CVE-2007-0671

HIGH(8.8)KEVErhöhtes Risiko

Microsoft Office Excel Remote Code Execution Vulnerability

Beschreibung

CVE-2007-0671 ist eine nicht naeher spezifizierte Schwachstelle in Microsoft Excel und weiteren Microsoft Office-Produkten, die die Ausfuehrung von beliebigem Code ermoeglicht. Ein Angreifer kann durch das Versenden einer speziell praeparierten Excel-Datei Code auf dem System des Opfers ausfuehren, wenn dieses die Datei oeffnet. Die Schwachstelle wird mit einem CVSS v3.1-Score von 8.8 (HIGH) bewertet und wurde in gezielten Zero-Day-Angriffen ausgenutzt.

Die CISA hat CVE-2007-0671 in den KEV-Katalog aufgenommen, mit einer Behebungsfrist bis zum 2. September 2025. Der ausserordentlich hohe EPSS-Score von 69.19 % (99. Perzentil) zeigt, dass diese Schwachstelle zu den am staerksten ausgenutzten ueberhaupt gehoert. Obwohl die Schwachstelle aus dem Jahr 2007 stammt, unterstreicht die aktuelle KEV-Aufnahme, dass veraltete, ungepatchte Microsoft Office-Installationen weiterhin ein aktives Angriffsziel darstellen.

KEV-Informationen

Hersteller
Microsoft
Produkt
Office
Hinzugefügt am
12. August 2025
Fälligkeitsdatum
2. September 2025
Erforderliche Maßnahme
Apply mitigations per vendor instructions, follow applicable BOD 22-01 guidance for cloud services, or discontinue use of the product if mitigations are unavailable.

CVSS-Score

Vektorstring
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnen
Angriffsvektor
NETWORK
Angriffskomplexität
LOW
Erforderliche Privilegien
NONE
Benutzerinteraktion
REQUIRED
Scope
UNCHANGED
Vertraulichkeitsauswirkung
HIGH
Integritätsauswirkung
HIGH
Verfügbarkeitsauswirkung
HIGH
Ausnutzbarkeitsscore
2.8
Auswirkungsscore
5.9

Betroffene Produkte

HerstellerProduktVersion
microsoftaccess2000; 2002; 2003
microsoftexcel2000; 2002; 2003
microsoftexcel viewer2003
microsoftfrontpage2000; 2002; 2003
microsoftinfopath2003
microsoftoffice2000; 2003; 2004; xp
microsoftonenote2003
microsoftoutlook2000; 2002; 2003
microsoftpowerpoint2000; 2002; 2003
microsoftproject2000; 2002; 2003
microsoftpublisher2000; 2002; 2003
microsoftvisio2002; 2003
microsoftword2000; 2002; 2003
microsoftword viewer2003

Referenzen

Schwachstellentyp

Die genaue Schwachstellenklasse von CVE-2007-0671 wurde von Microsoft nicht im Detail offengelegt. Die Schwachstelle ermoeglicht Remote Code Execution ueber manipulierte Excel-Dateien, was typischerweise auf Speicherkorruptionsprobleme wie Buffer Overflows oder die fehlerhafte Verarbeitung von Dateistrukturen zurueckzufuehren ist. Der Exploit wurde als "Exploit-MSExcel.h" dokumentiert und in gezielten Zero-Day-Angriffen eingesetzt.

Auswirkungsanalyse

Die Auswirkungen von CVE-2007-0671 sind trotz des Alters der Schwachstelle erheblich. Der CVSS v3.1-Score von 8.8 (HIGH) mit dem Vektor AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H zeigt, dass keine Authentifizierung erforderlich ist — lediglich das Oeffnen einer manipulierten Excel-Datei durch den Benutzer genuegt. Vertraulichkeit (High): Der Angreifer kann nach erfolgreicher Codeausfuehrung auf saemtliche Dateien und Daten zugreifen, die dem Benutzer zugaenglich sind. Integritaet (High): Beliebige Software kann installiert, Dateien veraendert und Backdoors eingerichtet werden. Verfuegbarkeit (High): Das System kann vollstaendig uebernommen oder durch Ransomware verschluesselt werden. Der ausserordentlich hohe EPSS-Score von 69.19 % (99. Perzentil) zeigt, dass diese Schwachstelle zu den am intensivsten ausgenutzten weltweit gehoert. Betroffen sind Microsoft Excel 2000, XP, 2003 und 2004 fuer Mac sowie zahlreiche weitere Office-Produkte wie Word, PowerPoint, Outlook und Access.

Exploit-Reifegrad

CVE-2007-0671 weist eine sehr hohe Exploit-Reife auf. Die Schwachstelle wurde bereits bei ihrer Entdeckung als Zero-Day in gezielten Angriffen ausgenutzt, dokumentiert als "Exploit-MSExcel.h". Die CISA hat die Schwachstelle im KEV-Katalog als aktiv ausgenutzt gefuehrt, mit einer Behebungsfrist bis zum 2. September 2025. Der EPSS-Score von 69.19 % (99. Perzentil) ist ausserordentlich hoch und zeigt, dass diese Schwachstelle zu den Top 1 % der am staerksten ausgenutzten Schwachstellen weltweit gehoert. Microsoft hat im Sicherheitsbulletin MS07-015 einen Patch bereitgestellt. Trotz des Alters der Schwachstelle zeigt die aktuelle KEV-Aufnahme, dass weiterhin ungepatchte Systeme angegriffen werden. Der Ransomware-Status ist als Unknown klassifiziert.

Behebung

  1. Microsoft Office-Installation aktualisieren oder ersetzen: Microsoft hat mit dem Sicherheitsbulletin MS07-015 Patches fuer die betroffenen Office-Versionen bereitgestellt. Da die betroffenen Versionen (Office 2000, XP, 2003, 2004 fuer Mac) laengst das End-of-Life erreicht haben, ist ein Upgrade auf eine aktuelle Office-Version die dringend empfohlene Massnahme.

  2. Legacy-Office-Installationen identifizieren und entfernen: Fuehren Sie eine Bestandsaufnahme aller Systeme durch und identifizieren Sie veraltete Office-Versionen. Migrieren Sie auf Microsoft 365 oder eine aktuelle Office-Version, die regelmaessig Sicherheitsupdates erhaelt.

  3. Office-Dateien aus unbekannten Quellen blockieren: Konfigurieren Sie E-Mail-Gateways und Firewalls, um Office-Dateien aus nicht vertrauenswuerdigen Quellen zu blockieren oder in Sandboxen zu oeffnen. Aktivieren Sie die Office Protected View, sofern verfuegbar.

  4. Application Whitelisting einsetzen: Implementieren Sie Richtlinien, die nur zugelassene Anwendungen ausfuehren lassen, um die Auswirkungen einer erfolgreichen Exploitation zu begrenzen.

  5. Mitarbeiter sensibilisieren: Schulen Sie Mitarbeiter darin, keine Office-Dateien aus unbekannten oder verdaechtigen Quellen zu oeffnen, insbesondere Excel-Dateien, die per E-Mail zugestellt werden.

Technische Details

CVE-2007-0671 betrifft Microsoft Excel 2000, XP, 2003 und 2004 fuer Mac sowie zahlreiche weitere Office-Produkte. Der CVSS-Vektor CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:H/A:H zeigt, dass der Angriff ueber das Netzwerk (AV:N) mit niedriger Komplexitaet (AC:L) durchfuehrbar ist. Es sind keine Privilegien erforderlich (PR:N), jedoch muss der Benutzer die manipulierte Datei oeffnen (UI:R).

Die genaue technische Ursache der Schwachstelle wurde von Microsoft nicht im Detail veroeffentlicht — sie wird als "unspecified vulnerability" beschrieben. Der Angriff erfolgt ueber speziell praeparierte Excel-Dateien, die bei der Verarbeitung durch die Excel-Anwendung zur Ausfuehrung von beliebigem Code fuehren. Dies deutet auf ein Problem bei der Verarbeitung interner Dateistrukturen hin, wie etwa bei der Analyse von Records im Excel-BIFF-Format.

Der Scope bleibt unveraendert (S:U), und alle drei Impact-Metriken stehen auf High. Die Schwachstelle betrifft einen sehr breiten Bereich von Microsoft Office-Produkten — neben Excel auch Access, FrontPage, InfoPath, OneNote, Outlook, PowerPoint, Project, Publisher, Visio, Word und deren Viewer. Dies deutet darauf hin, dass die zugrundeliegende Schwachstelle in einer gemeinsam genutzten Office-Komponente liegt.

Häufig gestellte Fragen

Wird CVE-2007-0671 aktiv ausgenutzt?

Ja, CVE-2007-0671 wurde bereits bei ihrer Entdeckung 2007 als Zero-Day in gezielten Angriffen ausgenutzt. Die CISA hat die Schwachstelle 2025 erneut in den KEV-Katalog aufgenommen, was auf anhaltende Ausnutzung ungepatchter Systeme hindeutet. Der EPSS-Score von 69.19 % (99. Perzentil) ist ausserordentlich hoch.

Welche Produkte sind von CVE-2007-0671 betroffen?

Betroffen sind Microsoft Excel 2000, XP, 2003 und 2004 fuer Mac sowie zahlreiche weitere Office-Produkte: Access, FrontPage, InfoPath, OneNote, Outlook, PowerPoint, Project, Publisher, Visio, Word und deren Viewer in den Versionen 2000 bis 2003.

Wie behebe ich CVE-2007-0671?

Da alle betroffenen Office-Versionen laengst End-of-Life erreicht haben, ist ein Upgrade auf eine aktuelle Office-Version (Microsoft 365 oder Office 2021+) die dringend empfohlene Massnahme. Falls ein sofortiges Upgrade nicht moeglich ist, installieren Sie den Patch aus dem Microsoft Sicherheitsbulletin MS07-015.

Wie schwerwiegend ist CVE-2007-0671?

CVE-2007-0671 wird mit einem CVSS v3.1-Score von 8.8 als HIGH eingestuft. Die Schwachstelle ermoeglicht Remote Code Execution durch das Oeffnen manipulierter Office-Dateien. Der ausserordentlich hohe EPSS-Score von 69.19 % zeigt, dass sie zu den am staerksten ausgenutzten Schwachstellen weltweit gehoert.

CVSS-Score

8.8
HIGH(8.8)

EPSS-Score

EPSS-Score42.14%
EPSS-Perzentil98.6%

Daten

Veröffentlicht3. Februar 2007
Zuletzt geändert16. Juni 2026
StatusAnalyzed
CVSS-Versionv3.1

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