CVE-2004-0210
Microsoft Windows Privilege Escalation Vulnerability
Beschreibung
CVE-2004-0210 ist eine schwerwiegende Pufferkopie ohne Überprüfung der Eingabegröße ('Klassischer Buffer Overflow')-Schwachstelle in Microsoft Windows mit einem CVSS-3.1-Score von 7.8. Die Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, lokal mit niedrigen Berechtigungen ohne Benutzerinteraktion beliebigen Code auszuführen oder das System zu kompromittieren. Betroffene Produkte umfassen Microsoft Interix (2.2), Microsoft Windows 2000, Microsoft Windows Nt (4.0). Diese CVE ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet mit einer Behebungsfrist bis zum 2022-03-24. Der EPSS-Score von 0.03667 (87,72. Perzentile) belegt eine hohe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit und erfordert eine priorisierte Behebung.
KEV-Informationen
CVSS-Score
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:HIm Rechner öffnenBetroffene Produkte
| Hersteller | Produkt | Version |
|---|---|---|
| microsoft | interix | 2.2 |
| microsoft | windows 2000 | - |
| microsoft | windows nt | 4.0 |
Mehrere CVSS-Bewertungen
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H
Referenzen
- http://www.kb.cert.org/vuls/id/647436(Patch, Third Party Advisory, US Government Resource)
- http://www.us-cert.gov/cas/techalerts/TA04-196A.html(Broken Link, Patch, Third Party Advisory, US Government Resource)
- https://docs.microsoft.com/en-us/security-updates/securitybulletins/2004/ms04-020(Patch, Vendor Advisory)
- https://exchange.xforce.ibmcloud.com/vulnerabilities/16590(Third Party Advisory, VDB Entry)
- https://oval.cisecurity.org/repository/search/definition/oval%3Aorg.mitre.oval%3Adef%3A2166(Broken Link)
- https://oval.cisecurity.org/repository/search/definition/oval%3Aorg.mitre.oval%3Adef%3A2847(Broken Link)
- https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog?field_cve=CVE-2004-0210(US Government Resource)
Schwachstellentyp
CWE-120: Pufferkopie ohne Überprüfung der Eingabegröße ('Klassischer Buffer Overflow')
CVE-2004-0210 wird unter CWE-120 klassifiziert — Pufferkopie ohne Überprüfung der Eingabegröße ('Klassischer Buffer Overflow'). Der klassische Buffer Overflow ist eine Schwachstelle, die auftritt, wenn ein Programm Daten in einen Puffer kopiert, ohne vorher zu prüfen, ob die Daten in die zugewiesene Größe des Puffers passen. Dies geschieht typischerweise, wenn Funktionen wie strcpy(), gets(), sprintf() oder memcpy() ohne ordnungsgemäße Grenzenprüfung verwendet werden. Wenn die Eingabedaten die Pufferkapazität überschreiten, werden angrenzende Speicherstellen überschrieben, was potenziell Daten beschädigt, das Programm zum Absturz bringt oder beliebige Code-Ausführung ermöglicht. Diese Schwachstellenklasse war für zahlreiche hochkarätige Sicherheitsverletzungen verantwortlich und bleibt trotz jahrzehntelänger Aufklärung ein kritisches Problem in C/C++-Anwendungen.
Im Kontext von Microsoft Windows ist diese Schwachstellenklasse besonders besorgniserregend, da Buffer Overflows gehören zu den gefährlichsten Schwachstellen in der Software-Sicherheit. Angreifer können sie ausnutzen, um Funktions-Rücksprungadressen zu überschreiben und die Programmausführung auf eingeschleusten Shellcode umzuleiten. Stack-basierte Overflows ermöglichen zuverlässige Code-Ausführung durch Return-Oriented Programming (ROP) und andere Techniken, die moderne Schutzmaßnahmen wie DEP/NX umgehen. Organisationen, die betroffene Versionen einsetzen, sollten verstehen, dass diese Schwachstellenklasse historisch schwere Kompromittierungen in Unternehmensumgebungen ermöglicht hat.
Auswirkungsanalyse
Vertraulichkeit (HIGH): Erfolgreiche Ausnutzung gewährt dem Angreifer umfassenden Zugriff auf sensible Daten, die von Microsoft Windows verarbeitet werden, einschließlich Konfigurationsdateien, Zugangsdaten und potenziell Daten verbundener Systeme.
Integrität (HIGH): Angreifer können kritische Systemdateien modifizieren, Backdoors installieren, Konfigurationen ändern oder Malware auf betroffenen Systemen mit Microsoft Windows einschleusen.
Verfügbarkeit (HIGH): Eine vollständige Unterbrechung des betroffenen Dienstes oder Systems ist möglich, einschließlich Denial-of-Service, Systemabstürze oder das Unbrauchbarmachen des Produkts.
Scope: Der Scope ist Unchanged (U), was bedeutet, dass die Auswirkungen auf die verwundbare Komponente selbst beschränkt sind. Der Einfluss ist zwar signifikant, bleibt aber auf die Microsoft Windows-Umgebung begrenzt.
Mit einem EPSS-Score von 0.03667 (87,72. Perzentile) gehört diese Schwachstelle zu den am häufigsten in der Praxis ausgenutzten und erfordert dringende Maßnahmen.
Exploit-Reifegrad
Exploit-Status: CVE-2004-0210 wird aktiv in der Praxis ausgenutzt und ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet. Der EPSS-Score von 0.03667 (87,72. Perzentile) bestätigt eine extrem hohe reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit.
Ransomware-Bezug: Nach aktuellem KEV-Stand wurde kein direkter Ransomware-Zusammenhang für CVE-2004-0210 bestätigt. Die bestätigte Ausnutzung in der Praxis bedeutet jedoch, dass Bedrohungsakteure diese Schwachstelle aktiv in Angriffen einsetzen.
Angriffsfläche: Auch wenn spezifischer öffentlicher Exploit-Code möglicherweise nicht frei verfügbar ist, bestätigen der hohe EPSS-Score und die KEV-Listung, dass Bedrohungsakteure funktionierende Exploits entwickelt und eingesetzt haben. Organisationen sollten davon ausgehen, dass Exploit-Tools in Underground-Märkten und privaten Toolkits existieren.
KEV-Frist: Die CISA-Behebungsfrist war der 2022-03-24. Alle Organisationen sollten diese Frist als dringende Empfehlung für ihre eigenen Behebungszeiträume betrachten.
Behebung
- Hersteller-Patches umgehend anwenden. Wenden Sie Updates gemäß den Anweisungen des Herstellers an. Konsultieren Sie den Herstellerhinweis unter www.kb.cert.org für spezifische Patch-Informationen.
- Betroffene Produktversionen identifizieren. Erfassen Sie alle Instanzen von Microsoft Windows in Ihrer Infrastruktur (betroffene Versionen: Microsoft Interix (2.2), Microsoft Windows 2000, Microsoft Windows Nt (4.0)). Nutzen Sie Asset-Inventarisierung und Schwachstellen-Scanner, um keine Instanz zu übersehen.
- Interim-Maßnahmen bei verzögertem Patching umsetzen. Falls sofortiges Patching nicht möglich ist, implementieren Sie Netzwerkebene-Kontrollen wie Zugangsbeschränkungen zur betroffenen Komponente, erweitertes Logging und Monitoring auf Kompromittierungsindikatoren.
- Auf Anzeichen vorheriger Kompromittierung prüfen. Angesichts der bestätigten aktiven Ausnutzung überprüfen Sie Systemprotokolle und Sicherheits-Monitoring-Daten auf Hinweise einer Kompromittierung. Führen Sie bei verdächtigen Aktivitäten eine gründliche Untersuchung durch.
- Erkennungssignaturen aktualisieren. Stellen Sie sicher, dass IDS/IPS-Systeme, Endpoint-Detection-Tools und SIEM-Regeln aktualisiert sind, um Ausnutzungsversuche gegen CVE-2004-0210 zu erkennen.
- Post-Remediation-Review durchführen. Verifizieren Sie nach dem Patching die Wirksamkeit der Behebung und dokumentieren Sie die durchgeführten Maßnahmen. Bewerten Sie, ob zusätzliche Härtungsmaßnahmen erforderlich sind.
Technische Details
Angriffsvektor: LOCAL
Angriffskomplexität: Niedrig
Erforderliche Rechte: Niedrig
Benutzerinteraktion: Keine
Technischer Ablauf: Die Schwachstelle in Microsoft Windows kann lokal, typischerweise durch das Öffnen einer bösartigen Datei oder die Ausführung einer schädlichen Anwendung ausgenutzt werden. Die Angriffskomplexität ist niedrig — es sind keine spezialisierten Bedingungen über die Angriffsvoraussetzungen hinaus erforderlich. Niedrige Berechtigungen (Standardbenutzerzugang) sind erforderlich. Keine Benutzerinteraktion ist erforderlich, was eine vollautomatische Ausnutzung ermöglicht.
Schwachstellenmechanismus: Der klassische Buffer Overflow ist eine Schwachstelle, die auftritt, wenn ein Programm Daten in einen Puffer kopiert, ohne vorher zu prüfen, ob die Daten in die zugewiesene Größe des Puffers passen. Dies geschieht typischerweise, wenn Funktionen wie strcpy(), gets(), sprintf() oder memcpy() ohne ordnungsgemäße Grenzenprüfung verwendet werden. Wenn die Eingabedaten die Pufferkapazität überschreiten, werden angrenzende Speicherstellen überschrieben, was potenziell Daten beschädigt, das Programm zum Absturz bringt oder beliebige Code-Ausführung ermöglicht.
Betroffene Produkte: Microsoft Interix (2.2), Microsoft Windows 2000, Microsoft Windows Nt (4.0)
CVSS-3.1-Bewertung: Der Score von 7.8 (HOCH) reflektiert die Kombination aus lokalem Angriffsvektor, niedriger Komplexität und auf die Komponente begrenztem Scope.
Häufig gestellte Fragen
Wird CVE-2004-0210 aktiv ausgenutzt?
Ja, CVE-2004-0210 wird aktiv ausgenutzt. Die Schwachstelle ist im CISA Known Exploited Vulnerabilities (KEV) Katalog gelistet und weist einen EPSS-Score von 0.03667 (87,72. Perzentile) auf, der eine extrem hohe Ausnutzungswahrscheinlichkeit bestätigt.
Welche Produkte sind von CVE-2004-0210 betroffen?
Von CVE-2004-0210 sind folgende Produkte betroffen: Microsoft Interix (2.2), Microsoft Windows 2000, Microsoft Windows Nt (4.0). Organisationen sollten ihre Infrastruktur auf diese Versionen prüfen und die Behebung priorisieren. Aktuelle Informationen zu betroffenen Versionen und Patches sind in den offiziellen Herstellerhinweisen verfügbar.
Wie behebe ich CVE-2004-0210?
Wenden Sie Updates gemäß den Anweisungen des Herstellers an. Identifizieren Sie alle betroffenen Instanzen von Microsoft Windows in Ihrer Umgebung mittels Schwachstellen-Scanning und Asset-Management. Falls sofortiges Patching nicht möglich ist, implementieren Sie Netzwerk-Mitigierungen und erweitertes Monitoring. Prüfen Sie nach dem Patching auf Anzeichen einer vorherigen Kompromittierung.
Wie schwerwiegend ist CVE-2004-0210?
CVE-2004-0210 ist mit einem CVSS-Score von 7.8 als HOCH eingestuft. Der EPSS-Score von 0.03667 (87,72. Perzentile) belegt eine der höchsten realen Ausnutzungswahrscheinlichkeiten. Die CISA-Behebungsfrist war der 2022-03-24.
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