15, und der EPSS-Score liegt bei etwa dem 98. Perzentil mit bestätigter KEV-Ausnutzung, sodass die reale Dringlichkeit höher ist, als der Basis-Score allein vermuten lässt.

CVSS-Score

4.3
MEDIUM(4.3)

EPSS-Score

EPSS-Score32.95%
EPSS-Perzentil98.2%

Daten

Veröffentlicht18. September 2008
Zuletzt geändert14. Juli 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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