AngriffssimulationTill Oberbeckmann5 min Lesezeit

Mit dem Passwortmanager Zugangsdaten verwalten und sensible Daten schützen

Mit einem Passwortmanager können Nutzer heute alle ihre Passwörter sicher speichern und verwalten.

Heutzutage verfügt praktisch jeder über Dutzende Accounts für verschiedene Dienste, soziale Netzwerke, E-Mail-Postfächer und weitere Websites. Für jede dieser Seiten benötigen Sie ein eigenes Passwort. Viele verlieren dabei schnell den Überblick und greifen auf fragwürdige Methoden zurück. Das Post-it unter dem Schreibtisch ist zwar ein Klischee, aber tatsächlich weit verbreitet. Dabei ist das gar nicht nötig: Mit einem Passwortmanager können Sie heute alle Ihre Passwörter sicher speichern und verwalten. Wir erklären, wie das funktioniert und worauf Sie dabei achten sollten.

Was ist ein Passwortmanager?

Ein Passwortmanager ist im Kern eine Datenbank, in der alle Passwörter zentral gespeichert werden. Diese Datenbank wird ihrerseits mit einem Passwort geschützt -- dem sogenannten Masterpasswort. So müssen Sie sich nur noch ein einziges Passwort merken, um Zugriff auf all Ihre Accounts zu erhalten. Die meisten Passwortmanager bieten Zusatzfunktionen an, zum Beispiel das automatische Ausfüllen von Zugangsdaten im Browser. Das macht die Bedienung deutlich komfortabler. Weiterführende Informationen zu Passwortmanagern hat das BSI zusammengestellt.

Passwörter sicher im Unternehmen verwalten

Gerade für Unternehmen ist eine sichere Passwortverwaltung von besonderer Bedeutung. Durch die flächendeckende Einführung eines Passwortmanagers lässt sich einerseits unsicheres Verhalten von Mitarbeitenden vermeiden und andererseits die Kontrolle über Zugangsberechtigungen zentral organisieren.

Eines der beliebtesten Tools für die Passwortverwaltung im Unternehmen ist Roboform. Mit Roboform erstellen Sie Konten für jeden Mitarbeitenden, vergeben Rollen und Berechtigungen und teilen gezielt Passwörter mit einzelnen Gruppen. Zudem läuft Roboform plattformunabhängig auf allen Endgeräten und kann daher in jedem Unternehmen abteilungsübergreifend eingesetzt werden. Einen Vergleich von Passwortmanagern für Unternehmen finden Sie bei Geekflare.

Passwortmanager auch für den Alltag empfehlenswert

Aber auch im privaten Umfeld ist ein Passwortmanager ein nützliches Werkzeug. Mit der zunehmenden Digitalisierung sammeln sich immer mehr Zugangsdaten an: Netflix, Spotify, diverse Onlineshops, Banking -- da kommen schnell 10 bis 20 Passwörter zusammen.

Roboform gibt es auch für Privatanwender. Die umfangreichen Funktionen werden von den meisten Heimanwendern jedoch nicht benötigt. Daher bietet sich eine schlanke Alternative wie Dashlane an. Dashlane ist für Privatpersonen kostenlos und legt großen Wert auf einfache, intuitive Bedienung. Nach kurzer Eingewöhnung haben Sie den Passwortmanager in Ihren Alltag integriert. Eine bewährte Alternative ist KeePass, ein Urgestein unter den Passwortmanagern, das bereits 2003 in der ersten Version veröffentlicht wurde. KeePass ist Open Source -- der Quellcode ist also für jeden öffentlich einsehbar. Sicherheitslücken werden durch eine aktive Community schnell behoben. In puncto Benutzerfreundlichkeit kann sich KeePass allerdings nicht mehr mit modernen Konkurrenten wie Dashlane messen.

Tipps für ein sicheres Master-Passwort

Ein Passwortmanager macht die Verwaltung vieler Passwörter komfortabel und sicher -- zumindest im Vergleich zum Aufschreiben von Passwörtern. Dennoch müssen Sie sich ein einziges gutes Passwort ausdenken und merken. Dieses Masterpasswort sollte so stark wie möglich sein. Namen, echte Wörter und Geburtsdaten sind tabu!

Dabei spielt auch die Länge allein kaum eine Rolle. Ein Passwort wird durch das bloße Aneinanderreihen echter Wörter oder Zahlenfolgen nicht wesentlich schwerer zu knacken. Am sichersten sind zufällige, nicht lesbare Kombinationen verschiedener Zeichen.

“Wfbi,diwb!” ist ein wesentlich sichereres Passwort als “hundkatzemaustiger”.

Der Grund: Die zweite Variante besteht aus Wörtern, die in jedem Wörterbuch zu finden sind. Das erste Passwort lässt sich durch diese Art des Erratens nicht knacken. Erst bei solchen Passwörtern wird die Länge zu einem relevanten Faktor.

Aber wie merken Sie sich ein so kompliziertes Passwort? Ein bewährter Weg ist, das Passwort aus einer Eselsbrücke abzuleiten. Das Passwort in diesem Beispiel besteht aus den Anfangsbuchstaben und Satzzeichen des ersten Satzes in “Die Leiden des jungen Werther” von J.W. Goethe: “Wie froh bin ich, daß ich weg bin”.

Weitere Informationen zur Passwortstärke finden Sie in unserem Blogpost zu diesem Thema.

Fazit: Nie wieder Passwörter vergessen mit dem Passwortmanager

Mit einem Passwortmanager vereinfachen Sie die Verwaltung Ihrer Zugangsdaten erheblich, sodass Sie sich nur noch ein einziges statt vieler verschiedener Passwörter merken müssen. Das ist sowohl im beruflichen als auch im privaten Alltag empfehlenswert, um es potenziellen Angreifern so schwer wie möglich zu machen. Die Sicherheit jedes Passwortmanagers steht und fällt jedoch mit dem Masterpasswort. An einem sicheren Passwort führt am Ende also kein Weg vorbei.